dass eine Sprache einer Art evolutionaeren Entwicklung unterliegt, wie auch die Gesellschaft, die diese Sprache benutzt, ist selbstverstaendlich. Daher halte ich irgendwelche Reglements oder gar Gesetze bez. Sprachgebrauch auch fuer ueberfluessig. Denn, wenn die Sprachtraeger einem Einfluss seitens einer anderer Sprache unterliegen aufgrund von Mode, Dominanz in bestimmten Gebieten usw., dann ist es natuerlich, dass die Sprache angepasst wird.
Was ich bei dieser Diskussion aber wirklich lustig finde, ist dass die Vertreter der "Ur-Sprache" bei jeder neuen Adoption, bzw. Neologismus aufschreien, dass die Sprache verarmt, dass sie degeneriert!!! Dass Goethe eine schoene und Lessing eine reiche Sprache hatten und heutzutage wimmelt es von Callcentern, Ketchups und DJ's.
Na ja, liegt es vielleicht daran, dass es damals sowas nicht gab?

Und ausserdem vermute ich stark, dass in seiner Jugend der selbe Goethe auch Phrasen gesprochen hat, welche die damaligen Sprachschuetzer zum Haareraufen gebracht haetten.
Und ob sich ein Deutsches oder Englisches Wort durchsetzt, stellt sich im natuerlichen Auswahlverfahren heraus. Siehe DJ gegen Schallplattenaufleger. (Sollte nicht bedeuten, dass das englische Wort immer gewinnt-siehe Kindergarten im Englischen)
Vor kurzem habe ich auf "Kultura" eine Sendung gesehen, ach ja genau, das war "Schkola zloslovija" mit T. Tolstaja und A. Smirnova. Die beiden hatten einen Sprachforscher zu Gast, der eben verlauten liess, dass die meisten Forscher in dem Gebiet zur These tendieren, dass saemtliche Sprachen von einer Ursprache entstuenden. Dies ist zwar im Moment nicht zu beweisen, die Forschung bewegt sich aber in die Richtung, dass die Beweise dafuer durchaus bald gefunden werden.
Mit dieser Basis und angesichts der Globalisierung in allen Ebenen...
Bewegen wir uns vielleicht zu einer einzigen gemeinsamen Erdsprache?
...und die Sprachschuetzer versuchen das Unaufhaltsame aufzuhalten?
