Verpflichtungserklärung benötigt ja oder nein?
Verfasst: 18 Okt 2012, 21:27
Hallo liebe Russlandkenner,
ich hoffe sehr, dass Ihr mir bei der Einschätzung helfen könnt, wann ein russischer Staatsbürger für ein Besuchsvisa eine Verpflichtungserklärung von mir benötigt oder er die deutsche Botschaft problemlos selbst von der Erteilung überzeugen kann.
Vorgeschichte:
Ich habe Ende 2011 bei einem Moskau-Aufenthalt eine junge Russin kennengelernt und mit Ihr einen Abend/Nacht verbracht. Nach meiner Abreise sind wir über Telefon/Skype in regelmäßigem Kontakt geblieben. Nachdem ich geplant hatte, sie im kommenden Januar wieder in Moskau zu besuchen, habe ich Ihr vor ein paar Monaten ebenfalls erzählt, dass ich plane durch Thailand und Malaysia zu reisen. Daraufhin hat Sie entschieden ebenfalls zeitgleich dort hinzufliegen. Wir sind dann vor einem Monat insgesamt 9 Tage dort zusammengereist. Wie ein Paar.
Nun möchte Sie mich gerne schon nächsten Monat für ein paar Tage in Deutschland besuchen kommen und solange bei mir wohnen. Das würde mich natürlich sehr freuen. In diesem Zusammenhang bittet Sie mich um die Zusendung einer Verpflichtungserklärung, weil dies die Erteilung eines Visums der deutschen Botschaft für Sie als junge und ledige Frau wohl extrem vereinfachen würde. Des Weiteren sagt Sie bzw. das Sie beratende Visabüro, dass es nicht sicher sei, dass Sie ohne dieses Dokument ein Visum bekommen würde.
Ich habe mir nun meiner Meinung nach genau durchgelesen, was eine solche Verpflichtungserklärung bedeutet bzw. bedeuten kann. Welche Risiken – wie unwahrscheinlich auch immer - damit verbunden sind, welche davon man problemlos und günstig absichern kann (Kranken-, Haft-, Unfallversicherung) und welche nicht. Im Anschluss bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich persönlich mit einer solchen Bürgschaft grundsätzlich ein grosses Problem (schlechtes Gefühl) habe. Das ich eine solche Erklärung selbstverständlich für Angehörige oder langjährige Freunde abgeben würde. Für andere Menschen jedoch entweder gar nicht oder nur im absoluten Notfall. Darunter fallen für mich auch Frauen die mir zwar sehr viel bedeuten, mit denen ich in meinem Leben allerdings erst 10 Tage verbracht habe.
Nun muss ich zwar gestehen, dass ich mir nicht im Geringsten vorstellen kann, welche der nicht versicherbaren Risiken Sie mir im schlimmsten Fall bereiten sollte (z.B. Untertauchen in Deutschland?, Abschiebekosten?, Haftkosten?). Sie hat Ihrer eigenen Aussage nach ein abschlossenes Wirtschaftsstudium, einen mit 3.000Dollar monatlich gut bezahlten Job bei einer amerikanischen IT-Firma in Moskau, eine Wohnung in Moskau, und ein Auto. Auch wenn ich das nicht mit eigenen Augen gesehen habe, habe ich so wie ich Sie kennenlernen durfte und Sie in Asien erlebt habe, keinen Anlass daran zu zweifeln. Ihr LinkedIn-Profil spiegelt dies wieder. Ihr Social-Network Profil zeigt welch andere Reisen Sie schon unternommen hat. Ich find Sie in jeder Hinsicht sehr vertrauenswürdig. Vorallem gibt es für Sie z.B. doch keinen Grund bzw. 10 einfachere Wege in Deutschland unterzutauchen, wenn Sie das wollte.
Gleichzeitig habe ich bei einer solchen Verpflichtungserklärung, die sich vor allem zeitlich so gut wie gar nicht beschränken lässt, ein schlechtes Bauchgefühl.
Ich habe mir durchgelesen, was die deutsche Botschaft in Moskau zur Visumserteilung (Besuchsreise) verlangt (siehe Link):
http://www.moskau.diplo.de/contentblob/ ... reisen.pdf
- Einladungsschreiben
- Nachweis über die Finanzierung der Reise (z.B. Verflichtungserklärung)
- Nachweise über die Rückkehrwilligkeit in die Russische Föderation
Nun endlich zu meiner Frage:
Reicht es nicht aus, wenn ich Ihr ein informelles Einladungsschreiben + deutschee Versicherungspolicen zusende, damit Sie ein Visum erhält und bei mir wohnen kann? Sie wird mit Ihren folgenden dokumentarisch belegbaren Eckdaten, doch in der Lage sein, die deutsche Botschaft selbst zu überzeugen, oder nicht?
- festes Arbeitsverhältnis in Moskau mit 2000-3000 US-Dollar monatlichem Gehalt (Arbeitsvertrag, Gehaltsabrechnungen).
- Wohnung, Auto und Familie in Moskau.
- bereits selbst gekaufte Tickets für Hin- und Rückflug.
Ich wäre wirklich sehr dankbar, wenn mir hier einer von euch helfen könnte ein Gefühl zu entwickeln. Ich möchte auf jeden Fall das Sie mich besuchen kann und Ihr kein falsches Signal geben, aber auch nicht unnötigerweise irgendwelche Haftungsrisiken eingehen für Gegebenheiten die ich nicht beeinflussen kann und die sich nicht beziffern lassen.
Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe.
westmondelle
ich hoffe sehr, dass Ihr mir bei der Einschätzung helfen könnt, wann ein russischer Staatsbürger für ein Besuchsvisa eine Verpflichtungserklärung von mir benötigt oder er die deutsche Botschaft problemlos selbst von der Erteilung überzeugen kann.
Vorgeschichte:
Ich habe Ende 2011 bei einem Moskau-Aufenthalt eine junge Russin kennengelernt und mit Ihr einen Abend/Nacht verbracht. Nach meiner Abreise sind wir über Telefon/Skype in regelmäßigem Kontakt geblieben. Nachdem ich geplant hatte, sie im kommenden Januar wieder in Moskau zu besuchen, habe ich Ihr vor ein paar Monaten ebenfalls erzählt, dass ich plane durch Thailand und Malaysia zu reisen. Daraufhin hat Sie entschieden ebenfalls zeitgleich dort hinzufliegen. Wir sind dann vor einem Monat insgesamt 9 Tage dort zusammengereist. Wie ein Paar.
Nun möchte Sie mich gerne schon nächsten Monat für ein paar Tage in Deutschland besuchen kommen und solange bei mir wohnen. Das würde mich natürlich sehr freuen. In diesem Zusammenhang bittet Sie mich um die Zusendung einer Verpflichtungserklärung, weil dies die Erteilung eines Visums der deutschen Botschaft für Sie als junge und ledige Frau wohl extrem vereinfachen würde. Des Weiteren sagt Sie bzw. das Sie beratende Visabüro, dass es nicht sicher sei, dass Sie ohne dieses Dokument ein Visum bekommen würde.
Ich habe mir nun meiner Meinung nach genau durchgelesen, was eine solche Verpflichtungserklärung bedeutet bzw. bedeuten kann. Welche Risiken – wie unwahrscheinlich auch immer - damit verbunden sind, welche davon man problemlos und günstig absichern kann (Kranken-, Haft-, Unfallversicherung) und welche nicht. Im Anschluss bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich persönlich mit einer solchen Bürgschaft grundsätzlich ein grosses Problem (schlechtes Gefühl) habe. Das ich eine solche Erklärung selbstverständlich für Angehörige oder langjährige Freunde abgeben würde. Für andere Menschen jedoch entweder gar nicht oder nur im absoluten Notfall. Darunter fallen für mich auch Frauen die mir zwar sehr viel bedeuten, mit denen ich in meinem Leben allerdings erst 10 Tage verbracht habe.
Nun muss ich zwar gestehen, dass ich mir nicht im Geringsten vorstellen kann, welche der nicht versicherbaren Risiken Sie mir im schlimmsten Fall bereiten sollte (z.B. Untertauchen in Deutschland?, Abschiebekosten?, Haftkosten?). Sie hat Ihrer eigenen Aussage nach ein abschlossenes Wirtschaftsstudium, einen mit 3.000Dollar monatlich gut bezahlten Job bei einer amerikanischen IT-Firma in Moskau, eine Wohnung in Moskau, und ein Auto. Auch wenn ich das nicht mit eigenen Augen gesehen habe, habe ich so wie ich Sie kennenlernen durfte und Sie in Asien erlebt habe, keinen Anlass daran zu zweifeln. Ihr LinkedIn-Profil spiegelt dies wieder. Ihr Social-Network Profil zeigt welch andere Reisen Sie schon unternommen hat. Ich find Sie in jeder Hinsicht sehr vertrauenswürdig. Vorallem gibt es für Sie z.B. doch keinen Grund bzw. 10 einfachere Wege in Deutschland unterzutauchen, wenn Sie das wollte.
Gleichzeitig habe ich bei einer solchen Verpflichtungserklärung, die sich vor allem zeitlich so gut wie gar nicht beschränken lässt, ein schlechtes Bauchgefühl.
Ich habe mir durchgelesen, was die deutsche Botschaft in Moskau zur Visumserteilung (Besuchsreise) verlangt (siehe Link):
http://www.moskau.diplo.de/contentblob/ ... reisen.pdf
- Einladungsschreiben
- Nachweis über die Finanzierung der Reise (z.B. Verflichtungserklärung)
- Nachweise über die Rückkehrwilligkeit in die Russische Föderation
Nun endlich zu meiner Frage:
Reicht es nicht aus, wenn ich Ihr ein informelles Einladungsschreiben + deutschee Versicherungspolicen zusende, damit Sie ein Visum erhält und bei mir wohnen kann? Sie wird mit Ihren folgenden dokumentarisch belegbaren Eckdaten, doch in der Lage sein, die deutsche Botschaft selbst zu überzeugen, oder nicht?
- festes Arbeitsverhältnis in Moskau mit 2000-3000 US-Dollar monatlichem Gehalt (Arbeitsvertrag, Gehaltsabrechnungen).
- Wohnung, Auto und Familie in Moskau.
- bereits selbst gekaufte Tickets für Hin- und Rückflug.
Ich wäre wirklich sehr dankbar, wenn mir hier einer von euch helfen könnte ein Gefühl zu entwickeln. Ich möchte auf jeden Fall das Sie mich besuchen kann und Ihr kein falsches Signal geben, aber auch nicht unnötigerweise irgendwelche Haftungsrisiken eingehen für Gegebenheiten die ich nicht beeinflussen kann und die sich nicht beziffern lassen.
Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe.
westmondelle