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carnet de passage - Eine Frage für Zollspezialisten

Verfasst: 22 Mär 2013, 20:39
von Tyler burns
Eine Frage für Zollspezialisten, ob folgendes möglich ist und mit einem vertretbaren Aufwand. Person A reist mit einem Fahrzeug (zum Beispiel Wohnmobil) von Deutschland nach Russland. Das Fahrzeug ist über das Carnet de passage "verzollt". In Russland wird das Fahrzeug an Person B übergeben, ebenso das Carnet und Person B fährt zurück nach Deutschland. Damit ist doch alles wieder in Deutschland. Ist das möglich ?

Besser wie geht das ? Denn ich kann ja "problemlos" mit dem Carnet einreisen, in wo-auch-immer-Wladivostok, das Fahrzeug einer Spedition übergeben, die es einpackt und per Schiff zurückschickt während ich selbst fliege.

Re: carnet de passage - Eine Frage für Zollspezialisten

Verfasst: 22 Mär 2013, 22:57
von m1009
Fuer strassenzugelassene Fahrzeuge ist ein solches Carnet innerhalb der RF leider nicht vorgesehen.

Das Fahrzeug wird vom Fahrzeugfuehrer bei der Einreise deklariert und darf nur von Ihm oder in seiner Begleitung innerhalb der RF bewegt und wieder ausgefuehrt werden.

Falls das Fahrzeug in einem Uebersee - Hafen an eine Spedition mit Zollabfertigung uebergeben wird, sollte es keine Probleme geben.

Re: carnet de passage - Eine Frage für Zollspezialisten

Verfasst: 23 Mär 2013, 20:30
von Tyler burns
Danke für den Hinweis.
Vielleicht versuche ich es noch einmal anders. Es gibt doch sicherlich einige Leute die mit dem eigenen Fahrzeug nach Vladiwostok oder sehr weit nach Russland rein fahren (möchten). Hinfahren ist ja ganz schön, aber dann die mehr oder weniger gleiche Strecke wieder zurück ist irgendwie doof. Das Fahrzeug mit der Spedition über den Seeweg wieder zurückzuschaffen ist möglich aber teuer. Die Überseespedition nimmt doch das Fahrzeug und schafft es in den Freihafen. Damit ist es im Zollausland. Wenn man es jetzt wieder da rausholt kann ein anderer Fahrzeugführer damit doch wieder einreisen und dann damit auf dem Landweg wieder zurückfahren. So könnten zwei gleichmäßig Verrückte jeder verhältnismmäßig preiswert so eine Tour anpacken.

Ich bin in einem sehr frühen Reise-Planungsstadium - man könnte auch sagen ich träume so vor mich hin.

Re: carnet de passage - Eine Frage für Zollspezialisten

Verfasst: 23 Mär 2013, 21:57
von zimdriver
Freihafen könnte eine Lösung sein, wenn sich eine Spedition für derlei Operation findet.
Wie kommt der Fahrer dann dahin, in den Freihafen, um das Auto wieder in Russland einzuführen?

Re: carnet de passage - Eine Frage für Zollspezialisten

Verfasst: 23 Mär 2013, 23:17
von m1009
Eine gute Idee....

Ueberleg Dir, ob Du Dir wirklich den Weg antun moechtest... Kurzweiliger waehre bis zum Baikal... dann ueber KAZ - Suedrussland - Ukraine zurueck.... Meinst nicht?

Re: carnet de passage - Eine Frage für Zollspezialisten

Verfasst: 24 Mär 2013, 11:16
von zimdriver
... diese Route sind auch schon andere Leute gefahren. Bei der Ausreise aus RUS/ Einreise nach KAZ oder retour nach RUS könnte der Fahrer gewechselt werden. Müsste man mal prüfen, wie der Fahrerwechsel auf kasachischem Boden stattfinden könnte. Ich kann mich nicht an solchen Zauber wie in RUS erinnern. Meine letzte Autofahrt dahin war allerdings vor der Wirtschaftsunion.

Re: carnet de passage - Eine Frage für Zollspezialisten

Verfasst: 24 Mär 2013, 12:35
von Tyler burns
@M1009 - wahrscheinlich hast du sogar recht, aber meine Kontakte fangen erst in Novosibirsk an, ich würde aber auch gern Freunde in Chabarowsk und Blagoweschtschensk besuchen und wenn ich von Vladivostok komme kann ich doch auch weiterfahren bis Berlin, ist doch n Katzensprung :D .Weiter denke ich, ich muss in das "Zollausland" und Kasachstan ist doch jetzt in einer Zollunion....oder?

@zimdriver - genau da will ich (logoisch) hin. In den Freihafen dürfen normale Menschen nicht. Fahrzeuge werden von spezialisierten Speditionen rein und rausgeschafft. Ich weiß, daß man sein Fahrzeug im Hafen verschiffen kann - wenn man es verschiffen kann geht es auch andersherum, also man fliegt zum Hafen und empfängt das Fahrzeug. ...und jetzt das hüpfende Komma, der springende Punkt, das ganze ohne die Verschiffung. Also Fahrzeug im Hafen bei der Spedition abgeben und ausführen (egal wie, notfalls verpacken, eintüten, auf das Schiff laden und wieder runterholen. Das ist alles billiger als die gesamte Verschiffung). Der Versender bekommt die Zollpapiere und kann damit ohne "Fahrzeugprobleme" ausreisen. Danach das ganze wieder rückwärts. Der nächste übernimmt beim Zoll ein eingeführtes Fahrzeug. Es ist doch heute kein besonderes Problem mehr sein/ein Privat - Fahrzeug über einen Hafen einzuführen.
Die Frage ist: Hat jemand sein Privatfahrzeug schon mal von oder nach Russland verschifft und weiß wie so etwas ungefähr vor sich geht.

Re: carnet de passage - Eine Frage für Zollspezialisten

Verfasst: 24 Mär 2013, 13:50
von m1009
Tyler burns hat geschrieben: Kasachstan ist doch jetzt in einer Zollunion....oder?
Ja... fuer BY/RUS/KAZ gilt ein und die selbe Deklaration. Leider... alternativ koennte man ueber MGL reisen...
Die Frage ist: Hat jemand sein Privatfahrzeug schon mal von oder nach Russland verschifft und weiß wie so etwas ungefähr vor sich geht.
Frag hier... irgendwie sollten die Jeeps wieder aus Ulen abtransportiert sein..... ;)

http://www.ee-mj.com/

Re: carnet de passage - Eine Frage für Zollspezialisten

Verfasst: 24 Mär 2013, 18:01
von zimdriver
Nochmal laut gedacht:
Auto in den Freihafen ist nichts anderes als mit der Fähre zB aus Lübeck in SPb anzukommen. Da war ich mit dem Auto unterwegs.
Die Energie wäre darauf zu verwenden, wie der Wechsel der Fahrer (=Importeur) im Freihafen zu organisieren geht.