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KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 43-2012

Verfasst: 28 Okt 2012, 09:49
von domizil
Stadt- und Gebietsportal Kaliningrad im RusslandForum
Kaliningrad – Stadt mit deutscher Geschichte und russischer Zukunft
Wöchentliche Kurznachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
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AUSRICHTERSTADT DER FUSSBALL - WELTMEISTERSCHAFT 2018
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Nach Meinung des Kaliningrader Senators im Föderationsrat Wlasenko, muss Kaliningrad für seine Entwicklung die Erfahrungen nutzen, die andere Gebiete in der Welt mit einem exterritorialen Status bereits gesammelt haben. Politische Vorstellungen nannte er als Hauptproblem bei der Arbeit mit diesen spezifischen Gebieten. Als Beispiel nannte er Hongkong. Das Gebiet hat sehr ähnliche Bedingungen wie Kaliningrad und entwickelt sich dank der Dienstleistungen die es anbietet. Der Senator empfahl der russischen und Kaliningrader Regierung mutige Schritte zu unternehmen, und rief die Kaliningrader Bevölkerung auf, nicht nur über die schwierigen ökonomischen Bedingungen zu jammern.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23277-s ... h-ostrovov

Seit Monaten wird das neue Transportschema der Stadt Kaliningrad heiß diskutiert und man kommt zu keiner endgültigen Entscheidung. Scheibchenweise werden Vorstellungen in der Presse veröffentlicht. Eine dieser „Scheibchen“ besagt nun, das man in der Stadt 50.000 Parkplätze für PKW schaffen will. Die Stadt selber ist nun mittlerweile fast ganztätig ein einziger Stau. Deshalb will man rings um das Stadtzentrum Parkplätze anlegen und den öffentlichen Nahverkehr entwickeln. Zurzeit gibt es nur vier Parkhäuser im Stadtzentrum – zu Preisen die die Kaliningrader nicht zufriedenstellt. Wo man allerdings rings um das Stadtzentrum 50.000 Parkplätze für PKW schaffen will ist mir, als Kenner und Fußgänger in der Stadt Kaliningrad, nicht ganz klar. Aber ich bin auch kein Spezialist. (Siehe auch Kommentar der Woche)
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23199-v ... syach-mest

Im Rahmen des in der vergangenen Woche stattgefundenen internationalen Umweltforums in Kaliningrad, wurde die ökologische Situation und die Folgen für das Kaliningrader Gebiet, aber auch für die Anliegerstaaten besprochen. Für die Verbesserung der ökologischen Situation werden dem Gebiet im Zeitraum 2012-2016 insgesamt 23 Mrd. Rubel (575 Mio. Euro) zur Verfügung gestellt.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23235-n ... lrd-rublej

Das Deutsche Generalkonsulat kann auf eine beachtliche Steigerung der bearbeiteten und ausgegebenen Visa verweisen. Im Jahre 2011 wurden 22.000 Visa ausgestellt, in diesem Jahr werden es 25.000 sein. Zu diesen Ziffern muss noch ergänzt werden, das es vor dem Generalkonsulat keinerlei Warteschlangen gibt und keine aufgedrängelte „Infrastruktur“ – dies im Unterschied zu anderen diplomatischen Vertretungen in Kaliningrad. Während Polen die Eröffnung von weiteren 34 Annahmestellen für Visa in Kaliningrad bis Jahresende vornehmen wird, wird das deutsche Generalkonsulat die Bearbeitung der Visaanträge ohne Fremddienstleistungen in gewohnter Qualität und in kurzer Zeit vornehmen können.
Ich erinnere, dass der neue Generalkonsul Dr. Krause im September seine Arbeit in Kaliningrad aufgenommen hat. Im Rahmen eines Treffens mit dem Gouverneur unterstrich er seine Absicht, insbesondere die ökonomischen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland zu entwickeln. Die Fußball-WM2018 ist hierfür willkommener Anlass.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/607 ... budem.html

MAGNA und BMW haben eine engere Zusammenarbeit im Rahmen des Kaliningrader Automobil-Klaster beschlossen. Der Präsident von Avtotor, in dessen Rahmen diese Zusammenarbeit stattfindet, unterstrich die historische Bedeutung dieser Vereinbarung, nicht nur für die Holding, sondern auch für das Kaliningrader Gebiet. Ich erinnere an vorangegangene Meldungen über den Bau von 21 Fabriken auf einer Fläche von 1.000 ha und einer neuen Stadt für 50.000 Bewohner auf dem Kaliningrader Gebiet und der Entwicklung des Automobilsektors, Nanotechnologie, dem Bau eines internationalen Ausbildungszentrums und weiterer Projekte.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23274-a ... ogo-goroda

Kaliningrad benötigt eine Müllaufbereitungsanlage für 250.000 Tonnen jährlich. Spezialisten aus St. Peterburg stellten neue Varianten der Müllaufbereitung vor. Der Bau dieser Anlage benötigt zwei Jahre und amortisiert sich im Verlaufe von fünf Jahren. Die vorgeschlagene Variante ist das modernste was zum jetzigen Zeitpunkt auf dem Markt angeboten wird und übersteigt den ökologischen Effekt westlicher Anlagen.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23283-e ... h-tonn-tbo

Der Gouverneur des Kaliningrader Gebietes, N. Zukanov bat die Holding „Avtotor“ mit dem Lego-Prinzip aufzuhören. Im Zusammenhang mit der geplanten Entwicklung der Holding ist es wichtig, mehr und mehr zu einem vollständigen Produktionszyklus überzugehen und nicht nur im Ausland produzierte Teile in Kaliningrad zusammenzusetzen. Die bisherige Produktveredelung (15% Produktionsanteil) nannte er primitiv.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23275-c ... ktory-lego

Zur Amtseinführung des neu gewählten Bürgermeisters ist Dress-Kultur gefordert. Erstmalig wurden die Journalisten, Fotografen und Kamerateams aufgefordert, ebenfalls in weißem Hemd und kulturvoller Bekleidung zu erscheinen. Vor Einlass wird die Einhaltung dieser Forderung kontrolliert und den Leuten der Zugang verwehrt, die die Kleidungsetikette nicht einhalten.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/polit ... sskod.html

Die Kaliningrader Regierung will in den nächsten Jahren 17 Mio. Rubel (425.000 Euro) für die Bekämpfung des Alkoholproblems ausgeben. Der absolute Alkoholverbrauch der Kaliningrader überschreitet den russischen Durchschnitt. 11,1 Liter reinen Sprit pro Person im Jahre 2011. International wird davon gesprochen, dass bei 8 Ltr. Spritverbrauch die unumkehrbare Veränderung der Persönlichkeit beginnt.
Quelle: http://rugrad.eu/news/552623/

Offiziell sind in Kaliningrad 11.000 Alkoholiker registriert, davon sind 2.624 Frauen und 11 Minderjährige. Im Jahre 2011 starben 460 Menschen durch Alkohol-Überdosierung
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/commu ... likov.html

Die schönste Frau Russlands „Miss Russland“ kommt aus Kaliningrad. Auf Malta, im Rahmen des internationalen Schönheitswettbewerbes wurde auch Miss Russland gewählt. Inna Shirkowa wird nun in einem Film mitspielen. Der Schönheitswettbewerb ist Teil einer Reihe von Wohltätigkeitsveranstaltungen mit dem Ziel bei der Lösung von Problemen junger Mütter zu helfen.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23292-i ... is-rossiya

Uwe Niemeier

Kaliningrad: Thema der Woche

An dieser Stelle wird durch mich ein Kaliningrader Thema etwas ausführlicher dargestellt oder kommentiert. Weitere Kommentare zu Kaliningrad finden Sie auch in meinem BLOG „… mit deutschem Akzent“ – im Bemühen, wöchentlich einen neuen Beitrag dort zu schreiben.
http://www.blog.aktuell.ru/category/kal ... em-akzent/

„Probka“ oder zu Deutsch „Stau“ – nicht nur auf den Straßen, sondern auch bei Entscheidungen

Spätestens seit 2006 macht Kaliningrad der Stadt Moskau ernsthafte Konkurrenz. Die Frage, wer die längsten Staus hat, kann nun schon nicht mehr so einfach zugunsten Moskaus beantwortet werden. Einerseits ist es erfreulich, dass in Kaliningrad viel gebaut wird und die Wohnungsnot sich somit verringert und die Inhaber der Baufirmen zu Oligarchen mutieren. Aber alles was die Infrastruktur anbelangt, die eigentlich organisch mitwachsen müsste – da hat Kaliningrad seinen Königsberger Charme bewahrt. Schmale gemütliche Straßen mit teilweise historischen Pflastersteinen, Bäume die malerisch die Straßen und nicht immer schönen Häuserfassaden überdecken …
In regelmäßigen Abständen wird das Transportschema der Stadt überarbeitet. Noch vor zwei Jahren behauptete man, dass die seit 20 Jahren unvollendete Brücke über den Moskauer Prospekt viele Verkehrsprobleme lösen wird. Nun ist die Brücke endlich in Nutzung überführt und links und rechts der Brücke gibt es sogar eine Anschlussstraße – und trotzdem werden die Staus nicht kürzer.
Nun wird aber mit starkem Willen an der Lösung des Problems gearbeitet. Eine weißrussische Firma hat die Aufgabe erhalten für ein paar lächerliche Millionen ein perfektes Transportschema für die Stadt zu erarbeiten.
Scheibchenweise werden Ergebnisse veröffentlicht und von den hunderttausenden Kaliningrader Spezialisten in der Luft zerrissen. Es stellt sich – kurz gesprochen – heraus, dass die weißrussische Firma doch nicht den Vorstellungen der Stadtverantwortlichen entspricht – das stellte man nach über einem Jahr Arbeit fest. Aber auch die Spezialisten aus Weißrussland stellten etwas fest. Es gibt in Kaliningrad nicht, wie in anderen Städten üblich, einen Verantwortlichen für die Transport-Infrastruktur. Der Generaldirektor der Consultingfirma bemerkte, dass es Unmengen von Verwaltungsangestellten gibt, die alle eine Meinung haben, aber keiner will etwas tun oder Verantwortung übernehmen. Und nun hat sich auch noch die KANT-Universität mit kritischen Anmerkungen eingemischt. Ich will auf keinen Fall die Weißrussen in Schutz nehmen, aber das Klima für eine vernünftige Arbeit scheint wohl nicht sehr gesund zu sein.
Und flugs tritt nun auch der Kaliningrader Gouverneur auf die Theaterbühne. Als man die Weißrussen mit der Erarbeitung des Transportschemas für die Stadt beauftragte, war noch nicht bekannt, das Kaliningrad Ausrichterstadt für die Fussball-WM2018 wird. Und dieses Ereignis verändert nun alles und deshalb muss das ganze Transportschema nochmal völlig neu erarbeitet werden. Und da man den Weißrussen nicht mehr so richtig traut, soll nun eine französische Firma die Arbeit der Weißrussen kritisch unter die Lupe nehmen und einen eigenen Entwurf vorlegen. 5,5 Mio. Rubel für die Weißrussen sind also erst mal in den Sand gesetzt – wenn sie denn bezahlt werden …
Nun haben die Franzosen vor wenigen Tagen ihren ersten Entwurf vorgelegt. Warum wundert es mich nicht, dass die Franzosen empfehlen das Straßenbahnsystem wieder einzuführen? Und schon taucht eine weitere ausländische Firma auf, die den ganzen administrativen Teil (Ticketverkauf usw.) umbauen will. Und dann kommen noch weitere Firmen, die alle irgendwas machen wollen – auch deutsche Firmen – mir schwirrt schon der Kopf und ich verstehe gar nichts mehr. Und wenn ich die Informationen weiterlese wird mir dann doch einiges klarer. Man hatte schon längst den Entschluss gefasst die Straßenbahn in Kaliningrad zu reanimieren. Und selbstverständlich haben sich die ausländischen Beraterfirmen diesen Vorstellungen sofort adaptiert. Denn der Aufbau der Straßenbahn in Kaliningrad ist eine riesige Arbeit mit riesig viel finanziellem Aufwand. Allerdings hatte ich in allen Beiträgen keinerlei Hinweis gefunden, wo denn die Millionen und Milliarden herkommen, um diesen Traum zu erfüllen. Aber spätestens 2018 werden wir es wissen.

Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23170-d ... k-chm-2018
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23172-c ... belorusami

Uwe Niemeier

Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 43-2012

Verfasst: 29 Okt 2012, 14:04
von Jenenser
domizil hat geschrieben: „Probka“ oder zu Deutsch „Stau“ – nicht nur auf den Straßen, sondern auch bei Entscheidungen
Eine weißrussische Firma hat die Aufgabe erhalten für ein paar lächerliche Millionen ein perfektes Transportschema für die Stadt zu erarbeiten.
...es gibt wohl in ganz Russland keine geeigneten Spezialisten?
domizil hat geschrieben: Aber auch die Spezialisten aus Weißrussland stellten etwas fest. Es gibt in Kaliningrad nicht, wie in anderen Städten üblich, einen Verantwortlichen für die Transport-Infrastruktur. Der Generaldirektor der Consultingfirma bemerkte, dass es Unmengen von Verwaltungsangestellten gibt, die alle eine Meinung haben, aber keiner will etwas tun oder Verantwortung übernehmen.
Eine Verantwortung trägt der Chef des städtischen Nahverkehrs, die Hauptverantwortung nach meiner Meinung der (wiedergewählte) Bürgermeister. Man kann in der ganzen Welt beobachten, ob der städtische Nahverkehr eher stiefmütterlich behandelt wird oder aber effizient funktioniert. Kaliningrad und Fußball WM 2018, da bleibt eigentlich nicht mehr viel Zeit für ellenlange Diskussionen. Da bin ich mir sicher, dass irgendwann noch andere Leute eingreifen, die noch weit höher über dem Bürgermeisteramt und dem Gouverneur des Kaliningrader Gebietes stehen. Es geht mit der Fußballgeschichte schließlich um den gesamten Ruf Russlands in der Welt.
domizil hat geschrieben: Man hatte schon längst den Entschluss gefasst die Straßenbahn in Kaliningrad zu reanimieren.
Es spricht eigentlich nichts dagegen, dass die Straßenbahn zum Beispiel wieder durch die Gorkistraße fährt. So schön, wie die neuen O-Busse sind, sie bleiben doch mit den Autos im Stau stecken.

domizil hat geschrieben: Denn der Aufbau der Straßenbahn in Kaliningrad ist eine riesige Arbeit mit riesig viel finanziellem Aufwand. Allerdings hatte ich in allen Beiträgen keinerlei Hinweis gefunden, wo denn die Millionen und Milliarden herkommen, um diesen Traum zu erfüllen. Aber spätestens 2018 werden wir es wissen.
Die anfallenden Infrastrukturprobleme in Vorbereitung der WM im Bereich Übernachten, Einkauf werden von privaten Investoren gelöst. Im Bereich Stadttransport tragen die Kosten wohl ausschließlich die Stadt, das Gebiet und es kommt mit Sicherheit eine massenhafte Unterstützung aus dem Staatshaushalt. Übrigens gehen bis dahin noch 6 ganze Jahre ins Land. Gern beobachte ich die Entwicklung mit. Unser Wissensstand wird also bis 2018 kontinuierlich wachsen.

Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 43-2012

Verfasst: 29 Okt 2012, 16:00
von domizil
Jenenser hat geschrieben:Es spricht eigentlich nichts dagegen, dass die Straßenbahn zum Beispiel wieder durch die Gorkistraße fährt. So schön, wie die neuen O-Busse sind, sie bleiben doch mit den Autos im Stau stecken.
... bisher war es in Kaliningrad so, dass die Autofahrer auf dem Gleisbett der Straßenbahn (sofern dies nicht baulich getrennt wurde von der Straße) weitere Fahr- und Überholspuren aufgemacht haben und somit der "Vorteil der Straßenbahn" staufrei zu fahren entfällt - leider ...
Uwe Niemeier
http://www.blog.aktuell.ru/category/kal ... em-akzent/

Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 43-2012

Verfasst: 29 Okt 2012, 18:41
von Jenenser
domizil hat geschrieben: ... bisher war es in Kaliningrad so, dass die Autofahrer auf dem Gleisbett der Straßenbahn (sofern dies nicht baulich getrennt wurde von der Straße) weitere Fahr- und Überholspuren aufgemacht haben und somit der "Vorteil der Straßenbahn" staufrei zu fahren entfällt - leider ...
Der Versuch der Stadtverantwortlichen, die Autos mit einer Bordüre von den Gleisen der Straßenbahn fernzuhalten, geht zum Beispiel in Jekaterinburg aus verschiedenen Gründen regelmäßig schief. http://www.e1.ru/news/spool/news_id-377 ... id-73.html

Es fehlt in Russland auch allgemein ein gewisses Verständnis, dem öffentlichen Nahverkehr den Vortritt zu geben. Ich habe Russen kennen gelernt, die ihre Reiseerlebnisse mit Fotos aus Deutschland ins Netz gestellt haben. Da wird die Perfektion des Nahverkehrs bewundert und gleichzeitig verachtend auf die Situation zu Hause verwiesen. Aber gerade das Reisen bildet und es finden sich tatsächlich irgendwann geeignete Lösungsvarianten.

Wie gestaltet sich eigentlich der Kontakt mit den Partnerstädten Kaliningrads? Auf deutscher Seite lese ich Hamburg und sogar Rostock. Die Zeiten, wo Lebensmittelpäckchen in den Osten geschickt wurden und zum Dank ein Chor nach Westen kam sind doch vorbei. Heute könnte man doch zum Beispiel über den Nahverkehr diskutieren...

Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 43-2012

Verfasst: 30 Okt 2012, 01:43
von domizil
Jenenser hat geschrieben:Ich habe Russen kennen gelernt, die ihre Reiseerlebnisse mit Fotos aus Deutschland ins Netz gestellt haben. Da wird die Perfektion des Nahverkehrs bewundert und gleichzeitig verachtend auf die Situation zu Hause verwiesen.
... ja, völlig richtig. Ähnliches erlebe ich in Kaliningrad jeden Tag, wo mir Einheimische vorschwärmen, wie schön und sauber und ordentlich und korrekt und und und das alles in Deutschland ist. Und ich antworte dann, dass das alles durch die Bürger selber organisiert wird, durch einfache Selbstdisziplin. Dazu bedarf es keiner Gesetze oder staatlicher Aufsicht/Bevormundung usw. Die Deutschen wollen einfach nur schön und ordentlich leben und jeder leistet eben seinen kleinen Beitrag dazu - ist auch ganz leicht in Russland/Kaliningrad umzusetzen - und kostet kein Geld... In der Regel endet dann dieses Gespräch mit einseitigem Schweigen ...
Uwe Niemeier
http://www.blog.aktuell.ru/category/kal ... em-akzent/