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KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 39-2012

Verfasst: 30 Sep 2012, 09:40
von domizil
Stadt- und Gebietsportal Kaliningrad im RusslandForum

Kaliningrad – Stadt mit deutscher Geschichte und russischer Zukunft

Wöchentliche Kurznachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
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In Kaliningrad wurde eine Aktiengesellschaft gegründet (100 %iger Anteilseigner ist die Kaliningrader Regierung), zur Förderung der Investitionen im Kaliningrader Gebiet. Eine der Aufgaben ist die Entwicklung des Wassersports. So plant Kaliningrad den Bau von 6 Yachthäfen und 10 Anlegerstellen. In diesem Zusammenhang wird die Wiederherstellung der vollen Befahrbarkeit der Wasserwege im Kaliningrader Gebiet, bis hin zu den internationalen Gewässern geplant. Des Weiteren ist geplant in Pionersk, dem Standort der Präsidentenresidenz, einen Hafen für Kreuzfahrtschiffe zu bauen.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22528-v ... 10-gavanej

Nicht ganz die Hälfte aller Kaliningrader Bürger ist für den Rückbau des „Hauses der Räte“, welches an Stelle des Königsberger Stadtschlosses nun schon einige Jahrzehnte das Stadtzentrum verschandelt. Die gleiche Anzahl der Bürger ist, einer aktuellen Umfrage nach dafür, das alte Stadtschloss wieder zu errichten.
Quelle: http://rugrad.eu/news/529467/

Erst vergangene Woche hatte ich als „StartThema“ das Drogenproblem in Kaliningrad erwähnt und die rethorische Frage gestellt, woher denn das Rauschgift in unserer isolierten Region kommt. Und prompt fand ich am Montag die Antwort. Kaliningrader Kriminelle vereinbaren über Internet Deals mit Händlern in den Niederlanden. Sie mieten ein Fahrzeug, fahren dorthin, kaufen die Ware und in einem besonders vorbereiteten Versteck im Auto wurden, wie in diesem Fall, 2,5 kg. Rauschgift nach Kaliningrad verbracht. Dort erwartete man schon die Lieferung – allerdings nicht die Kunden, sondern die dafür zuständigen Organe. Nun haben beide Kuriere zusammen 14 Jahre Zeit in einer kostenfreien staatlichen Unterkunft nachzudenken, ob sie später vielleicht den Handelsgegenstand doch lieber ändern sollten.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22542-z ... -vosem-let

Im ersten Halbjahr 2012 überquerten 1,7 Mio. Menschen die Polnisch-Russische Grenze. Durch die polnischen Grenzpassagiere werden im wesentlichen Benzin und Zigaretten in Kaliningrad gekauft. Und eben diese Vielzahl der sogenannten „Ameisen“ stellt eine erhebliche Behinderung des normalen Grenzverkehrs dar.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22540-p ... go-biznesa

Die russische Fluggesellschaft „TransAero“ nimmt den Flugbetrieb zwischen Kaliningrad und Moskau auf. Beginnend am 29.10.2012, fliegt die Airline dreimal wöchentlich diese Strecke. Der billigste Tarif für Hin- und Rückflug beträgt rund 200 Euro (Anm. UN: Also so viel, wie ich für die Strecke Kaliningrad-Riga-Hamburg und zurück bezahle).
Quelle: http://www.klops.ru/news/Turizm/59435/A ... ngrad.html

Aus „Alt“ mach „Neu“. In Kaliningrad soll das alte, im Sozialismus bewährte, System der Altpapierabgabe wieder belebt werden. Kauf ein Buch und gib Altpapier ab – so der Slogan. Es wurde eine spezielle Internetseite geschaffen, wo jeder, der am Schutz der Umwelt interessiert ist, den für ihn am günstigsten gelegenen Abgabepunkt herausfinden kann. Zum heutigen Zeitpunkt gibt es vorerst 18 Annahmestellen.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/594 ... aturu.html

Die Kriegsvergangenheit des Königsberger Gebietes holt die Kaliningrader täglich ein. Wie schon öfter gemeldet, wird fast täglich in Kaliningrad einzelne Munition oder ganze Munitionslager mit deutschen Vorräten gefunden. Nun kommt ein weiteres trauriges Kapitel hinzu. Auf dem Gelände des Kaliningrader Krankenhauses (auch schon zu deutschen Zeiten ein Krankenhaus) wurde nun ein unbekannter Friedhof mit den sterblichen Überresten von fast 3.000 deutschen Zivilisten gefunden, die in den Jahren 1945/46 an verschiedenen Infektionskrankheiten verstarben. Nun wird eine Umbettung auf den internationalen Friedhof in Kaliningrad im kommenden Jahr geplant.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/594 ... lovek.html

2013 werden die Ruinen des Königsberger Stadtschlosses mit einer Glaskuppel überdacht. Die Kosten hierfür werden auf 35 Mio. Rubel (875.000 Euro) veranschlagt. Außer der Kuppel wird ein Drenagesystem angelegt, eine Aussichtsplattform und ein Museumspavillion.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22565-v ... ym-kupolom

Die russische Firma „General Satelit“ plant den Bau einer Ministadt in Gussew. Die Firma beschäftigt sich mit der Produktion von TV-Ausrüstung im System Bezahl-TV. In dieser Ministadt sollen Beschäftigte wohnen und arbeiten. Der Investitionsumfang beläuft sich auf rund 25 Milliarden Rubel (625 Mio. Euro). Nach Aussage des Verantwortlichen, wird die Stadt Gussew in spätestens fünf Jahren ein völlig anderes Gesicht haben und ein neues Image ausstrahlen.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22569-v ... -innovacij

Und noch einmal zu traurigen Ereignissen der Geschichte. Während Bauarbeiten, auf dem Gebiet eines Kindergartens in Kaliningrad, wurden die sterblichen Überreste eines deutschen Soldaten gefunden. Die Identität des Gefallenen konnte festgestellt werden. Deutsche Organisationen haben nun alle weiteren Arbeiten übernommen.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22586-n ... go-soldata

Die polnische Stadt Elblong hat in Kaliningrad eine Vertretung eröffnet. Diese Vertretung soll für eine Aktivierung der wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen ihren Beitrag leisten und stellt eine Ergänzung der Arbeit des polnischen Generalkonsulates dar.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22578-g ... o-na-karte

Bis Jahresende sollen in Kaliningrad für rund eine halbe Million Rubel 5 öffentliche Treppen instandgesetzt werden. Bürger haben sich schon lange über den Zustand beschwert. (Anm. UN: Das gibt mir die Hoffnung, dass man dann in der Stadt schneller nach oben steigen kann, denn dafür sind Treppen ja bestimmt. Allerdings kommt man auch schneller wieder nach unten …).
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/595 ... s-rub.html

Litauen hat die Vereinbarung über den Bau einer neuen Grenzbrücke über den Fluss Neman in Sowjetsk ratifiziert. Somit wird die neue Brücke zukünftig für den Fahrzeugverkehr bestimmt sein und die alte Königin-Luise-Brücke wird nur noch durch Fußgänger genutzt. Die Brücke wird mit russischen und Geldern der Europäischen Union gebaut. Eigentümer der Brücke ist Russland.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/22613-l ... v-sovetske

Erstmals in Kaliningrad findet ein Flohmarkt statt. An diesem Wochenende haben die Kaliningrader erstmals die Gelegenheit alles das, was sie nicht mehr benötigen, gegen einen geringen Mietbeitrag, auf dem Platz neben dem Haus der Räte zu verkaufen. Hoffen wir, das die Organisation dieses Flohmarktes so erfolgt, dass er vielleicht auch auf lange Sicht gesehen eine Attraktion für Touristen sein kann.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/596 ... vetov.html

Uwe Niemeier

Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 39-2012

Verfasst: 01 Okt 2012, 10:42
von Dietrich
domizil hat geschrieben:Die russische Fluggesellschaft „TransAero“ nimmt den Flugbetrieb zwischen Kaliningrad und Moskau auf. Beginnend am 29.10.2012, fliegt die Airline dreimal wöchentlich diese Strecke. Der billigste Tarif für Hin- und Rückflug beträgt rund 200 Euro (Anm. UN: Also so viel, wie ich für die Strecke Kaliningrad-Riga-Hamburg und zurück bezahle).
Also 200€ für Hin- und Rückflug finde ich doch ganz O.K., wenn es denn wirklich die Endpreise sind und nicht noch durch diverse Taxes und Fees dann doch wieder 400€ darauf werden. Oder meinst du für eine Richtung?

Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 39-2012

Verfasst: 01 Okt 2012, 13:01
von domizil
... 200 Euro ist der billigste Tarif der angeboten wird (Hin- und Rückflug). In der Regel gibt es davon 2 - 3 Tickets zu diesem Tarif, alles andere schaukelt sich dann hoch ...
Uwe Niemeier

Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 39-2012

Verfasst: 01 Okt 2012, 13:09
von GastroService
ich finde solche "Lock-Preise" ist in den Mengen, in denen sie angeboten werden, UNLAUTERER WETTBERWERB. Der EH muss auch seine Angebotsware in einer bestimmten Groessenordung vorhalten, dann sollten die Airlins nicht mit 2 oder 5 Billigtickets davon kommen
[protest]

Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 39-2012

Verfasst: 01 Okt 2012, 13:22
von domizil
GastroService hat geschrieben:ich finde solche "Lock-Preise" ist in den Mengen, in denen sie angeboten werden, UNLAUTERER WETTBERWERB.
.... 956.500 Kaliningrader stimmen Dir zu.
Uwe Niemeier

Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 39-2012

Verfasst: 01 Okt 2012, 15:01
von Dietrich
Ich verstehe die Aufregung gar nicht.
Oder ist es klar erwiesen, dass durch den Wegfall der (zu) wenigen Lockangebote der Rest der Tickets dann viel viel billiger wäre?
Im Endeffekt zählt für die Kaufentscheidung doch der zu zahlende Preis und nicht das schon vergriffene Lockangebot. Und da muss es dann eben stimmen...

Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 39-2012

Verfasst: 01 Okt 2012, 15:40
von m1009
domizil hat geschrieben:
GastroService hat geschrieben:ich finde solche "Lock-Preise" ist in den Mengen, in denen sie angeboten werden, UNLAUTERER WETTBERWERB.
.... 956.500 Kaliningrader stimmen Dir zu.
Uwe Niemeier
Genau... :lol:

8200 - 8500 Rub kostet MOW - KGD - MOW Airline uebergreifend in Economy.... ob da 200EUR gleich ein Lock-Preis ist? :roll:

Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 39-2012

Verfasst: 01 Okt 2012, 15:42
von pippie
GastroService hat geschrieben:ich finde solche "Lock-Preise" ist in den Mengen, in denen sie angeboten werden, UNLAUTERER WETTBERWERB. Der EH muss auch seine Angebotsware in einer bestimmten Groessenordung vorhalten, dann sollten die Airlins nicht mit 2 oder 5 Billigtickets davon kommen
[protest]
Ich finde die Lockangebote von Aldi, Lidl, Penny und wie sie alle heißen, in den Mengen wie sie angeboten werden, auch als UNLAUTEREN WETTBEWERB. Oder ist es da keiner, weil es alle so machen?

Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 39-2012

Verfasst: 01 Okt 2012, 16:36
von Dietrich
pippie hat geschrieben:Ich finde die Lockangebote von Aldi, Lidl, Penny und wie sie alle heißen, in den Mengen wie sie angeboten werden, auch als UNLAUTEREN WETTBEWERB. Oder ist es da keiner, weil es alle so machen?
Also bei uns sind die meisten Angebote auch am nächsten Tag immer noch im ALDI oder LIDL zu bekommen. Wenn es sich allerdings z.B. um Kinderschuhe handelt, dann kann es allerdings auch mal nach einer Stunde in bestimmten Märkten keine mehr geben.
Ansonsten ist das aber wirklich besser geworden. Wenn ich da an die Geschichten mit dem ersten ALDI-Rechner damals denke.... 200 Leute vor dem Laden und 5 Rechner in der Filiale, von denen sich die Mitarbeiter schon 3 reserviert hatten....

Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 39-2012

Verfasst: 01 Okt 2012, 18:54
von pippie
Dietrich hat geschrieben: ...Wenn ich da an die Geschichten mit dem ersten ALDI-Rechner damals denke.... 200 Leute vor dem Laden und 5 Rechner in der Filiale, von denen sich die Mitarbeiter schon 3 reserviert hatten....
Das ist bei uns immer noch so. Ob das Handys oder andere Elektronik ist, wenn du bei Ladenöffnung nicht unter den ersten 5 bist, vergiß es.