KALININGRAD – Deutsche Geschichte, russische Zukunft
Verfasst: 02 Feb 2013, 17:07
Wie der Zufall es so will, bekomme ich heute früh eine Touristenkarte geschenkt, hergestellt und gedruckt in Kaliningrad – oder Königsberg? Ich war etwas verunsichert, denn auf dem Titelblatt steht in deutscher Sprache:
„Stadtplan Königsberg“ – „Gebietsplan Ostpreussen“.
Dann schlage ich die Karte auf und finde auf der Vorderseite einen Stadtplan und auf der Rückseite einen Plan des Gebietes. Und hier sind alle Beschriftungen in russischer Sprache und darunter in deutscher Sprache die alten deutschen Ortsbezeichnungen.
Ich fragte denjenigen, der mir die Karte geschenkt hatte, woher er diese hat. Antwort: „Die finden Sie jetzt in der ganzen Stadt, überall dort wo es Presseerzeugnisse gibt und auch in Läden oder sonstigen Einrichtungen wo Platz ist für ein Stand mit diesen Karten. Die werden kostenlos verteilt.“
Zuerst war ich etwas sprachlos, dann erinnerte ich mich an die Worte des Vertreters des russischen Präsidenten für das Kaliningrader Gebiet, Stanislaw Woskresenski, Ende vergangenen Jahres: „Kaliningrad ist eine einzigartige Stadt: hier kommt die teutonische, preußische, deutsche, sowjetische und russische Kultur auf kleinstem Raum zusammen. Diesen einzigartigen Umstand in der Welt müssen wir für uns nutzen.“
Vor einem reichlichen Jahr entflammte mal wieder die Diskussion um die Rückgabe des alten Stadtnamens und der Gouverneur tappte voll rein in das von Werner Schultz, Abgeordneter des Europaparlamentes, bereitgestellte Fettnäpfchen. Für aktive Politiker ist es nicht ganz einfach, dieses Thema in irgendeiner Form anzusprechen, obwohl das tägliche Leben in Kaliningrad schon voll in Richtung Königsberg läuft. Ich erarbeite zur Zeit ein Material zu diesem Thema und würde mich freuen, wenn die Forumsteilnehmer mit einer sachlichen Diskussion und interessanten Gedanken dieses Material bereichern würden.
Uwe Niemeier
„Stadtplan Königsberg“ – „Gebietsplan Ostpreussen“.
Dann schlage ich die Karte auf und finde auf der Vorderseite einen Stadtplan und auf der Rückseite einen Plan des Gebietes. Und hier sind alle Beschriftungen in russischer Sprache und darunter in deutscher Sprache die alten deutschen Ortsbezeichnungen.
Ich fragte denjenigen, der mir die Karte geschenkt hatte, woher er diese hat. Antwort: „Die finden Sie jetzt in der ganzen Stadt, überall dort wo es Presseerzeugnisse gibt und auch in Läden oder sonstigen Einrichtungen wo Platz ist für ein Stand mit diesen Karten. Die werden kostenlos verteilt.“
Zuerst war ich etwas sprachlos, dann erinnerte ich mich an die Worte des Vertreters des russischen Präsidenten für das Kaliningrader Gebiet, Stanislaw Woskresenski, Ende vergangenen Jahres: „Kaliningrad ist eine einzigartige Stadt: hier kommt die teutonische, preußische, deutsche, sowjetische und russische Kultur auf kleinstem Raum zusammen. Diesen einzigartigen Umstand in der Welt müssen wir für uns nutzen.“
Vor einem reichlichen Jahr entflammte mal wieder die Diskussion um die Rückgabe des alten Stadtnamens und der Gouverneur tappte voll rein in das von Werner Schultz, Abgeordneter des Europaparlamentes, bereitgestellte Fettnäpfchen. Für aktive Politiker ist es nicht ganz einfach, dieses Thema in irgendeiner Form anzusprechen, obwohl das tägliche Leben in Kaliningrad schon voll in Richtung Königsberg läuft. Ich erarbeite zur Zeit ein Material zu diesem Thema und würde mich freuen, wenn die Forumsteilnehmer mit einer sachlichen Diskussion und interessanten Gedanken dieses Material bereichern würden.
Uwe Niemeier