Einreise russischer Ehefrau nach Deutschland im November 2015
Verfasst: 11 Nov 2015, 10:36
Ich habe sehr lange überlegt, ob ich in diesem Forum etwas zu unserem Erlebnis/ neuen Erfahrungen schreiben soll.
Ich tue es, um Andere vor Unheil zu bewahren.
Einreise über Flughafen, Ablauf wie immer, ich über "EU", sie über "Rest der Welt", ich hole schon mal das Gepäck. Aber sie kommt nicht.
Ein Gespräch, das mit einem widerwillig/ zornig eingedrückten Einreisestempel endete, brachte folgende Erkenntnis:
Eine russische Ehefrau, die ihren eigenen Namen im Pass stehen hat, also keinen deutschen, womöglich noch mit Umlauten, und damit nicht auf den ersten Blick als Ehefrau eines Deutschen zu erkennen ist, schützt auch ein seit Jahren bestehendes 5- Jahres- Visum mit regelmässigen und häufigen Reisen nicht vor Unbill.
Sie sollte heute immer dabei haben, wenn sie allein reist oder nur allein den Einreiseschalter passieren will:
- ein Schreiben, in dem der deutsche Ehemann die Übernahme aller Kosten usw. und den Zweck der Reise bestätigt- identisch mit dem, das die Botschaft erhielt
- eine Passkopie des Ehemannes
- eine Liste mit Telefonnummern, unter denen der Ehemann erreicht werden kann zwecks Nachprüfung der Angaben
- wenn ohne ausreichend Bargeld, dann deutsche Karten auf den Namen der Ehefrau
- eine Kopie der KV
- das Rückreiseticket
- idealerweise noch eine Kopie der Eheurkunde
Dies ist ganz besonders notwendig, wenn die Liebste nicht dem mitteleuropäischen Typ entspricht und vielleicht einer der gegenwärtig nach D strebenden Volksgruppen aus Krisengebieten zugerechnet werden könnte.
Wie gesagt, das ist nicht aus dritter Hand, sondern unsere neue Erfahrung. Ich bezweifle, dass meine Ehefrau ohne mich an diesem Tag und über diese Box eingereist wäre.
Natürlich haben wir uns sofort zur Flughafendienststelle der Bundespolizei bewegt als auch schriftlich an deren Präsidium gewandt. Ich war immer recht stolz, dass, im Gegensatz zu meinen vielen Episoden in Zentralasien, im Kaukasus und auch an russischen Grenzen, meine Familie an deutschen Flughäfen und in Deutschland korrekt behandelt wurde. Die Zeiten ändern sich eben.
Ich tue es, um Andere vor Unheil zu bewahren.
Einreise über Flughafen, Ablauf wie immer, ich über "EU", sie über "Rest der Welt", ich hole schon mal das Gepäck. Aber sie kommt nicht.
Ein Gespräch, das mit einem widerwillig/ zornig eingedrückten Einreisestempel endete, brachte folgende Erkenntnis:
Eine russische Ehefrau, die ihren eigenen Namen im Pass stehen hat, also keinen deutschen, womöglich noch mit Umlauten, und damit nicht auf den ersten Blick als Ehefrau eines Deutschen zu erkennen ist, schützt auch ein seit Jahren bestehendes 5- Jahres- Visum mit regelmässigen und häufigen Reisen nicht vor Unbill.
Sie sollte heute immer dabei haben, wenn sie allein reist oder nur allein den Einreiseschalter passieren will:
- ein Schreiben, in dem der deutsche Ehemann die Übernahme aller Kosten usw. und den Zweck der Reise bestätigt- identisch mit dem, das die Botschaft erhielt
- eine Passkopie des Ehemannes
- eine Liste mit Telefonnummern, unter denen der Ehemann erreicht werden kann zwecks Nachprüfung der Angaben
- wenn ohne ausreichend Bargeld, dann deutsche Karten auf den Namen der Ehefrau
- eine Kopie der KV
- das Rückreiseticket
- idealerweise noch eine Kopie der Eheurkunde
Dies ist ganz besonders notwendig, wenn die Liebste nicht dem mitteleuropäischen Typ entspricht und vielleicht einer der gegenwärtig nach D strebenden Volksgruppen aus Krisengebieten zugerechnet werden könnte.
Wie gesagt, das ist nicht aus dritter Hand, sondern unsere neue Erfahrung. Ich bezweifle, dass meine Ehefrau ohne mich an diesem Tag und über diese Box eingereist wäre.
Natürlich haben wir uns sofort zur Flughafendienststelle der Bundespolizei bewegt als auch schriftlich an deren Präsidium gewandt. Ich war immer recht stolz, dass, im Gegensatz zu meinen vielen Episoden in Zentralasien, im Kaukasus und auch an russischen Grenzen, meine Familie an deutschen Flughäfen und in Deutschland korrekt behandelt wurde. Die Zeiten ändern sich eben.