Hallo Helmut!
Wenn du "Seidenstraße" schreibst, willst du dann von Deutschland aus über die Türkei und den Iran, Turkmenistan und Usbekistan fahren und erst dann über Kasachstan und die Mongolei nach Russland? Oder welche russische Route schwebt dir vor? Cheljabinsk behauptet ja auch, eine alte Seidenstraßenstadt zu sein, anscheinend gibt es da mehrere Interpretationen.
Falls du erst über die Mongolei nach Russland einreisen möchtest, ist das ja "nur noch" die Hälfte Sibiriens und der ferne Osten. Wenn dem so ist, kannst du von Ulan-Ude bis Habarovsk immer gen Osten auf der Amur-Trasse fahren, dann von Habarovsk nach Süden auf der M60 nach Vladivostok. Damit umfährst du China.
Andererseits schreibst du etwas von "kompletter Durchquerung Russlands", also dann auch der Europäische Teil? Da würde sich beispielsweise die E30 anbieten, auf der du von Warschau über Brest, Minsk, Moskau, Penza, Samara, Cheljabinsk, Kurgan und Ishim mehr oder weniger gut bis nach Omsk kommst (ohne Kasachstan zu durchqueren). Dann auf der M51 weiter bis Novosibirsk, von da auf der M53 bis Irkutsk (nähe Baikalsee) und von da auf der M55 bis Ulan Ude. Von dort: siehe oben. Zwischen Ishim und Omsk gibt es ein paar Kilometer, die bis vor einem Monat noch nicht asphaltiert waren, und zwischen Krasnojarsk und Irkutsk ist die Trasse teilweise bei Regen sehr schlecht befahrbar, da auch nicht asphaltiert. Da wird aber schwer gebaut, das könnte 2013 schon ganz anders aussehen.
Schreibe mal deine genaue Routenvorstellung, dann ist es leichter, Tipps zu geben. Je nach Route muss man auch das russische Visum anpassen (wenn Russland-Mongolei-Russland, dann Mehrfachvisum vonnöten etc.pp.). Außerdem willst du ja vielleicht nicht "so schnell wie möglich" ankommen, sondern dir auf dem Weg noch irgendetwas anschauen, eine besondere Stadt beispielsweise. Dafür lohnt sich vielleicht auch der eine oder andere Umweg.
Ansonsten: Bestimmt eine tolle Reise, es gibt eine Fähre von Vladivostok in den Süden Japans, das sollte also auch kein Problem darstellen, wenn man von möglichen Kosten mal absieht.
Mitfahrer findet ihr überall an den Trassen, haltet einfach an, wenn ein paar junge Leute mit großen Rucksack auf- und abspringen. Die sind meist nicht gefährlich - einzig die Verständigung könnte etwas einseitig werden, falls ihr kein Russisch sprechen solltet.
Bei Fragen: Schreibe gerne etwas konkretes, ich bin fast die komplette Strecke gefahren (den Teil Samara -Deutschland noch nicht ,das kann ich in zwei Monaten nachreichen).
viele Grüße!