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Mitarbeiterempfehlung in Russland
Verfasst: 07 Nov 2013, 12:46
von Simone
http://russland-wirtschaft.com/2013/11/ ... -russland/
Köstlich, aber wahr:
"Wichtige Tipps zur professionellen und strukturierten Prüfung der Referenzen von KandidatInnen in Russland:
Gehen sie immer vom Schlimmsten aus. Alle lügen und betrügen aus Eigeninteresse.
Nehmen sie Referenzen von Dritten, die das Innenverhältnis von ihrem Favoriten und seiner Referenz kennen."
Re: Mitarbeiterempfehlung in Russland
Verfasst: 08 Nov 2013, 05:55
von Zejtnot
Danke, interessantes Thema zum Nachdenken.
Ich denke aber, dass ein Großteil der genannten Argumente nicht russlandtypisch sind. Beispiele:
Wenn der ehemalige Vorgesetzte auch noch ihr direkter Konkurrent ist, dann mal ganz im Ernst: Warum sollte dieser Gegner ihnen eine objektive Einschätzung zu Fähigkeiten, Persönlichkeit und Eignung ihres Favoriten geben?
[...]
Machen sie bloß nicht den Fehler, jemanden aus der Führungsebene nach seiner Meinung zu fragen, bevor sie diesen potentiellen Kandidaten noch nicht selbst zu Gesicht bekommen haben.
Meine Erfahrung ist, dass man die Wahrheit meist zwischen den Zeilen hört. Selten sagt ein ehemaliger Vorgesetzter: "Hilfe, die absolute Katastrophe!" Schon allein, weil man sich wegen des arbeitnehmerfreundlichen Kündigungsrechts meist gütig trennt und verspricht, den ehemaligen Mitarbeiter nicht in die Pfanne zu hauen.
Re: Mitarbeiterempfehlung in Russland
Verfasst: 09 Nov 2013, 16:10
von GIN
Mich wundert das, es gibt doch russische Firmen die ehemalige Mitarbeitet im Internen abstrafen. Nennen dabei die kompletten Daten und die Art der Verfehlungen auf ihren Webseiten. Wieso sollte dann ein ehemaliger Vorgesetzter Angst vor ehemaligen Angestellten haben? Was können die Folgen sein?
Re: Mitarbeiterempfehlung in Russland
Verfasst: 11 Nov 2013, 06:26
von Zejtnot
Ich habe keine Angst vor ehemaligen Mitarbeitern, sobald diese die freiwillige Kündigung unterzeichnet haben. Bis dahin können sie Dir mächtig Ärger bereiten (praktische Erfahrung).
Insofern bin ich froh, wenn ein ungeliebter Mitarbeiter ohne Stress geht und bin dafür auch bereit, ihm im Anschluss eine stressfreie Arbeitssuche zu ermöglichen. Ich würde niemanden himmelhochjauchzend lobend, wenn er sich dies nicht erarbeitet hat, aber ich würde meine Kritik in Phrasen verstecken. Meine Erfahrung ist, dass dies auch andere machen.
Ehrliche Antworten erhält man eher, wenn man ehemalige Kollegen auftreibt. Und nicht Vorgesetzte.