Kaliningrad - Neues russisches IT-Zentrum?
Verfasst: 15 Aug 2012, 14:45
Kaliningrad wurde zum Wallfahrtsort für IT-Spezialisten aus Sibirien. Vor ungefähr zwei Jahren übersiedelte aus Wladiwostok eine Firma mit 15 Mitarbeitern und ihren Familien, die jetzt in Kaliningrad Computerspiele programmiert. Im Windschatten dieser Übersiedlung kam eine weitere Firma aus dem Norden mit 40 Mitarbeitern nach Kaliningrad.
Hauptgründe für die Ansiedlung dieser hochqualifizierten Spezialisten aus dem Bereich der Informationstechnologie aus Sibirien, dem Fernen Osten, dem Ural und weiteren nördlichen Regionen, ist die Nähe der Ostsee, die Nähe zu Europa und das leichte Ostseeklima. Außerdem ist der Standort Kaliningrad mit seinen Verbindungen zum europäischen Markt ein wesentlicher Faktor gewesen.
Dimitri Litwinow, ein Programmierer aus Tomsk, ist nach Kaliningrad gesiedelt und hat hier das nichtkommerzielle Projekt 39er-Zarenreich (Anm. UN: 39 ist die Regionalnummer für Kaliningrad) ins Leben gerufen. Dieses Projekt leistet Unterstützung bei der weiteren Übersiedlung von IT-Spezialisten nach Kaliningrad.
„Ich habe den Tomsker und den Kaliningrader Arbeitsmarkt analysiert und bin zu der Schlussfolgerung gekommen, dass die Kaliningrader Arbeitgeber unter einem großen Defizit an qualifizierten IT-Spezialisten leiden. In Tomsk gibt es jede Menge Hochschulen mit der größten Anzahl von Studenten in Russland, im Vergleich zur Einwohnerzahl, und hier ist die Konkurrenz auf dem IT-Markt sehr groß“, erklärte Dimitri Litwinow. Und deshalb dachte er, den Strom der gut ausgebildeten Spezialisten umzuleiten, dorthin wo man einen „Personalhunger“ verspürt.
Der IT-Spezialist kooperiert sehr eng mit der Kaliningrader Assoziation der IT-Spezialisten zusammen. Diese Kooperation und Aktivitäten rufen nun das Interesse der Gebietsregierung und der regionalen Vertreter hervor. Kein Wunder, denn die Förderung genau dieser Richtung ist ein Punkt im Strategieplan der Regierung für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes.
Um diesen Zustrom von IT-Spezialisten nicht dem Zufall zu überlassen, sondern daraus einen Prozess zu machen, ist eine Unterstützung durch den Staat notwendig. Darunter verstehen die Initiatoren finanzielle Unterstützung bei der Übersiedlung, Vergünstigungen bei der Miete oder dem Kauf von Office-Immobilien. Aber es ist auch notwendig, sowohl russische wie auch ausländische Firmen dafür zu interessieren, hier in Kaliningrad ihre Back- Office zu stationieren. Dies schützt den Regionalmarkt vor der Konkurrenz, wenn es zu Massenübersiedlungen kommt und andererseits erhält der Kaliningrader IT-Markt einen qualitativ völlig neuen Status.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/21669-r ... -iz-rossii
Anm. UN: Ich selber habe diese Entwicklung ebenfalls vor ca. zwei Jahren bemerkt, als in unserer Firma eine Reihe von Kunden Mietverträge abschlossen, die aus den „Tiefen des russischen Landes“ aber auch aus Kasachstan kamen und als Beruf "IT-Branche" angaben.
Es gibt aber auch in Kaliningrad schon Deutsche, die eine Partnerfirma zu ihrer in Deutschland existierenden Firma aufgebaut haben und versuchen die örtlichen personellen Möglichkeiten zu nutzen.
Uwe Niemeier
Hauptgründe für die Ansiedlung dieser hochqualifizierten Spezialisten aus dem Bereich der Informationstechnologie aus Sibirien, dem Fernen Osten, dem Ural und weiteren nördlichen Regionen, ist die Nähe der Ostsee, die Nähe zu Europa und das leichte Ostseeklima. Außerdem ist der Standort Kaliningrad mit seinen Verbindungen zum europäischen Markt ein wesentlicher Faktor gewesen.
Dimitri Litwinow, ein Programmierer aus Tomsk, ist nach Kaliningrad gesiedelt und hat hier das nichtkommerzielle Projekt 39er-Zarenreich (Anm. UN: 39 ist die Regionalnummer für Kaliningrad) ins Leben gerufen. Dieses Projekt leistet Unterstützung bei der weiteren Übersiedlung von IT-Spezialisten nach Kaliningrad.
„Ich habe den Tomsker und den Kaliningrader Arbeitsmarkt analysiert und bin zu der Schlussfolgerung gekommen, dass die Kaliningrader Arbeitgeber unter einem großen Defizit an qualifizierten IT-Spezialisten leiden. In Tomsk gibt es jede Menge Hochschulen mit der größten Anzahl von Studenten in Russland, im Vergleich zur Einwohnerzahl, und hier ist die Konkurrenz auf dem IT-Markt sehr groß“, erklärte Dimitri Litwinow. Und deshalb dachte er, den Strom der gut ausgebildeten Spezialisten umzuleiten, dorthin wo man einen „Personalhunger“ verspürt.
Der IT-Spezialist kooperiert sehr eng mit der Kaliningrader Assoziation der IT-Spezialisten zusammen. Diese Kooperation und Aktivitäten rufen nun das Interesse der Gebietsregierung und der regionalen Vertreter hervor. Kein Wunder, denn die Förderung genau dieser Richtung ist ein Punkt im Strategieplan der Regierung für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes.
Um diesen Zustrom von IT-Spezialisten nicht dem Zufall zu überlassen, sondern daraus einen Prozess zu machen, ist eine Unterstützung durch den Staat notwendig. Darunter verstehen die Initiatoren finanzielle Unterstützung bei der Übersiedlung, Vergünstigungen bei der Miete oder dem Kauf von Office-Immobilien. Aber es ist auch notwendig, sowohl russische wie auch ausländische Firmen dafür zu interessieren, hier in Kaliningrad ihre Back- Office zu stationieren. Dies schützt den Regionalmarkt vor der Konkurrenz, wenn es zu Massenübersiedlungen kommt und andererseits erhält der Kaliningrader IT-Markt einen qualitativ völlig neuen Status.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/21669-r ... -iz-rossii
Anm. UN: Ich selber habe diese Entwicklung ebenfalls vor ca. zwei Jahren bemerkt, als in unserer Firma eine Reihe von Kunden Mietverträge abschlossen, die aus den „Tiefen des russischen Landes“ aber auch aus Kasachstan kamen und als Beruf "IT-Branche" angaben.
Es gibt aber auch in Kaliningrad schon Deutsche, die eine Partnerfirma zu ihrer in Deutschland existierenden Firma aufgebaut haben und versuchen die örtlichen personellen Möglichkeiten zu nutzen.
Uwe Niemeier