klaupe hat geschrieben:
Wie wäre es mit dem Kandidaten "parlamentarische Demokratie"?
Grundsätzlich, systematisch ist das sicher die beste Wahl. Ziel ist die Macht des Volkes, die Wahrung seiner Interessen.
Folgen Parlamentarier aber nicht dem Volkswillen, sondern wie in der UKR den Oligarchen oder wie in RUS der Zentralgewalt/Eigeninteressen bleibt parlamentarische Demokratie hohl. Die Interessen des Volkes werden nicht (ausreichend) beachtet.
Die USA sind auch eine reine Fake-Demokratie, an der sich auch nur noch 1/3 der US-Amerikaner beteiligen ...
Auch in DEU gefährdet der Einfluß der Finanzoligarchie (fehlende Finanzmarktregulierung, Bankentrennung, Bekämpfung der Steuerflucht, ...) in Politik, Medien unsere Demokratie, eine soziale Politik im Interesse des Volkes. Systematisch bleibt unser System aber selbst noch in dieser Krise das Überlegene, garantiert weitgehende Rechtssicherheit, individuelle Freiheitsrechte, Korruptionsbekämpfung, einigermaßen Transparenz, ...
In RUS funktioniert Demokratie durch die Macht der Oligarchen, Korruption in Justiz, Polizei, Bürokratie, unfreie Presse, fehlende zivilgesellschaftliche Kontrolle (noch) nicht. Bei einer schnellen West-Liberalisierung würden sicher individuelle Freiheitsrechte besser gewahrt, demokratisch legitimierte Macht aber wieder aufgekauft und wie in den 90ern nur privaten Interessen dienen. Putins Weg der Machtzentralisierung und Restauration eines funktionierenden Staates war als Reaktion richtig, ist aber keine zukunftsorientierte Lösung und schafft nicht die Bedingungen für eine notwendige Demokratisierung und Dezentralisierung zur Entwicklung des Landes.
Ein besseres RUS? Ziel ist die Macht und die Freiheit des Volkes, die Wahrung seiner Interessen und Rechte. Am Aufbau demokratischer, dezentraler Strukturen führt kein Weg vorbei, weder für individuelle noch soziale Menschenrechte, noch für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Deshalb hoffe ich auf ein baldiges Ende der Präsidentschaft Putins, auch wenn derzeit noch kein alternativer Weg sichtbar ist. Ich halte ihn für nicht reformfähig. Eine schnelle 90er-Westliberalisierung wäre aber mindestens sozial eine noch grössere Katastrophe als die derzeitige gesellschaftliche unter Putin.