KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 47-2012
Verfasst: 25 Nov 2012, 08:55
Stadt- und Gebietsportal Kaliningrad im RusslandForum
AUSRICHTERSTADT DER FUSSBALL – WELTMEISTERSCHAFT 2018
Kaliningrad – Stadt mit deutscher Geschichte und russischer Zukunft
Wöchentliche Kurznachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
……………………………………………………………..…………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
Weitere Infos aus Kaliningrad: http://www.kaliningrad.aktuell.ru
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
In den Jahren 2012 – 2015 werden die Tarife für kommunale Dienstleistungen dreimal schneller wachsen als die Einkommen. Man geht von Preisanpassungen von bis zu 11 % pro Jahr aus, währen die Gehälter im gleichen Zeitraum nur um jährlich bis zu vier Prozent steigen werden. Die Zahl der Bewohner des Kaliningrader Gebietes, welche weniger als das staatlicherseits berechnete Existenzminimum zur Verfügung haben, beläuft sich auf 123.800 Bürger, rund 13,2 Prozent der Bevölkerung. Mit Umsetzung der neuen Tarife wird sich die Zahl der Bedürftigen, nach Meinung der Experten, auf bis zu 25 Prozent erhöhen.
Quelle: http://rugrad.eu/news/557055/
Im Oktober hat, rein statistisch, jeder Kaliningrader bei einem Gang in den Supermarkt 487 Rubel ausgegeben (12 Euro). Das sind 2,2 Prozent mehr als im Vormonat und 5 Prozent mehr als im Oktober des Vorjahres.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/econo ... bley-.html
Arbeitgeber in Kaliningrad melden keine freien Stellen den Arbeitsämtern. Grund ist, dass sie preiswertere Migranten einstellen. Dies betrifft hauptsächlich freie Stellen auf dem Bau. Nun beschäftigt sich die Kaliningrader Staatsanwaltschaft mit diesen Vorgängen.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/621 ... antov.html
Bis Jahresende wird aus dem föderalen Haushalt die notwendige Summe für die Projektierung des neuen Fußballstadions für die Weltmeisterschaften 2018 in den Kaliningrader Gebietshaushalt überwiesen. Die Kosten belaufen sich auf 1,03 Mrd. Rubel (25,7 Mio Euro).
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23887-f ... na-ostrove
In Kaliningrad sind Streitigkeiten entstanden, wem das Grabmal des deutschen Philosophen Emanuel Kant gehört. Versäumnisse der Vergangenheit führen nun zu hektischen Aktionen. Der Korrespondent von Kaliningrad.Aktuell – Thoralf Plath hat in einem ausführlichen Beitrag die Situation gut zusammengefasst.
Quelle: http://www.kaliningrad.aktuell.ru/kalin ... s_387.html
Die angekündigten Pläne der Firma „Avtotor“ werden nun in Kaliningrad Realität. Es wurden Kooperationsabkommen mit der Firma „Magna“ unterschrieben. Thoralf Plath, Korrespondent von Kaliningrad.Aktuell hat einen zusammenfassenden Artikel hinterlegt.
Quelle: http://www.kaliningrad.aktuell.ru/kalin ... d_140.html
Kaliningrad hat in der grenznahen polnischen Stadt Elblong eine Vertretung eröffnet. Diese Vertretung hat die Aufgabe, polnischen Bürgern bei der Organisation einer Touristenreise notwendige Unterstützung zu leisten und für Geschäftsleute notwendige Partner oder Investitionsobjekte zu finden. Die Notwendigkeit der Eröffnung dieser Vertretung wurde besonders im Zusammenhang mit der Einführung des kleinen visafreien Grenzverkehrs unterstrichen.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/commu ... rada-.html
Seit Anfang des Jahres sind in Kaliningrad rund 14.000 neue kleine und mittelständische Firmen gegründet worden. Das ist ein Zuwachs um 14 Prozent. Insgesamt sind somit in Kaliningrad 64.000 Firmen registriert. Zu erwähnen ist, dass es in Kaliningrad einen „Fond für die Unterstützung unternehmerischer Tätigkeit“ gibt. Existenzgründer legen einen Businessplan vor und erhalten, nach Durchlauf gewisser Formalitäten, eine finanzielle Starthilfe vom Staat.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Ehkonomika/621 ... ijtij.html
Der Gesundheitsminister des Kaliningrader Gebietes informierte darüber, das Kaliningrad mit zu den ersten Gebieten gehört, in denen vollwertige Rehabilitationszentren errichtet werden. Die notwendigen Unterstützungen aus dem föderalen Zentrum sind bereits vorhanden. Das geplante Zentrum wird sich in der Stadt Kaliningrad befinden. Das Gebäude ist vorhanden und soll nun, aus bisher nicht bekannten Finanzquellen, auf den notwendigen internationalen Standard gebracht werden.
Quelle: http://rugrad.eu/news/557630/
Der Kaliningrader Gouverneur ist beunruhigt über die große Anzahl von Tadshiken und Usbeken in unserer Stadt. Jeder zweite Bewohner der Stadt ist schon ein „Nichteuropäer“. Der Gouverneur kritisierte in diesem Zusammenhang den Migrationsdienst und örtliche Geschäftsleute. Im Wesentlichen macht sich der Gouverneur Gedanken um die Sicherheit der Stammbewohner der Stadt. Er sprach sich dafür aus, Ukrainer und Weissrussen nach Kaliningrad zu holen. Diese haben einen höheren Qualifizierungsstand.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23905-g ... liningrade
Die Gebietsregierung Kaliningrad hat im April diesen Jahres eine Aktiengesellschaft gegründet. Ziel ist es, Investoren mit notwendigen Grund und Boden sowie Gebäuden zu versorgen und die Erschließung von Grundstücken schlüsselfertig für den Investor vorzubereiten. In der Region Kaluga wird dieses Konzept schon erfolgreich umgesetzt. Lesen Sie bitte hierzu meinen
"Kommentar der Woche"
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/interview/it ... sjo-reshat
Bis zum Jahre 2016 will der Gouverneur alle „Marshrutka“ aus Kaliningrad verbannen. Und bis 2018, dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft soll der gesamte öffentliche Personennahverkehr mit neuer Technik ausgerüstet sein. Auch die Straßenbahn soll in Kaliningrad wieder voll zur Geltung kommen. Überlandbussen wird eine neue Fahrstrecke zugewiesen, so dass diese nicht mehr durch die Straßen Kaliningrads fahren.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23903-c ... marshrutki
Anfang Dezember trifft sich der Kaliningrader Gouverneur mit dem weißrussischen Präsidenten Lukashenko. Zu den Themen des Treffens gehört auch der Gedanke, einen gemeinsamen Hafen in Kaliningrad zu bauen. Dieser Hafen kann dann auch weiterhin im Interesse von Kasachstan genutzt werden (Anm. Russland, Weißrussland und Kasachstan sind in einer Zollunion vereint).
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/econo ... porta.html
Uwe Niemeier
Kaliningrad: Thema der Woche
An dieser Stelle wird durch mich ein Kaliningrader Thema etwas ausführlicher dargestellt oder kommentiert. Weitere Kommentare zu Kaliningrad finden Sie auch in meinem BLOG „… mit deutschem Akzent“ – im Bemühen, wöchentlich einen neuen Beitrag zu schreiben.
http://www.blog.aktuell.ru/category/kal ... em-akzent/
Als ich mich vor wenigen Tagen mit dem neuen deutschen Generalkonsul in Kaliningrad, Herrn Dr. Dr. Krause zu einem Gedankenaustausch traf, gab er mir die Anregung eine Checkliste für Investoren zu erarbeiten, also eine Art Leitfaden (oder auch Leid-Faden – wie man´s möchte) für einen Neuankommer, den er abarbeiten kann um eine Geschäftsidee in Kaliningrad umzusetzen. Nun habe ich schon eine ganze Reihe von Informationsmaterialien erarbeitet, aber so eine Checkliste ist eine nützliche Sache.
Und so begann ich mit den Vorbereitungsarbeiten hierzu. Diese Checkliste würde nicht vollständig sein, wenn ich nicht über die, von der Kaliningrader Gebietsregierung im April dieses Jahres ins Leben gerufene, Aktiengesellschaft „Entwicklungskooperation für das Kaliningrader Gebiet“ berichten würde. (Link zur Internetseite: http://www.kgd-rdc.ru/ )
Als Beispiel für die Gründung dieser Aktiengesellschaft diente Kaluga. Hier wurden diese Gedanken schon vor Jahren geboren und erfolgreich umgesetzt. Worin besteht nun der Sinn? Die Aktiengesellschaft verfügt über Gelder aus dem Gebietsbudget, Kreditgelder von, dem Staat nahe stehenden, Banken, von privaten Geldanlegern. Die Aktiengesellschaft sucht überall im Kaliningrader Gebiet nach Grundstücken um dort Industrieparks zu gründen. Ist so ein Grundstück gefunden wird es durch die Aktiengesellschaft gekauft und durch diese dann mit der notwendigen Infrastruktur ergänzt, d.h. Wasser, Strom, Gas dorthin verlegt, Straßen gebaut, Eisenbahnanschluss – kurz, das Gebiet wird schlüsselfertig gemacht.
Kommen Investoren nach Kaliningrad, die ein geeignetes Grundstück suchen, so wird ihnen das angeboten, was bereits im Besitz der Aktiengesellschaft ist und der Investor kann entscheiden, ob er das Grundstück als Ganzes, oder ein Teilgrundstück kaufen oder pachten will. Die Aktiengesellschaft vermarktet also letztendlich, mit mehrheitlich staatlichen Geldern, das Territorium des Kaliningrader Gebietes, erwirtschaftet irgendwann einen Gewinn. Wie schnell Gewinn erarbeitet wird, hängt natürlich davon ab, wie attraktiv sich Kaliningrad als Standort für die Investoren erweist.
Diese Aktiengesellschaft gibt aber auch weitergehende Unterstützung für Neuankömmlinge. Während es russischen Investoren vermutlich leichter fällt, eine neue Geschäftsidee in Kaliningrad umzusetzen, so fehlt es natürlich ausländischen, sprich deutschen Investoren, an Informationen und Ansprechpartnern. Und hier setzt nun das ein, wovon der neue deutsche Generalkonsul in seinem Interview bei Kaliningrad-Aktuell gesprochen hat: (http://www.kaliningrad.aktuell.ru/kalin ... n_244.html)
… nämlich dem Aufbau eines Business-Netzwerkes in Kaliningrad. Ein enges Zusammenwirken und echte Hilfe in der Praxis müssen dabei das Endziel sein.
Ein deutscher Investor benötigt einen deutschen Ansprechpartner für Start-Up Informationen. Da gibt es bereits einige Möglichkeiten in Kaliningrad. Wenn diese dann engen Kontakt sowohl zum deutschen Generalkonsulat, als der ersten Anlaufadresse haben, zur Gebietsregierung, wie auch zum Bürgermeisteramt und zur genannten Aktiengesellschaft Kontakt halten und den „Neuankömmling“ praktisch zu jedem Partner begleiten, so erhält dieser innerhalb kürzester Zeit alle notwendigen Informationen, um sich für ein Engagement in Kaliningrad zu entscheiden (oder auch nicht).
Wichtig ist, das in Russland berühmt-berüchtigte „Futbollen“ (hin- und herschupsen auf dem Spielfeld) dem Investor zu ersparen. Erfolgt dann, durch die in Kaliningrad vorhandenen deutschen Ansprechpartner, bereits im Vorfeld eine Abstimmung der Interessen mit dem möglichen Investor, reicht eine Woche Aufenthalt in Kaliningrad völlig aus, um zu einer Entschlussfassung zu kommen. Und das wiederum hat den Vorteil, dass sich der Investor nicht beim Migrationsdienst registrieren lassen braucht – Zeit ist Geld.
Und wenn sich Russland und die Europäische Union noch über eine Visafreiheit, sei es auch nur für 72-Stunden als Start bis zur völligen Visafreiheit einigen könnten, so hat der deutsche Investor jederzeit problemlos die Möglichkeit, sich ohne Bürokratie in den Flieger zu setzen und sein Geschäft und sein Geld in Kaliningrad zu kontrollieren. Wovon dann wiederum der deutsche Staat profitiert – in Form von Steuern.
Quelle: Eigenkommentar
Uwe Niemeier
AUSRICHTERSTADT DER FUSSBALL – WELTMEISTERSCHAFT 2018
Kaliningrad – Stadt mit deutscher Geschichte und russischer Zukunft
Wöchentliche Kurznachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
……………………………………………………………..…………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
Weitere Infos aus Kaliningrad: http://www.kaliningrad.aktuell.ru
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
In den Jahren 2012 – 2015 werden die Tarife für kommunale Dienstleistungen dreimal schneller wachsen als die Einkommen. Man geht von Preisanpassungen von bis zu 11 % pro Jahr aus, währen die Gehälter im gleichen Zeitraum nur um jährlich bis zu vier Prozent steigen werden. Die Zahl der Bewohner des Kaliningrader Gebietes, welche weniger als das staatlicherseits berechnete Existenzminimum zur Verfügung haben, beläuft sich auf 123.800 Bürger, rund 13,2 Prozent der Bevölkerung. Mit Umsetzung der neuen Tarife wird sich die Zahl der Bedürftigen, nach Meinung der Experten, auf bis zu 25 Prozent erhöhen.
Quelle: http://rugrad.eu/news/557055/
Im Oktober hat, rein statistisch, jeder Kaliningrader bei einem Gang in den Supermarkt 487 Rubel ausgegeben (12 Euro). Das sind 2,2 Prozent mehr als im Vormonat und 5 Prozent mehr als im Oktober des Vorjahres.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/econo ... bley-.html
Arbeitgeber in Kaliningrad melden keine freien Stellen den Arbeitsämtern. Grund ist, dass sie preiswertere Migranten einstellen. Dies betrifft hauptsächlich freie Stellen auf dem Bau. Nun beschäftigt sich die Kaliningrader Staatsanwaltschaft mit diesen Vorgängen.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/621 ... antov.html
Bis Jahresende wird aus dem föderalen Haushalt die notwendige Summe für die Projektierung des neuen Fußballstadions für die Weltmeisterschaften 2018 in den Kaliningrader Gebietshaushalt überwiesen. Die Kosten belaufen sich auf 1,03 Mrd. Rubel (25,7 Mio Euro).
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23887-f ... na-ostrove
In Kaliningrad sind Streitigkeiten entstanden, wem das Grabmal des deutschen Philosophen Emanuel Kant gehört. Versäumnisse der Vergangenheit führen nun zu hektischen Aktionen. Der Korrespondent von Kaliningrad.Aktuell – Thoralf Plath hat in einem ausführlichen Beitrag die Situation gut zusammengefasst.
Quelle: http://www.kaliningrad.aktuell.ru/kalin ... s_387.html
Die angekündigten Pläne der Firma „Avtotor“ werden nun in Kaliningrad Realität. Es wurden Kooperationsabkommen mit der Firma „Magna“ unterschrieben. Thoralf Plath, Korrespondent von Kaliningrad.Aktuell hat einen zusammenfassenden Artikel hinterlegt.
Quelle: http://www.kaliningrad.aktuell.ru/kalin ... d_140.html
Kaliningrad hat in der grenznahen polnischen Stadt Elblong eine Vertretung eröffnet. Diese Vertretung hat die Aufgabe, polnischen Bürgern bei der Organisation einer Touristenreise notwendige Unterstützung zu leisten und für Geschäftsleute notwendige Partner oder Investitionsobjekte zu finden. Die Notwendigkeit der Eröffnung dieser Vertretung wurde besonders im Zusammenhang mit der Einführung des kleinen visafreien Grenzverkehrs unterstrichen.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/commu ... rada-.html
Seit Anfang des Jahres sind in Kaliningrad rund 14.000 neue kleine und mittelständische Firmen gegründet worden. Das ist ein Zuwachs um 14 Prozent. Insgesamt sind somit in Kaliningrad 64.000 Firmen registriert. Zu erwähnen ist, dass es in Kaliningrad einen „Fond für die Unterstützung unternehmerischer Tätigkeit“ gibt. Existenzgründer legen einen Businessplan vor und erhalten, nach Durchlauf gewisser Formalitäten, eine finanzielle Starthilfe vom Staat.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Ehkonomika/621 ... ijtij.html
Der Gesundheitsminister des Kaliningrader Gebietes informierte darüber, das Kaliningrad mit zu den ersten Gebieten gehört, in denen vollwertige Rehabilitationszentren errichtet werden. Die notwendigen Unterstützungen aus dem föderalen Zentrum sind bereits vorhanden. Das geplante Zentrum wird sich in der Stadt Kaliningrad befinden. Das Gebäude ist vorhanden und soll nun, aus bisher nicht bekannten Finanzquellen, auf den notwendigen internationalen Standard gebracht werden.
Quelle: http://rugrad.eu/news/557630/
Der Kaliningrader Gouverneur ist beunruhigt über die große Anzahl von Tadshiken und Usbeken in unserer Stadt. Jeder zweite Bewohner der Stadt ist schon ein „Nichteuropäer“. Der Gouverneur kritisierte in diesem Zusammenhang den Migrationsdienst und örtliche Geschäftsleute. Im Wesentlichen macht sich der Gouverneur Gedanken um die Sicherheit der Stammbewohner der Stadt. Er sprach sich dafür aus, Ukrainer und Weissrussen nach Kaliningrad zu holen. Diese haben einen höheren Qualifizierungsstand.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23905-g ... liningrade
Die Gebietsregierung Kaliningrad hat im April diesen Jahres eine Aktiengesellschaft gegründet. Ziel ist es, Investoren mit notwendigen Grund und Boden sowie Gebäuden zu versorgen und die Erschließung von Grundstücken schlüsselfertig für den Investor vorzubereiten. In der Region Kaluga wird dieses Konzept schon erfolgreich umgesetzt. Lesen Sie bitte hierzu meinen
"Kommentar der Woche"
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/interview/it ... sjo-reshat
Bis zum Jahre 2016 will der Gouverneur alle „Marshrutka“ aus Kaliningrad verbannen. Und bis 2018, dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft soll der gesamte öffentliche Personennahverkehr mit neuer Technik ausgerüstet sein. Auch die Straßenbahn soll in Kaliningrad wieder voll zur Geltung kommen. Überlandbussen wird eine neue Fahrstrecke zugewiesen, so dass diese nicht mehr durch die Straßen Kaliningrads fahren.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23903-c ... marshrutki
Anfang Dezember trifft sich der Kaliningrader Gouverneur mit dem weißrussischen Präsidenten Lukashenko. Zu den Themen des Treffens gehört auch der Gedanke, einen gemeinsamen Hafen in Kaliningrad zu bauen. Dieser Hafen kann dann auch weiterhin im Interesse von Kasachstan genutzt werden (Anm. Russland, Weißrussland und Kasachstan sind in einer Zollunion vereint).
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/econo ... porta.html
Uwe Niemeier
Kaliningrad: Thema der Woche
An dieser Stelle wird durch mich ein Kaliningrader Thema etwas ausführlicher dargestellt oder kommentiert. Weitere Kommentare zu Kaliningrad finden Sie auch in meinem BLOG „… mit deutschem Akzent“ – im Bemühen, wöchentlich einen neuen Beitrag zu schreiben.
http://www.blog.aktuell.ru/category/kal ... em-akzent/
Als ich mich vor wenigen Tagen mit dem neuen deutschen Generalkonsul in Kaliningrad, Herrn Dr. Dr. Krause zu einem Gedankenaustausch traf, gab er mir die Anregung eine Checkliste für Investoren zu erarbeiten, also eine Art Leitfaden (oder auch Leid-Faden – wie man´s möchte) für einen Neuankommer, den er abarbeiten kann um eine Geschäftsidee in Kaliningrad umzusetzen. Nun habe ich schon eine ganze Reihe von Informationsmaterialien erarbeitet, aber so eine Checkliste ist eine nützliche Sache.
Und so begann ich mit den Vorbereitungsarbeiten hierzu. Diese Checkliste würde nicht vollständig sein, wenn ich nicht über die, von der Kaliningrader Gebietsregierung im April dieses Jahres ins Leben gerufene, Aktiengesellschaft „Entwicklungskooperation für das Kaliningrader Gebiet“ berichten würde. (Link zur Internetseite: http://www.kgd-rdc.ru/ )
Als Beispiel für die Gründung dieser Aktiengesellschaft diente Kaluga. Hier wurden diese Gedanken schon vor Jahren geboren und erfolgreich umgesetzt. Worin besteht nun der Sinn? Die Aktiengesellschaft verfügt über Gelder aus dem Gebietsbudget, Kreditgelder von, dem Staat nahe stehenden, Banken, von privaten Geldanlegern. Die Aktiengesellschaft sucht überall im Kaliningrader Gebiet nach Grundstücken um dort Industrieparks zu gründen. Ist so ein Grundstück gefunden wird es durch die Aktiengesellschaft gekauft und durch diese dann mit der notwendigen Infrastruktur ergänzt, d.h. Wasser, Strom, Gas dorthin verlegt, Straßen gebaut, Eisenbahnanschluss – kurz, das Gebiet wird schlüsselfertig gemacht.
Kommen Investoren nach Kaliningrad, die ein geeignetes Grundstück suchen, so wird ihnen das angeboten, was bereits im Besitz der Aktiengesellschaft ist und der Investor kann entscheiden, ob er das Grundstück als Ganzes, oder ein Teilgrundstück kaufen oder pachten will. Die Aktiengesellschaft vermarktet also letztendlich, mit mehrheitlich staatlichen Geldern, das Territorium des Kaliningrader Gebietes, erwirtschaftet irgendwann einen Gewinn. Wie schnell Gewinn erarbeitet wird, hängt natürlich davon ab, wie attraktiv sich Kaliningrad als Standort für die Investoren erweist.
Diese Aktiengesellschaft gibt aber auch weitergehende Unterstützung für Neuankömmlinge. Während es russischen Investoren vermutlich leichter fällt, eine neue Geschäftsidee in Kaliningrad umzusetzen, so fehlt es natürlich ausländischen, sprich deutschen Investoren, an Informationen und Ansprechpartnern. Und hier setzt nun das ein, wovon der neue deutsche Generalkonsul in seinem Interview bei Kaliningrad-Aktuell gesprochen hat: (http://www.kaliningrad.aktuell.ru/kalin ... n_244.html)
… nämlich dem Aufbau eines Business-Netzwerkes in Kaliningrad. Ein enges Zusammenwirken und echte Hilfe in der Praxis müssen dabei das Endziel sein.
Ein deutscher Investor benötigt einen deutschen Ansprechpartner für Start-Up Informationen. Da gibt es bereits einige Möglichkeiten in Kaliningrad. Wenn diese dann engen Kontakt sowohl zum deutschen Generalkonsulat, als der ersten Anlaufadresse haben, zur Gebietsregierung, wie auch zum Bürgermeisteramt und zur genannten Aktiengesellschaft Kontakt halten und den „Neuankömmling“ praktisch zu jedem Partner begleiten, so erhält dieser innerhalb kürzester Zeit alle notwendigen Informationen, um sich für ein Engagement in Kaliningrad zu entscheiden (oder auch nicht).
Wichtig ist, das in Russland berühmt-berüchtigte „Futbollen“ (hin- und herschupsen auf dem Spielfeld) dem Investor zu ersparen. Erfolgt dann, durch die in Kaliningrad vorhandenen deutschen Ansprechpartner, bereits im Vorfeld eine Abstimmung der Interessen mit dem möglichen Investor, reicht eine Woche Aufenthalt in Kaliningrad völlig aus, um zu einer Entschlussfassung zu kommen. Und das wiederum hat den Vorteil, dass sich der Investor nicht beim Migrationsdienst registrieren lassen braucht – Zeit ist Geld.
Und wenn sich Russland und die Europäische Union noch über eine Visafreiheit, sei es auch nur für 72-Stunden als Start bis zur völligen Visafreiheit einigen könnten, so hat der deutsche Investor jederzeit problemlos die Möglichkeit, sich ohne Bürokratie in den Flieger zu setzen und sein Geschäft und sein Geld in Kaliningrad zu kontrollieren. Wovon dann wiederum der deutsche Staat profitiert – in Form von Steuern.
Quelle: Eigenkommentar
Uwe Niemeier