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Ich wünsche mir ein starkes Europa Dank Stütze Russlands :
Verfasst: 19 Jan 2005, 01:06
von Anonymous
Ich setze mich ein für ein sicheres und starkes Europa Dank Russland als rechte(r) Stütze. Russland bildet neben Frankreich und Deutschland das stärkste Glied in der Kette. Gemeint ist der europäische Teil bis zum Ural. Der Osten dahinter soll als Rohstofflieferant dienen. Der Euro stellt die Währung. Ein Verschmähen des Dollars ist notgedrungen. Die Verschuldung des Dollars nimmt gefährliche Züge an! [size=18][/size][color=darkred][/color]
Verfasst: 19 Jan 2005, 11:51
von Dietrich
Hallo ebpoc,
Was mich an deiner Aussage interessieren wuerde:
Anhand welcher Zahlen (ausser der Bevoelkerung) machst du deine Aussage "das staerkste Glied in der Kette" fest?
Was glaubst du was mit dem Euro passieren wuerde, wenn er in Russland als Zahlungsmittel eingefuehrt wird?
Dietrich
Verfasst: 19 Jan 2005, 14:02
von Anonymous
Ost-Russland als Rohstofflieferant würde dem europäischen Teil Russlands zu ungeahntem Reichtum verhelfen. Gefördert werden müsste natürlich zuerst die diesbezügliche Infrastruktur mit europäischen Geldern. Wobei US-Firmen natürlich daran keinen Anteil nehmen dürfen. Dieser Reichtum würde Russland eine führende Stellung ermöglichen. Im Moment natürlich ein fiktives Modell. Aber Utopien bleiben Utopien, wenn man sie nicht zu erreichen versucht. Und Russland mit seinen Bodenschätzen ist keine Utopie! Der Euro müsste wie der Dollar eine eigenständige Währung bilden. Unabhängig der Allüren des Dollars. Falls die desolate US-Wirtschaft straucheln würde, bliebe der Euro sowieso DIE Fluchtwährung. Eine Verschuldungspolitik sollte natürlich vermieden werden. Womöglich können Sie mir etwas über die Dynamik einer Eurowährung in so einem Falle erzählen. Falls Sie über Insiderwissen verfügen. Die Dimension einer solchen Planung setzt natürlich eine gewisse Disziplin voraus. Vielleicht würden dieses neue Europa auch zwei (!) Hauptstädte kreieren: Paris als westliche, Moskau als östliche (von London wollen wir mal sicher nicht reden, Bleibt dieses ein Vasall der Amerikaner). Und Berlin? Hat irgendwie ausgedient. Wien ist zu isoliert (immerhin ein Tor zum Osten, wird es auch bleiben), etc. Die Frage bleibe: Was wäre mit Weissrussland? Der Lukaschenko würde sich mal bitte kneifen wollen. Falls es ihn bis dahin noch geben würde. Denn in der Politik sind verschlungene Wege möglich...
Re: Ich wünsche mir ein starkes Europa Dank Stütze Russlands
Verfasst: 19 Jan 2005, 14:06
von Dave
ebpoc hat geschrieben:Russland bildet neben Frankreich und Deutschland das stärkste Glied in der Kette.
Nachfolgend sind die Volkswirtschaften mit dem höchsten Bruttoinlandsprodukt in Milliarden US-Dollar aufgeführt:
Rang Land 2003
1. USA 10.857,200
2. Japan 4.290,700
3. Deutschland 2.386,200
4. Großbritannien 1.775,000
5. Frankreich 1.731,600
6. Italien 1.455,400
13. Niederlande 509,300
16. Russland 428,800
17. Schweiz 314,000
18. Belgien 300,800
19. Schweden 297,500
21. Österreich 251,000
Da musst Du wohl noch mal über die Bücher.....
Bez. des Dollars als Anmerkung; wird in Russland das Rohöl in Rubel gehandelt?
Gruss Dave
Verfasst: 19 Jan 2005, 14:13
von Dave
ebpoc hat geschrieben:Ost-Russland als Rohstofflieferant würde dem europäischen Teil Russlands zu ungeahntem Reichtum verhelfen.
Wie geschieht das denn jetzt?
Kann sein, dass Sie in einer anderen Welt leben......
Der Hauptteil des Bruttoinlandsproduktes wird in Russland durch den Reichtum an Bodenschätzen erwirtschaftet. Hierbei sind vor allem Erdöl und Erdgas, Metalle (Nickel, Platin, Gold unter anderem ) sowie Uran, Kobalt und Diamanten zu nennen.....
....Russlands Anteil am gesamten Welthandel ist jedoch vergleichsweise gering und beträgt etwa 2 % (vergleichbar mit dem Anteil Singapurs).
Schöne Träume noch....
Dave
Verfasst: 19 Jan 2005, 14:15
von Dave
ebpoc hat geschrieben:Der Euro müsste wie der Dollar eine eigenständige Währung bilden.
Zur Zeit bildet der EURO ja keine eigenständige Währung....
Der Prozess der Ablöse des Pfunds durch den US-Dollar hat mehrere Jahrzehnete gedauert; realistischerweise ist daher für eine Ablöse des US-Dollars durch den Euro eine ähnlich lange Zeitspanne zu erwarten. Zusätzlich hängt dieser Prozess von den langfristigen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen ab, beispielsweise, ob es tatsächlich gelingt, die EU "zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt" zu machen, wie es in der Lissabon-Strategie formuliert worden ist.
Mit Russland als Partner wäre es wohl eher unmöglich die Lissabon-Strategie zu halten.
Verfasst: 19 Jan 2005, 14:28
von Dietrich
ebpoc hat geschrieben:
Gefördert werden müsste natürlich zuerst die diesbezügliche Infrastruktur mit europäischen Geldern.
Wuerde dann "Europa" auch die Fruechte ernten?
ebpoc hat geschrieben:
Dieser Reichtum würde Russland eine führende Stellung ermöglichen.
...dachte ich mir!
Mal ehrlich! Wie hoch sind die Chancen das Russland sich soweit oeffnet und sich vorbehaltslos in die EU integriert! Das es nicht mehr "das grosse Russland" sondern nur noch ein "Teil der EU" ist?
Ich glaube das Problem liegt nicht nur primaer an der EU....
Dietrich
Verfasst: 19 Jan 2005, 15:06
von Sportsfreund
ist es ein Versuch den russischen Klassiker "12 Stühle" ins Deutsche zu übersetzen?
in den 30er Jahren des letzen Jahrhundert haben 2 lustige Typen ein Buch geschrieben, in dem 2 Ganoven einem Schatz hinterher waren.
Unter vielen Abenteuern war auch folgendes:
als die knapp bei der Kasse waren und in einer kleinen Stadt "Wasjuki" strandeten, hat einer von diesen 2 Ganoven den Dorf-Deppen auch eine tolle Zukunftsvision präsentiert.
Wir organisieren hier in Eurer Stadt eine Schachweltmeisterschaft.
Dadurch bekommt die Stadt ein so riesen finanziellen und ökonomischen Schwung, dass es 2 maximal 3 Jahre dauert bis "Wasjuki" als "New Moscow" auf der Weltkarte erscheint (und Moskau als "Old Wasjuki").
Mit allen Vorteilen der Hauptstadt...
Schönes Leben, hübsche Frauen, eine Weltstadt eben...
Um das ganze in Lot zu bringen braucht man nur ein Startkapital von ein paar Rubel (bis zu Hundert) um ein Telegramm an ein paar Prominente Schachspieler zu schicken...
Das Ende dieser Schachgeschichte kann man sich erahnen...
Wer das Buch noch nicht gelesen hat, soll schnellstens nachholen.
Buch "12 стульев"
Autoren Ильф и Петров
Verfasst: 19 Jan 2005, 15:33
von Anonymous
Irgendwie scheint dies Medium bei mir immer noch nicht zu 100% zu funktionieren. Betreffend der Geschichte mit den 12 Stühlen: Man müsste die Diamanten nicht nur unter den Kommunisten aufteilen wollen, sondern damit eben das neue "Haus Europa" bauen wollen.
Verfasst: 19 Jan 2005, 15:39
von 7punkt
Sportsfreund hat geschrieben:
Wir organisieren hier in Eurer Stadt eine Schachweltmeisterschaft.
Dadurch bekommt die Stadt ein so riesen finanziellen und ökonomischen Schwung, dass es 2 maximal 3 Jahre dauert bis "Wasjuki" als "New Moscow" auf der Weltkarte erscheint (und Moskau als "Old Wasjuki").
Mit allen Vorteilen der Hauptstadt...
Wer das Buch noch nicht gelesen hat, soll schnellstens nachholen.
Buch "12 стульев"
Autoren Ильф и Петров
Nur eine kleine Bemerkung: es ging um
New Wassjuki 
und die Stadt ist zum Gattungsnamen geworden. Das Buch ist aber geil und hoechstempfehlenswert
LG,
7punkt
P.S.
http://www.perlentaucher.de/buch/3525.html Rezensionen zum Buch
