KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 39-2012
Verfasst: 30 Sep 2012, 09:40
Stadt- und Gebietsportal Kaliningrad im RusslandForum
Kaliningrad – Stadt mit deutscher Geschichte und russischer Zukunft
Wöchentliche Kurznachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
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AUSRICHTERSTADT DER FUSSBALL - WELTMEISTERSCHAFT 2018
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In Kaliningrad wurde eine Aktiengesellschaft gegründet (100 %iger Anteilseigner ist die Kaliningrader Regierung), zur Förderung der Investitionen im Kaliningrader Gebiet. Eine der Aufgaben ist die Entwicklung des Wassersports. So plant Kaliningrad den Bau von 6 Yachthäfen und 10 Anlegerstellen. In diesem Zusammenhang wird die Wiederherstellung der vollen Befahrbarkeit der Wasserwege im Kaliningrader Gebiet, bis hin zu den internationalen Gewässern geplant. Des Weiteren ist geplant in Pionersk, dem Standort der Präsidentenresidenz, einen Hafen für Kreuzfahrtschiffe zu bauen.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22528-v ... 10-gavanej
Nicht ganz die Hälfte aller Kaliningrader Bürger ist für den Rückbau des „Hauses der Räte“, welches an Stelle des Königsberger Stadtschlosses nun schon einige Jahrzehnte das Stadtzentrum verschandelt. Die gleiche Anzahl der Bürger ist, einer aktuellen Umfrage nach dafür, das alte Stadtschloss wieder zu errichten.
Quelle: http://rugrad.eu/news/529467/
Erst vergangene Woche hatte ich als „StartThema“ das Drogenproblem in Kaliningrad erwähnt und die rethorische Frage gestellt, woher denn das Rauschgift in unserer isolierten Region kommt. Und prompt fand ich am Montag die Antwort. Kaliningrader Kriminelle vereinbaren über Internet Deals mit Händlern in den Niederlanden. Sie mieten ein Fahrzeug, fahren dorthin, kaufen die Ware und in einem besonders vorbereiteten Versteck im Auto wurden, wie in diesem Fall, 2,5 kg. Rauschgift nach Kaliningrad verbracht. Dort erwartete man schon die Lieferung – allerdings nicht die Kunden, sondern die dafür zuständigen Organe. Nun haben beide Kuriere zusammen 14 Jahre Zeit in einer kostenfreien staatlichen Unterkunft nachzudenken, ob sie später vielleicht den Handelsgegenstand doch lieber ändern sollten.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22542-z ... -vosem-let
Im ersten Halbjahr 2012 überquerten 1,7 Mio. Menschen die Polnisch-Russische Grenze. Durch die polnischen Grenzpassagiere werden im wesentlichen Benzin und Zigaretten in Kaliningrad gekauft. Und eben diese Vielzahl der sogenannten „Ameisen“ stellt eine erhebliche Behinderung des normalen Grenzverkehrs dar.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22540-p ... go-biznesa
Die russische Fluggesellschaft „TransAero“ nimmt den Flugbetrieb zwischen Kaliningrad und Moskau auf. Beginnend am 29.10.2012, fliegt die Airline dreimal wöchentlich diese Strecke. Der billigste Tarif für Hin- und Rückflug beträgt rund 200 Euro (Anm. UN: Also so viel, wie ich für die Strecke Kaliningrad-Riga-Hamburg und zurück bezahle).
Quelle: http://www.klops.ru/news/Turizm/59435/A ... ngrad.html
Aus „Alt“ mach „Neu“. In Kaliningrad soll das alte, im Sozialismus bewährte, System der Altpapierabgabe wieder belebt werden. Kauf ein Buch und gib Altpapier ab – so der Slogan. Es wurde eine spezielle Internetseite geschaffen, wo jeder, der am Schutz der Umwelt interessiert ist, den für ihn am günstigsten gelegenen Abgabepunkt herausfinden kann. Zum heutigen Zeitpunkt gibt es vorerst 18 Annahmestellen.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/594 ... aturu.html
Die Kriegsvergangenheit des Königsberger Gebietes holt die Kaliningrader täglich ein. Wie schon öfter gemeldet, wird fast täglich in Kaliningrad einzelne Munition oder ganze Munitionslager mit deutschen Vorräten gefunden. Nun kommt ein weiteres trauriges Kapitel hinzu. Auf dem Gelände des Kaliningrader Krankenhauses (auch schon zu deutschen Zeiten ein Krankenhaus) wurde nun ein unbekannter Friedhof mit den sterblichen Überresten von fast 3.000 deutschen Zivilisten gefunden, die in den Jahren 1945/46 an verschiedenen Infektionskrankheiten verstarben. Nun wird eine Umbettung auf den internationalen Friedhof in Kaliningrad im kommenden Jahr geplant.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/594 ... lovek.html
2013 werden die Ruinen des Königsberger Stadtschlosses mit einer Glaskuppel überdacht. Die Kosten hierfür werden auf 35 Mio. Rubel (875.000 Euro) veranschlagt. Außer der Kuppel wird ein Drenagesystem angelegt, eine Aussichtsplattform und ein Museumspavillion.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22565-v ... ym-kupolom
Die russische Firma „General Satelit“ plant den Bau einer Ministadt in Gussew. Die Firma beschäftigt sich mit der Produktion von TV-Ausrüstung im System Bezahl-TV. In dieser Ministadt sollen Beschäftigte wohnen und arbeiten. Der Investitionsumfang beläuft sich auf rund 25 Milliarden Rubel (625 Mio. Euro). Nach Aussage des Verantwortlichen, wird die Stadt Gussew in spätestens fünf Jahren ein völlig anderes Gesicht haben und ein neues Image ausstrahlen.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22569-v ... -innovacij
Und noch einmal zu traurigen Ereignissen der Geschichte. Während Bauarbeiten, auf dem Gebiet eines Kindergartens in Kaliningrad, wurden die sterblichen Überreste eines deutschen Soldaten gefunden. Die Identität des Gefallenen konnte festgestellt werden. Deutsche Organisationen haben nun alle weiteren Arbeiten übernommen.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22586-n ... go-soldata
Die polnische Stadt Elblong hat in Kaliningrad eine Vertretung eröffnet. Diese Vertretung soll für eine Aktivierung der wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen ihren Beitrag leisten und stellt eine Ergänzung der Arbeit des polnischen Generalkonsulates dar.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22578-g ... o-na-karte
Bis Jahresende sollen in Kaliningrad für rund eine halbe Million Rubel 5 öffentliche Treppen instandgesetzt werden. Bürger haben sich schon lange über den Zustand beschwert. (Anm. UN: Das gibt mir die Hoffnung, dass man dann in der Stadt schneller nach oben steigen kann, denn dafür sind Treppen ja bestimmt. Allerdings kommt man auch schneller wieder nach unten …).
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/595 ... s-rub.html
Litauen hat die Vereinbarung über den Bau einer neuen Grenzbrücke über den Fluss Neman in Sowjetsk ratifiziert. Somit wird die neue Brücke zukünftig für den Fahrzeugverkehr bestimmt sein und die alte Königin-Luise-Brücke wird nur noch durch Fußgänger genutzt. Die Brücke wird mit russischen und Geldern der Europäischen Union gebaut. Eigentümer der Brücke ist Russland.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22613-l ... v-sovetske
Erstmals in Kaliningrad findet ein Flohmarkt statt. An diesem Wochenende haben die Kaliningrader erstmals die Gelegenheit alles das, was sie nicht mehr benötigen, gegen einen geringen Mietbeitrag, auf dem Platz neben dem Haus der Räte zu verkaufen. Hoffen wir, das die Organisation dieses Flohmarktes so erfolgt, dass er vielleicht auch auf lange Sicht gesehen eine Attraktion für Touristen sein kann.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/596 ... vetov.html
Uwe Niemeier
Kaliningrad – Stadt mit deutscher Geschichte und russischer Zukunft
Wöchentliche Kurznachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
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AUSRICHTERSTADT DER FUSSBALL - WELTMEISTERSCHAFT 2018
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In Kaliningrad wurde eine Aktiengesellschaft gegründet (100 %iger Anteilseigner ist die Kaliningrader Regierung), zur Förderung der Investitionen im Kaliningrader Gebiet. Eine der Aufgaben ist die Entwicklung des Wassersports. So plant Kaliningrad den Bau von 6 Yachthäfen und 10 Anlegerstellen. In diesem Zusammenhang wird die Wiederherstellung der vollen Befahrbarkeit der Wasserwege im Kaliningrader Gebiet, bis hin zu den internationalen Gewässern geplant. Des Weiteren ist geplant in Pionersk, dem Standort der Präsidentenresidenz, einen Hafen für Kreuzfahrtschiffe zu bauen.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22528-v ... 10-gavanej
Nicht ganz die Hälfte aller Kaliningrader Bürger ist für den Rückbau des „Hauses der Räte“, welches an Stelle des Königsberger Stadtschlosses nun schon einige Jahrzehnte das Stadtzentrum verschandelt. Die gleiche Anzahl der Bürger ist, einer aktuellen Umfrage nach dafür, das alte Stadtschloss wieder zu errichten.
Quelle: http://rugrad.eu/news/529467/
Erst vergangene Woche hatte ich als „StartThema“ das Drogenproblem in Kaliningrad erwähnt und die rethorische Frage gestellt, woher denn das Rauschgift in unserer isolierten Region kommt. Und prompt fand ich am Montag die Antwort. Kaliningrader Kriminelle vereinbaren über Internet Deals mit Händlern in den Niederlanden. Sie mieten ein Fahrzeug, fahren dorthin, kaufen die Ware und in einem besonders vorbereiteten Versteck im Auto wurden, wie in diesem Fall, 2,5 kg. Rauschgift nach Kaliningrad verbracht. Dort erwartete man schon die Lieferung – allerdings nicht die Kunden, sondern die dafür zuständigen Organe. Nun haben beide Kuriere zusammen 14 Jahre Zeit in einer kostenfreien staatlichen Unterkunft nachzudenken, ob sie später vielleicht den Handelsgegenstand doch lieber ändern sollten.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22542-z ... -vosem-let
Im ersten Halbjahr 2012 überquerten 1,7 Mio. Menschen die Polnisch-Russische Grenze. Durch die polnischen Grenzpassagiere werden im wesentlichen Benzin und Zigaretten in Kaliningrad gekauft. Und eben diese Vielzahl der sogenannten „Ameisen“ stellt eine erhebliche Behinderung des normalen Grenzverkehrs dar.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22540-p ... go-biznesa
Die russische Fluggesellschaft „TransAero“ nimmt den Flugbetrieb zwischen Kaliningrad und Moskau auf. Beginnend am 29.10.2012, fliegt die Airline dreimal wöchentlich diese Strecke. Der billigste Tarif für Hin- und Rückflug beträgt rund 200 Euro (Anm. UN: Also so viel, wie ich für die Strecke Kaliningrad-Riga-Hamburg und zurück bezahle).
Quelle: http://www.klops.ru/news/Turizm/59435/A ... ngrad.html
Aus „Alt“ mach „Neu“. In Kaliningrad soll das alte, im Sozialismus bewährte, System der Altpapierabgabe wieder belebt werden. Kauf ein Buch und gib Altpapier ab – so der Slogan. Es wurde eine spezielle Internetseite geschaffen, wo jeder, der am Schutz der Umwelt interessiert ist, den für ihn am günstigsten gelegenen Abgabepunkt herausfinden kann. Zum heutigen Zeitpunkt gibt es vorerst 18 Annahmestellen.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/594 ... aturu.html
Die Kriegsvergangenheit des Königsberger Gebietes holt die Kaliningrader täglich ein. Wie schon öfter gemeldet, wird fast täglich in Kaliningrad einzelne Munition oder ganze Munitionslager mit deutschen Vorräten gefunden. Nun kommt ein weiteres trauriges Kapitel hinzu. Auf dem Gelände des Kaliningrader Krankenhauses (auch schon zu deutschen Zeiten ein Krankenhaus) wurde nun ein unbekannter Friedhof mit den sterblichen Überresten von fast 3.000 deutschen Zivilisten gefunden, die in den Jahren 1945/46 an verschiedenen Infektionskrankheiten verstarben. Nun wird eine Umbettung auf den internationalen Friedhof in Kaliningrad im kommenden Jahr geplant.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/594 ... lovek.html
2013 werden die Ruinen des Königsberger Stadtschlosses mit einer Glaskuppel überdacht. Die Kosten hierfür werden auf 35 Mio. Rubel (875.000 Euro) veranschlagt. Außer der Kuppel wird ein Drenagesystem angelegt, eine Aussichtsplattform und ein Museumspavillion.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22565-v ... ym-kupolom
Die russische Firma „General Satelit“ plant den Bau einer Ministadt in Gussew. Die Firma beschäftigt sich mit der Produktion von TV-Ausrüstung im System Bezahl-TV. In dieser Ministadt sollen Beschäftigte wohnen und arbeiten. Der Investitionsumfang beläuft sich auf rund 25 Milliarden Rubel (625 Mio. Euro). Nach Aussage des Verantwortlichen, wird die Stadt Gussew in spätestens fünf Jahren ein völlig anderes Gesicht haben und ein neues Image ausstrahlen.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22569-v ... -innovacij
Und noch einmal zu traurigen Ereignissen der Geschichte. Während Bauarbeiten, auf dem Gebiet eines Kindergartens in Kaliningrad, wurden die sterblichen Überreste eines deutschen Soldaten gefunden. Die Identität des Gefallenen konnte festgestellt werden. Deutsche Organisationen haben nun alle weiteren Arbeiten übernommen.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22586-n ... go-soldata
Die polnische Stadt Elblong hat in Kaliningrad eine Vertretung eröffnet. Diese Vertretung soll für eine Aktivierung der wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen ihren Beitrag leisten und stellt eine Ergänzung der Arbeit des polnischen Generalkonsulates dar.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22578-g ... o-na-karte
Bis Jahresende sollen in Kaliningrad für rund eine halbe Million Rubel 5 öffentliche Treppen instandgesetzt werden. Bürger haben sich schon lange über den Zustand beschwert. (Anm. UN: Das gibt mir die Hoffnung, dass man dann in der Stadt schneller nach oben steigen kann, denn dafür sind Treppen ja bestimmt. Allerdings kommt man auch schneller wieder nach unten …).
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/595 ... s-rub.html
Litauen hat die Vereinbarung über den Bau einer neuen Grenzbrücke über den Fluss Neman in Sowjetsk ratifiziert. Somit wird die neue Brücke zukünftig für den Fahrzeugverkehr bestimmt sein und die alte Königin-Luise-Brücke wird nur noch durch Fußgänger genutzt. Die Brücke wird mit russischen und Geldern der Europäischen Union gebaut. Eigentümer der Brücke ist Russland.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22613-l ... v-sovetske
Erstmals in Kaliningrad findet ein Flohmarkt statt. An diesem Wochenende haben die Kaliningrader erstmals die Gelegenheit alles das, was sie nicht mehr benötigen, gegen einen geringen Mietbeitrag, auf dem Platz neben dem Haus der Räte zu verkaufen. Hoffen wir, das die Organisation dieses Flohmarktes so erfolgt, dass er vielleicht auch auf lange Sicht gesehen eine Attraktion für Touristen sein kann.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/596 ... vetov.html
Uwe Niemeier