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Aufmarsch ehemaliger SS-Angehöriger
Verfasst: 20 Mär 2014, 19:34
von Natascha45
Fédération Internationale des Résistants (FIR) - Association Antifasciste
Office: Franz-Mehring-Platz 1, D - 10243 Berlin
Sehr geehrte Damen und Herren,
Seit mehreren Jahren protestieren wir, die Dachorganisation ehemaliger Kämpfer der Anti-Hitler-Koalition, Widerstandskämpfer und Partisanen, Verfolgter des Naziregimes und ihre Hinterbliebenen sowie heutiger Antifaschisten aus 25 Ländern Europas und Israels gemeinsam mit antifa-schistischen Kräften aus verschiedenen Ländern gegen den Aufmarsch ehemaliger SS-Angehöriger und junger Verherrlicher der SS-Tradition am 16. März eines jeden Jahres in Riga.
Es ist für uns unvorstellbar, dass ein Land, das einen Platz in der Gemeinschaft der europäischen Völker beansprucht, solchen Organisationen erlaubt, öffentlich für die Rehabilitierung dieser verbrecherischen Traditionen einzutreten. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen – ein Verbrechen gegen die Menschheit, wie der Internationale Militärgerichtshof in Nürnberg 1945 feststellte. Ebenfalls haben wir keinerlei Verständnis dafür, dass solche Verbrecher, die für tausende Tote auch an der Zivilbevölkerung Verantwortung tragen, als „Kämpfer für die Freiheit Lettlands“ tituliert werden.
Und es ist für uns noch unvorstellbarer, dass in einer Stadt, die als europäische Kulturstadt 2014 ausgewählt worden ist, solch ein Naziaufmarsch geduldet wird, jedoch diejenigen, die gegen solch verhängnisvolle Traditionen protestieren wollen, von den Sicherheitskräften als „Verleumder Lettlands“ oder als „Gefahr für die öffentliche Sicherheit“ denunziert werden.
Auch in diesem Jahr wird die FIR ihr Recht auf öffentlichen Widerspruch gegen SS-Rehabilitation in Riga wahrnehmen. Neben Antifaschisten aus den skandinavischen Ländern und Deutschland wird auch unser Präsident an diesen Protesten teilnehmen. Wir erwarten von den lettischen Autoritäten, dass sie gewährleisten, dass dieser Protest ohne Einschränkung ermöglicht wird.
Dr. Ulrich Schneider
Genealsekretär der FIR
http://www.vvn-bda.de/recht-auf-widersp ... e-in-riga/
Ich denke da kann jeder normal gepolte Mensch mit unterschreiben ohne das heiße Diskusionsrunden ausbrechen .-)
Re: Aufmarsch ehemaliger SS-Angehöriger
Verfasst: 21 Mär 2014, 02:41
von GIN
An die Antifa und Grünfaschisten.....Lasst doch diese armen 100 jährigen Opis in Ruhe und kümmert euch um die Pflege eurer Eltern die euer Langzeitstudium finanziert haben.
Lettische Angehörige der Legion sind unvergleichbar mit deutschen Angehörigen der Waffen SS. Wer beide einmal kennengelernt hatte der wird verstehen wieso.
Ein deutscher SS Angehöriger durchlief meist schlechte Zeiten der 20er Jahre, dann HJ Mitglied und ab in die SS als Freiwilliger. Er war also ein geschulter NS-Mensch der etwas machen wollte für ein Grossdeutschland.
Ein lettischer SS Angehöriger durchlief meist eine relativ gute Zeit in den 20er und 30er Jahren. Ging in der Wehrdienst der lettischen Armee, hat 1937 seinen ersten Schock bekommen als Hitler anfing Länder anzuschliessen und 1939 fand er sich in einer besetzten Lage mit Passwechsel (UdSSR). 1940/1941 erlebte er den ersten unbekannten Hunger als junger Mensch und 41/42 Krieg und Zerstörung im Land. Fand sich 1943 durch einen Einberufungsbefehl in SS Uniform und hatte gerade einmal 2 Jahre Zeit sich zu radikalisieren. Diesen Leuten irgendwelche nazistischen Ideologien anzudichten ?
Re: Aufmarsch ehemaliger SS-Angehöriger
Verfasst: 21 Mär 2014, 13:13
von Natascha45
Einberufungsbefehl? Wie kam es dann zu den Freiwilligenbrigaden?
Siehe u.a. 15. Waffen-Grenadier-Division der SS (lettische Nr. 1) Während der Kämpfe um die Pommernstellung verübten Angehörige dieser Division ein Kriegsverbrechen an gefangenen polnischen Soldaten Dazu wurden sie natürlich auch von Deutschen gezwungen und haben das nicht etwa von selber gemacht, klar alles harmlose Burschen die sich nur für all ihre Sünden heute noch feiern müssen....
Ausländische Freiwillige der Waffen-SS
http://de.wikipedia.org/wiki/Ausl%C3%A4 ... _Waffen-SS lesen bildet bekanntlich....
Achja, komisch das ich dann schon 1976 Hackenreuze an Hausmauern und Friedhöfen in Riga gesehen habe... - zu was solch auch weitergegebenes Gedanken"gut"
führt sehen wir jetzt wieder:
"Schnappt Euch die Gewehre, bekämpft die Russen-Säue, Deutsche, die Juden-Schweine und andere Unarten."
Oleg Tjagnibok, Vorsitzender Svoboda
http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/ ... ne357.html
Re: Aufmarsch ehemaliger SS-Angehöriger
Verfasst: 22 Mär 2014, 23:36
von GIN
Zum Thema LEsen bildet, da sie ihr Fachwissen aus dem Wiki wohl haben hier
http://commons.wikimedia.org/wiki/File: ... _order.jpg
Wo haben sie den 76 Hakenkreuze gesehen?
Re: Aufmarsch ehemaliger SS-Angehöriger
Verfasst: 23 Mär 2014, 00:46
von Natascha45
GIN hat geschrieben:Lasst doch diese armen 100 jährigen Opis in Ruhe ...
Lettische Angehörige der Legion sind unvergleichbar mit deutschen Angehörigen der Waffen SS.
Fand sich 1943 durch einen Einberufungsbefehl in SS Uniform und hatte gerade einmal 2 Jahre Zeit sich zu radikalisieren. Diesen Leuten irgendwelche nazistischen Ideologien anzudichten ?
Woher denn dieses (UN)Wissen?! Dem aber kann man gerne abhelfen:
Die lettische Division der SS wurde im Jahre 1943 auf direkte Anweisung Hitlers zusamengezogen. Zu diesem Zeitpunkt war der Holocaust in Lettland, der mehr als 90% der jüdischen Bevoelkerung (etwa 70.000 Personen im Jahre 1941) das Leben kostete, praktisch beendet. Viele der lokalen Mörder, die sich in dem Polizeibattalionen und Einheiten wie dem beruechtigten „ARAJS KOMMANDO“ bis nach Weissrußland und Warschauer Ghetto einen besonders grausamen Ruf erwarben, fanden in der SS-Einheit Unterschlupf. Insgesamt dienten etwa 140.000 Letten in der Division, 50.000 wurden bei Kaempfen getoetet.
http://www.hagalil.com/archiv/99/03/lett-ss.htm
Die Operative Gruppe A des deutschen Sicherheitsdienstes (SD) beginnt und leitet die Vernichtung der jüdischen Einwohner Lettlands und kooptiert und bezieht lettische Vertreter in den Massenmorden ein.
Das berüchtigte Sonderkommando Arājs, eine Hilfseinheit der SD, war in vielen der Morde beteiligt.
http://www.latvia.lv/de/library/geschichte-lettlands
Und somit wäre wieder einmal bewiesen - Lesen bildet doch sofern man das auch will und nicht die Augen vor den Tatsachen verschließt, von wegen arme Opi's ... ;-)
Re: Aufmarsch ehemaliger SS-Angehöriger
Verfasst: 23 Mär 2014, 19:15
von GIN
Lesen Sie doch den Hagalil weiter.-- sehen Sie das sie hier dummer Zeug schreiben. Sich Wikibilden sich hier und lesen nicht die Texte durch
Sonderkommando Arajs war eine Truppe von ehemaligen Polizisten aus Riga die 1941 ihren Job verloren haben. Die gleichen Polizisten regelten auch den Verkehr in Riga als die UdSSR Truppen einmarschierten 1949-1941. Im Kern als sie 1941 beweisbar der SD geholfen haben die Juden in Riga zu orten und sie an die Küste zu bringen war die Truppe zwischen 300-400 Mann stark. Direkt an den Erschiessungen in den Küsten waren sie nicht beteiligt. Die Fälle sind ja stark dokumentiert und es ist nicht glaubhaft das der SD es zugelassen hätte nichtdokumentiert irgendelche Menschen dort zu erschiessen. Als die Judenvernichtung in Lettland abgeschlossen galt wuchs sie erst zu mehreren Tausend Mann an.
Das sind also maximal wirkliche Holoc hostbeteiligte 400 Kriegsverbrecher gegen zehntausende "Freiwillige" die in der SS. Wobei diese nur formal in der SS waren und direkt der Wehrmacht unterstellt gedient haben.
Und genau wo in Riga an welchen Gebäuden und welchem Friedhof sollten Hakenkreuze in den 70ern geschiert worden sein? immer noch keine Antwort.
Mein Wissen habe ich durch Zeitzeugen. Ich kannte sowohl deutsche SS Veteranen und lettische "Freiwillige"- Auch kenne ich lettische UdSSR Veteranen und Juden aus Riga usw.. mache mir mein Bild nicht aus irgendwelchen russischen Geschichtsbüchern der Nach 2002 Zeit.
Re: Aufmarsch ehemaliger SS-Angehöriger
Verfasst: 23 Mär 2014, 19:46
von Natascha45
Nun ja - da ich in eben diesen 70er Jahren selbst in Riga war und das selbst auch gesehen habe - bin daher selbst ein Augenzeuge, auch wenn das wahrscheinlich auch wieder nicht akzeptiert wird...
Und ich empfehle auch selbst noch mal weiterzulesen unter
http://www.hagalil.com/archiv/98/12/ss-rente.htm
Eventuell hilft es ja doch etwas...
Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion.
Voltaire
Re: Aufmarsch ehemaliger SS-Angehöriger
Verfasst: 24 Mär 2014, 12:09
von GIN
Natascha45 hat geschrieben:Nun ja - da ich in eben diesen 70er Jahren selbst in Riga war und das selbst auch gesehen habe - bin daher selbst ein Augenzeuge, auch wenn das wahrscheinlich auch wieder nicht akzeptiert wird...
Und ich empfehle auch selbst noch mal weiterzulesen unter
http://www.hagalil.com/archiv/98/12/ss-rente.htm
Eventuell hilft es ja doch etwas...
Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion.
Voltaire
Weil Sie ja so Hagalil lieben können Sie ja selber von der Freiwilligkeit dieser meisten SS Soldaten lesen. Ich kenne Riga sehr gut also müssen sie mir das schon näher erklären wo sie diese Hakenkreuze gesehen haben. Ich kann mich an keinen Fall erinnern das ich in den 80ern oder 90ern irgendwo welche Kreuze gesehen habe, ist schon sehr unglaublich, da gerade die Altstadt und die Kreise um die Altstadt eher zu 90% russischsprachig waren/sind.
Natürlich könnte das auch eine Aktion gewesen sein von irgendwelchen Idioten oder vielleicht wurde wieder ein Stirlitz gedreht, aber eine ideologische Unterlegung so wie bei NPD Menschen halte ich faktisch für ausgeschlossen.
Und noch einmal, nur einige Hundert waren vor Bildung der Waffen SS Einheiten an den Judenmorden beteiligt zusammen mit dem SD. Die Waffen SS Legion hatte aber mehrere Zehntausend von unfreiwilligen Soldaten die erst 1943-1944 gezogen wurden und waren materiell der Wehrmacht unterstellt. Ihre Zugehörigkeit zur Waffen SS war formal. Es gab bis auf die typischen Vorurteile gegen Juden und andere Minderheiten in Lettland keinerlei ideologischen Hintergrund dieser Menschen. Man kann sie nicht vergleichen mit SS Angehörigen aus Deutschland die über viele Jahre im NS Sumpf aufgewachsen sind.
Des Weiteren finde ich die Rentenzahlungen an Soldaten ok die verpflichtet wurden für die deutsche Wehrmacht zu kämpfen und dafür viele Jahrzehnte im Knast oder in Ausland gesessen haben. Damit meine ich auch die Volksdeutschen in Jugoslawien, Rumänien, Ungarn und der Ukraine die zur Waffen SS gezogen worden sind. Die Rente konnte ja eingestellt werden wenn beweisen werden konnte das sich diese Person an Kriegsverbrechen beteiligt hat.