Radio: Deutsche Architekten unter Stalin
Verfasst: 23 Jul 2013, 12:15
vom SWR2:
"Mit fliegenden Fahnen ins "Wunderland". Von Antje Leetz. | Im Oktober 1930 bricht eine Gruppe deutscher Architekten in die Sowjetunion auf. Im Zug nach Moskau sitzen unter anderen der Frankfurter Stadtbaurat Ernst May und die Erfinderin der "Frankfurter Küche", Margarete Schütte-Lihotzky. Mit fliegenden Fahnen haben sie den Auftrag der sowjetischen Regierung angenommen, im "sozialistischen Wunderland" ganz neue Städte zu erschaffen. Die deutschen Architekten wollen menschenwürdige Wohnungen für alle bauen. Doch schon bald stellt sich heraus, dass unter Stalin repräsentative Staatspaläste wichtiger sind. Die Hoffnungen der Architektenbrigade sind gescheitert ¿ und das Wohnungsproblem ist in Russland bis heute nicht gelöst. Die Geschichte der deutschen Architekten unter Stalin ist bislang kaum untersucht. Jetzt begeben sich Wissenschaftler auf ihre Spuren und forschen nach, was aus den Projekten von einst geworden ist."
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"Mit fliegenden Fahnen ins "Wunderland". Von Antje Leetz. | Im Oktober 1930 bricht eine Gruppe deutscher Architekten in die Sowjetunion auf. Im Zug nach Moskau sitzen unter anderen der Frankfurter Stadtbaurat Ernst May und die Erfinderin der "Frankfurter Küche", Margarete Schütte-Lihotzky. Mit fliegenden Fahnen haben sie den Auftrag der sowjetischen Regierung angenommen, im "sozialistischen Wunderland" ganz neue Städte zu erschaffen. Die deutschen Architekten wollen menschenwürdige Wohnungen für alle bauen. Doch schon bald stellt sich heraus, dass unter Stalin repräsentative Staatspaläste wichtiger sind. Die Hoffnungen der Architektenbrigade sind gescheitert ¿ und das Wohnungsproblem ist in Russland bis heute nicht gelöst. Die Geschichte der deutschen Architekten unter Stalin ist bislang kaum untersucht. Jetzt begeben sich Wissenschaftler auf ihre Spuren und forschen nach, was aus den Projekten von einst geworden ist."
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