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Russland steigt aus KSE-Abkommen aus
Verfasst: 13 Mär 2015, 01:52
von klaupe
Ab sofort fühlt sich Russland nicht mehr an das Abrüstungsabkommen gebunden uns wird an Beratungen zur Abrüstung konventioneller Streitkräfte in Europa nicht mehr teilnehmen. Bereits seit 2007 hat Russland auf seinem Gebiet das Abkommen kaum noch umgesetzt
Damit macht sich Russland selbst den Weg frei für eine unbegrenzte Aufrüstung bei Panzern, Kampfflugzeugen und Angriffshubschraubern.
Die Atomwaffen zu modernisieren steht ja schon länger auf dem Plan und auch für die anderen Bereiche hatte Putin bereits eine Aufrüstung angekündigt.
Der Etat der Streitkräfte wird auf umgerechnet etwa 64,4 Milliarden Euro fast verdoppelt. Dazu fordert der Verteidigungsausschuss noch weitere 1,6 Milliarden Euro für die personelle Verstärkung der Armee um 50 000 Soldaten jährlich bis zur Truppenstärke von fast 1/2 Million im Jahr 2017.
Finanziert wird es teilweise aus den Staatsreserven und durch Kostenreduzierungen im Bildungswesen.
Verständlich, denn Krieger sollen Befehle befolgen und nicht nachdenken.
Zwangsläufig wird die NATO wolh oder übel nachziehen.
Schon bei Putins Rüstungs-Ankündigungen vor mehreren Wochen hat man erkannt, dass die drastischen Etatkürzungen der NATO-Streitkräfte, Waffen- und Personalabbau sehr voreilig waren, da man auf eine friedliche Koexistenz mit Russland baute. Für den fatalen Irrtum muss nun bezahlt werden und der KSE-Ausstieg Russlands wird auch im Westen eine kräftige Aufrüstung erforderlich machen.
Damit sind dann bald wieder Zustände wie im Kalten Krieg mit der UdSSR erreicht.
Re: Russland steigt aus KSE-Abkommen aus
Verfasst: 13 Mär 2015, 02:16
von Alex KA
Genau, bald kommen wir um Sie zu versklaven..
Re: Russland steigt aus KSE-Abkommen aus
Verfasst: 13 Mär 2015, 02:24
von CSB_Wolf
klaupe hat geschrieben:
Verständlich, denn Krieger sollen Befehle befolgen und nicht nachdenken.
Ganz genau, das hat schon der Alte Fritz immer gesagt
Das ist der Westen aber selber schuld, Russland hatte lange genug gewartet das diese Verträge rativiziert werden. Europa hat lange genug gepennt (für unsere Russischen Freunde geschlafen) und nur noch abgerüstet, das kurbelt auch die Wirtschaft an.
Gruss
wolf
Re: Russland steigt aus KSE-Abkommen aus
Verfasst: 13 Mär 2015, 03:07
von klaupe
CSB_Wolf hat geschrieben:Das ist der Westen aber selber schuld, Russland hatte lange genug gewartet das diese Verträge rativiziert werden.
Die Definition von friedlicher Koexistenz ist sehr unterschiedlich. Vor allen Dingen darf man bei so was nicht an das Gute im Menschen glauben.
Europa hat lange genug gepennt (für unsere Russischen Freunde geschlafen) und nur noch abgerüstet
Obwohl ich fanatischer Pazifist bin, habe ich das auch nicht verstanden. Nackend durch ein Dornengebüsch rennen, das muss ja weh tun.
das kurbelt auch die Wirtschaft an.
Ja, da werden sich einige die Hände reiben. Beim Waffenexport tut sich ja Merkelinchen sehr schwer. Jetzt kann wieder für den Eigenbedarf produziert werden und die Amis müssen auch nicht mehr hochwertige Steuerungselektronik nach Russland schicken.
Einen Haken hat die Sache: In Russland entscheidet der Boss spontan und dann spucken schon alle in die Hände und legen los.
Hier werden erst einmal lange Debatten gestartet und Finanzierungspläne aufgestellt. Das kann schnell kritisch werden.
Re: Russland steigt aus KSE-Abkommen aus
Verfasst: 13 Mär 2015, 03:14
von klaupe
Alex KA hat geschrieben:Genau, bald kommen wir um Sie zu versklaven..

Re: Russland steigt aus KSE-Abkommen aus
Verfasst: 13 Mär 2015, 11:19
von Dietrich
Re: Russland steigt aus KSE-Abkommen aus
Verfasst: 13 Mär 2015, 11:46
von klaupe
Ist doch logisch, denn eine Rüstungslobby gibt es in Russland ja nicht.

Re: Russland steigt aus KSE-Abkommen aus
Verfasst: 13 Mär 2015, 12:10
von Gunnar
Alex KA hat geschrieben:Genau, bald kommen wir um Sie zu versklaven..
Genau. Mann muss ja nur gucken, wie souverän Russland mit der Führung seines eigenen Landes und nun dem dazugestohlenen Territorium zurechkommt. Da wird die Annektion und Versklavung von ganz Europa bestimmt ein logistisches Kinderspiel

Re: Russland steigt aus KSE-Abkommen aus
Verfasst: 13 Mär 2015, 21:04
von lausi
Ein bißchen Hintergrundwissen kann auch Dir nicht schaden:
Weit entfernt davon, Russlands Aufrüstungspolitik gut zu heißen, stellt der Bundesausschuss Friedensratschlag fest, dass die russische Politik in erster Linie das Ergebnis der rüstungspolitischen Einkreisungspolitik der USA und der NATO ist.
http://www.ag-friedensforschung.de/them ... e-baf.html
Re: Russland steigt aus KSE-Abkommen aus
Verfasst: 13 Mär 2015, 21:07
von lausi
klaupe hat geschrieben:
Zwangsläufig wird die NATO wolh oder übel nachziehen.
Schon bei Putins Rüstungs-Ankündigungen vor mehreren Wochen hat man erkannt, dass die drastischen Etatkürzungen der NATO-Streitkräfte, Waffen- und Personalabbau sehr voreilig waren, da man auf eine friedliche Koexistenz mit Russland baute. Für den fatalen Irrtum muss nun bezahlt werden und der KSE-Ausstieg Russlands wird auch im Westen eine kräftige Aufrüstung erforderlich machen.
Bist Du in einem Rüstungsbetrieb beschäftigt oder wer bezahlt für die Propaganda?
Fakt ist nämlich,
1. dass die NATO-Staaten seit Ende der 90er Jahre ihre Rüstungsanstrengungen erhöht haben; die militärische Überlegenheit der NATO gegenüber Russland beträgt bei Soldaten 3,5 zu 1, bei Kampfflugzeugen 3,3 zu 1, bei Kampfhelikoptern 3,7 zu 1, bei Überwasserkampfschiffen 5 zu 1 und bei U-Booten 3,3 zu 1; (die beiden letzten Kategorien sind allerdings nicht Bestandteil des KSE-Vertrages); bei Kampfpanzern gibt es eine zahlenmäßige annähernde Parität zwischen NATO und Russland;
2.dass mit der Auflösung des Warschauer Vertrags und der Nichtauflösung der NATO die geostrategische Überlegenheit des Westens noch erdrückender geworden ist; mit der Aufnahme der baltischen Staaten in die NATO hat sie sich mittlerweile bis an die Grenzen Russlands vorgearbeitet; außerdem betreiben die USA zielstrebig den Plan, auch die Ukraine und Georgien in das westliche Militärbündnis aufzunehmen und damit die Einkreisung des europäischen Teils Russlands perfekt zu machen;
3.dass die Stationierung der beabsichtigten Raketenabwehrsysteme in Tschechien und Polen das ohnehin labile Gleichgewicht zwischen den USA und Russland noch weiter zu Gunsten des Westens gewendet würde; alle Versicherungen der USA, die Raketenabwehr würde sich ausschließlich gegen die "Schurkenstaaten" Iran und Nordkorea richten, sind solange unglaubwürdig, als die russischen Vorschläge gemeinsamer Abwehrmaßnahmen von Washington abgelehnt werden;
4.dass neben der NATO auch die nach Osten expandierende Europäische Union dabei ist, ihre militärischen Fähigkeiten weiter zu erhöhen (wie es im gescheiterten Verfassungsvertrag und nun wortgleich im Lissabonner "Reformvertrag" heißt; letztlich entsteht mit der militarisierten EU ein weiterer Militärpakt; Russland bleibt davon ausgeschlossen und muss sich zu Recht auch von dieser Seite in die Defensive gedrängt fühlen.
http://www.ag-friedensforschung.de/them ... e-baf.html