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Energienotstand auf der Krim
Verfasst: 22 Nov 2015, 14:32
von Nikolaus
Durch ukrainische Nationalisten (vielleicht richtiger: Terroristen), staendig hofiert von unseren Leitmedien, wurden nun heute nacht die letzten beiden ukrainischen Elekro-Fernleitungen kurz vor der Grenze zur Krim gesprengt. Selbstredend ist darauf die Energieversorgung auf der Krim zusammengebrochen - Notstand wurde erklaert, da wohl nur maximal die Haelfte des normalen Bedarfs aus lokalen Quellen abgedeckt werden kann.
Mir ist erinnerlich, dass ich vor nicht langer Zeit einen laengeren Artikel ueber die sogenannte Energiebruecke am Meeresboden quer durch die Strasse von Kertsch gelesen habe. Damit sollte vorfristig bereits ab Ende 2015 aus dem russischen Verbundnetz (vorrangig vom Kernkraftwerk Rostow) zu rund 50% der Energiebedarf der Krim gedeckt werden. (Urspruenglich war wohl Ende 2016 geplant.)
Mich hat das sehr erstaunt, da wir bei deutschen Grossprojekten ja eher an staendige Verlaengerungen der Realisierungsfristen gewohnt sind. Gibt es Informationen, ob auch nach den jetzigen ueblen Ereignissen der Termin noch gehalten werden kann?
https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A0%D0 ... 0.B8.D0.B2
Achtung, wer dieses Thema ohne politische Aspekte besprechen möchte - beispielsweise diese alternative Stromtrasse - wird hier fündig: http://forum.aktuell.ru/viewtopic.php?f=121&t=18421 Zejtnot, Vize-Admin
Re: Energienotstand auf der Krim
Verfasst: 22 Nov 2015, 14:47
von _RGP_
Die erste Meldung, die ich heute morgen (auf deutsch) dazu las, klang noch so, als könnten die Strommasten auch durch einen Sturm weggeknickt sein. Erst später wurde ergänzt, daß die Dinger bewußt von jemandem zerlegt wurden.
Die Meldung, daß bereits in den letzten Tagen (ich glaube Freitag) 2 Leitungen zerstört wurden, daß das Reparaturteam dann von der Arbeit abgehalten, und schließlich wohl auch die herbeigerufene Polizei sich Bewaffneten (Rechter Sektor?) beugen und wieder abziehen mußte, fehlt hingegen ganz.
Ist natürlich ein kluger Schachzug, jemandem den Strom zu kappen, den man wieder zu einem Beitritt zu seinem Land überreden will, und der außerdem immer brav den gelieferten Strom bezahlt.
Es wird sich außerdem ganz bestimmt positiv auf die gerade laufenden Verhandlungen um die Rückzahlung ukrainischer Schulden an Rußland auswirken. Man scheint ja in Kiew eh der Meinung zu sein, man kann da als Schuldner die Bedingungen diktieren, und der andere hat zu gehorchen.
Diplomatie wird halt total überbewertet.
Re: Energienotstand auf der Krim
Verfasst: 22 Nov 2015, 17:11
von fugen
Ist doch logisch, dass die Masten umgeknickt sein müssen, weil die Infrastruktur durch die korrupte Vorgängerregierung nicht istandgehalten, geschweige den modernisiert, wurde :-)
Habe es heute Morgen auch auf der Tagesschau gelesen und mir direkt die andere Seite angehört, schön mit Videoaufnahmen dokumentiert.
Im Volksmund sagt man dazu Propaganda, wenn ich mich jetzt nicht täusche
Re: Energienotstand auf der Krim
Verfasst: 22 Nov 2015, 18:16
von Alex KA
Dummköpfe haben offenbar Hochspannungsleitung gesprengt
Männer in komischen Mützen geben sich für Krimtataren aus, in Wirklichkeit das sind vielleicht Usbeken die gestern in US Botschaft waren, und dort angewiesen wurden diese komische Mützen zu tragen.
Ukrainische Armee ist gegen diese Clown Truppe machtlos, was auch niemanden wundert
http://www.youtube.com/watch?v=xkVz7B2Lqtg
http://www.youtube.com/watch?v=pnIeZy72IeQ
Re: Energienotstand auf der Krim
Verfasst: 23 Nov 2015, 08:42
von Zejtnot
Ich bin mal gespannt, ob sich Poroschenko langfristig gegen solche Chaoten durchsetzen kann. Er wird ja diese Leitung herrichten lassen müssen - aus finanziellen und politischen Gründen. Aktuell scheint er ja durchaus eine gewisse Konfrontation mit dem rechten Rand zu wagen.
Re: Energienotstand auf der Krim
Verfasst: 23 Nov 2015, 10:34
von m5bere2
_RGP_ hat geschrieben:Die Meldung, daß bereits in den letzten Tagen (ich glaube Freitag) 2 Leitungen zerstört wurden, daß das Reparaturteam dann von der Arbeit abgehalten, und schließlich wohl auch die herbeigerufene Polizei sich Bewaffneten (Rechter Sektor?) beugen und wieder abziehen mußte, fehlt hingegen ganz.
Die Welt hatte dazu einen Videobeitrag und nannte die Leute, die Strommasten sprengen und die Reperaturkräfte mit Waffen fernhalten, "Aktivisten".
Die Leute, die im Herbst 2011 in halb Brandenburg und Ostberlin den Bahnverkehr und Telefone in Krankenhäusern mit einem Feuer in einem Kabelschacht lahmlegten, waren selbstverständlich keine "Aktivisten". Das waren in der Tat "Terroristen" (Zitat des Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft damals).
Re: Energienotstand auf der Krim
Verfasst: 23 Nov 2015, 10:41
von Zejtnot
Sehr mysteriös ja auch der Ausfall von Spiegel, Focus, Blick und ... ha ha ... Playboy am Samstag. Man liest nur sehr wenig dazu, und immer nur "Stromausfall, der auch Server zerstört hat". Sonst wird über jede Kleinigkeit berichtet, aber hier über nichts. Nicht gerade vertrauenssteigernd.
Re: Energienotstand auf der Krim
Verfasst: 23 Nov 2015, 11:14
von Berlino10
Ein Teil der Wahrheit könnte uns verunsichern.
Re: Energienotstand auf der Krim
Verfasst: 23 Nov 2015, 15:13
von Kultgrieche
Hast du heute schon mit unserem kompetenten Innenminister telefoniert?
Na, mal sehen, ob nicht in ein paar Tagen eine Gasleitung aus Russland in Richtung Ukraine kaputtgeht. Immer die Materialermüdung aber auch...

Re: Energienotstand auf der Krim
Verfasst: 23 Nov 2015, 20:15
von m5bere2
Zejtnot hat geschrieben:Ich bin mal gespannt, ob sich Poroschenko langfristig gegen solche Chaoten durchsetzen kann. Er wird ja diese Leitung herrichten lassen müssen - aus finanziellen und politischen Gründen. Aktuell scheint er ja durchaus eine gewisse Konfrontation mit dem rechten Rand zu wagen.
Sein Premier aber anscheinend nicht, denn Jazenjuk möchte den Stromliefervertrag mit der Krimregierung beenden:
http://www.welt.de/wirtschaft/article14 ... m-ein.html
Diese NATO-Sprechpuppe...