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Noch ein SZ-Artikel: "Eklat um Beutekunst"
Verfasst: 21 Jun 2013, 17:50
von manuchka
Offiziell sind "Terminschwierigkeiten" schuld. Tatsächlich aber wollte Kanzlerin Merkel in Sankt Petersburg die Rückgabe russischer Beutekunst fordern. Daraufhin ließ Russlands Präsident Putin den gemeinsamen Auftritt platzen. Deutsches Gold sei mit russischem Blut längst bezahlt worden, heißt es aus Moskau.
http://www.sueddeutsche.de/politik/ekla ... -1.1702293
Re: Noch ein SZ-Artikel: "Eklat um Beutekunst"
Verfasst: 21 Jun 2013, 22:16
von Sibirier
Wenn wir Deutschen so etwas einfordern, dann sollte wir auch die Goldschulden an Griechenland zurueck bezahlen.
Wann koennen wir Deutschen mal ueber die Geschichte Gras wachsen lassen und zufrieden sein, mit dem was wir haben...
Denn solche Forderungen lassen auch gleich wieder Forderungen der Kriegsgeschaedigten aufkommen....
Mein Opa besass ein Haus in der Naehe von Koenigsberg, bekomme ich das nun auch? So war es doch auch nach der Wiedervereinigung, dass von uns Westlern auf einmal Ansprueche an Ostgruendstuecken gestellt wurden. Ich fand es jedenfalls damals zum ko....
Re: Noch ein SZ-Artikel: "Eklat um Beutekunst"
Verfasst: 22 Jun 2013, 01:00
von manuchka
Sibirier, stimmt, das wird immer recht einseitig betrachtet. Schade um die Schätze, aber selber schuld - wie ABBA schon sangen: "The winner takes it all...."
http://www.sueddeutsche.de/politik/deut ... -1.1702984
Noch ein Artikelchen zum Thema.
Re: Noch ein SZ-Artikel: "Eklat um Beutekunst"
Verfasst: 26 Jul 2013, 01:06
von Axel Henrich
Naja, nachdem Antonowa nun ihren Chefposten aufgegeben hat/aufgeben musste, kommt vlt. neuer Schwung in die Angelegenheit ...
Wobei etwas weniger fordernde Deutsche schon sehr viel mehr erreichen wuerden, wie in letzter Zeit gut zu beobachten war ...
-ah-
Re: Noch ein SZ-Artikel: "Eklat um Beutekunst"
Verfasst: 26 Jul 2013, 16:21
von kellister
Ich finde es unfassbar das so etwas nach so vielen Jahren wieder angesprochen wird!
Ich finde auch man sollte die Vergangenheit auf sich ruhen lassen.
Keiner will das es vergessen wird und das ist auch richtig so, aber man muss doch irgendwo mal abschließen können. Wie lange soll das noch gehen und wie viele Generationen sollen denn noch davon betroffen sein?
Re: Noch ein SZ-Artikel: "Eklat um Beutekunst"
Verfasst: 28 Jul 2013, 00:02
von Axel Henrich
kellister hat geschrieben:Ich finde es unfassbar das so etwas nach so vielen Jahren wieder angesprochen wird! Ich finde auch man sollte die Vergangenheit auf sich ruhen lassen.
Hier geht es ja nicht um Kompensation, also "nur" Knete, was die Polen immer mal wieder machen, sondern schon um etwas mehr ...
Ich fand ganz ok was u.a.
der Direktor des Victoria and Albert Museum in London"" gesagt hat:
Es gibt natürlich nach wie vor unendlich viele Fragezeichen und Probleme, die wir mal irgendwie bewältigen müssen. Das steht einfach zwischen uns. Deshalb hängt es jetzt natürlich extrem davon ab, wer die Nachfolgerin oder der Nachfolger von Irina Antonowa ist. Wenn das jemand ist, der schon viel mehr in internationalen Dimensionen denkt, dann gibt es schon mal eine ganz andere Dimension in dieser Kooperation.
-ah-
Re: Noch ein SZ-Artikel: "Eklat um Beutekunst"
Verfasst: 31 Jul 2013, 14:25
von kellister
Alles klar, danke für den Link!
Re: Noch ein SZ-Artikel: "Eklat um Beutekunst"
Verfasst: 02 Aug 2013, 11:24
von GIN
Ich finde es wichtig das die Bundesregierung das macht.
Es geht hier auch um Weltkulturerbe das in Tresoren verschwinden und auch schon mal im Weltmarkt auftaucht. Zbs. fand eine befreundete Familie ein Gemälde im schlechten Zustand auf einer Aktion in Genf wieder. Das Gemälde wurde im 18 Jahrhundert in Riga angefertigt, 1941 schmuggelte die Familie das Bild auf der Flucht von den Sowjets ins damalige Grossdeutschland. 1945 wurde es nach weiterer Flucht von Sowjetsoldaten in Mecklenburg abgenommen. Man hat das Bild natürlich genau wie den anderen Besitz abgeschrieben. Es tauchte Ende der 90er wieder auf in Genf für Geld. Soging es auch mit einer Silbertafel aus dem 16 Jahrhundert das in Königsberg lagerte und 2007 wieder in einer Auktion gefunden wurde. Gerade neben Deutschland vermissen Lettland und Estland noch riesige Mengen Kunstschätze die eigentlich als zerstört gelten aber immer mal wieder in Kunstmärkten auftauchen. Man muss einfach mal reinen Tisch machen ohne den Besitz zu tangieren.
Re: Noch ein SZ-Artikel: "Eklat um Beutekunst"
Verfasst: 03 Aug 2013, 09:24
von Axel Henrich
GIN hat geschrieben:Ich finde es wichtig das die Bundesregierung das macht. [...] Man muss einfach mal reinen Tisch machen ohne die Besitz zu tangieren.
Zumal selbst in Ru wohl nicht immer klar ist, was da in den Katakomben noch lagert.
Antonowa hat ja den Besitz gewisser Objekte grundsaetzlich erstmal verneint, bis ihr das Gegenteil klar bewiesen werden konnte ...
Betrifft ja aber auch die Amis - siehe z.B. Quedlinburger Domschatz etc..
-ah-
Re: Noch ein SZ-Artikel: "Eklat um Beutekunst"
Verfasst: 03 Aug 2013, 21:12
von GIN
Axel Henrich hat geschrieben:GIN hat geschrieben:Ich finde es wichtig das die Bundesregierung das macht. [...] Man muss einfach mal reinen Tisch machen ohne die Besitz zu tangieren.
Zumal selbst in Ru wohl nicht immer klar ist, was da in den Katakomben noch lagert.
Antonowa hat ja den Besitz gewisser Objekte grundsaetzlich erstmal verneint, bis ihr das Gegenteil klar bewiesen werden konnte ...
Betrifft ja aber auch die Amis - siehe z.B. Quedlinburger Domschatz etc..
-ah-
Man sieht bei Kunstauktionen immer mal wieder sehr viele Kunstgegenstände aus dem Irak, aus Syrien und Ägypten. Mir scheint das es eine organisierte Kriminalität gibt die mit Kriegsbeute gute Geschäfte macht.