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Mal wieder ein SZ-Artikel

Verfasst: 12 Jun 2012, 12:45
von manuchka
Russland vor der Revolution

Stets hat die russische Literatur zur Revolution aufgerufen, selbst wenn das nicht alle Schriftsteller verstanden haben. 1917 haben wir dann eine Revolution bekommen, die zusammen mit dem verhassten Zarentum gleich ganz Russland vernichtet hat.

Heute sind wir dabei, unter den Ruinen hervorzukriechen. Wir schwimmen in einem Meer zerbrochener Werte. Wir sind ein Volk geblieben, doch fehlen uns gemeinsame grundlegende Vorstellungen über das Leben. Jeder umklammert seinen Beutel mit Werten, die dort durcheinanderpurzeln wie bunt schillernde Murmeln. Es gibt Murmeln vom großen russischen Imperium und die des Stalinismus, die Murmeln des ewigen Aufstands und des Widerstands, der Demokratie und der fruchtlosen Schwärmerei, des Liberalismus und der Verehrung der Macht.
Quelle
PS: Autor ist kein westlicher Journalist, sondern ein russischer Schriftsteller.

Re: Mal wieder ein SZ-Artikel

Verfasst: 12 Jun 2012, 12:51
von Kultgrieche
Wir sind ein Volk geblieben, doch fehlen uns gemeinsame grundlegende Vorstellungen über das Leben.
Ach was, die gibt es doch in Russland - Baltika No7, Anapa, moya kvartira, moya maschina c kreditom, kaif...

Re: Mal wieder ein SZ-Artikel

Verfasst: 10 Jul 2012, 23:35
von Jurij
manuchka hat geschrieben:
Russland vor der Revolution

Stets hat die russische Literatur zur Revolution aufgerufen, selbst wenn das nicht alle Schriftsteller verstanden haben. 1917 haben wir dann eine Revolution bekommen, die zusammen mit dem verhassten Zarentum gleich ganz Russland vernichtet hat.

Heute sind wir dabei, unter den Ruinen hervorzukriechen. Wir schwimmen in einem Meer zerbrochener Werte. Wir sind ein Volk geblieben, doch fehlen uns gemeinsame grundlegende Vorstellungen über das Leben. Jeder umklammert seinen Beutel mit Werten, die dort durcheinanderpurzeln wie bunt schillernde Murmeln. Es gibt Murmeln vom großen russischen Imperium und die des Stalinismus, die Murmeln des ewigen Aufstands und des Widerstands, der Demokratie und der fruchtlosen Schwärmerei, des Liberalismus und der Verehrung der Macht.
Quelle
PS: Autor ist kein westlicher Journalist, sondern ein russischer Schriftsteller.
Die Skandalnuddel Limonow schafft es doch fast alles zu vereinen. Jerofejew kann sich diesem Verein ja anschließen, wenn er sich so wertlos fühlt.