Bereitet Westen Transportisolation Russlands vor?
Verfasst: 15 Feb 2016, 00:29
Seit längerem beobachte ich Tendenzen, die mich vermuten lassen, dass Russland in eine Transportisolation getrieben werden soll.
Seit 2014, also dem Beginn der Ereignisse um die Ukraine, haben eine Reihe von internationalen Fluggesellschaften ihre Flüge von und nach Russland entweder eingestellt oder stark eingeschränkt. Dies könnte man noch mit wirtschaftlichen Zwängen erklären. Wenn es aber keine westlichen Fluggesellschaften mehr gibt die Russland anfliegen, so können nur noch russische Fluggesellschaften Flüge in den Westen anbieten. Diese bedürfen aber Überflugrechte – die verweigert werden können, wie aktuelle Ereignisse im Zusammenhang mit Syrien zeigen.
Zwischen Russland und Polen gibt es Jahresabkommen mit Quotenregelungen, die den gegenseitigen LKW-Verkehr regulieren. Es ist nicht gelungen, für 2016 einen neuen Vertrag abzuschließen und somit hat Polen seit Anfang Februar für russische LKW seine Grenzen gesperrt.
Als Ausweg haben russische Transportunternehmen nun Strecken über die Ukraine ausgewählt. Seit dem Wochenende haben nun aber ukrainische Radikale begonnen, sämtliche russischen LKW auf dem ukrainischen Territorium festzusetzen. Bisher wurden 150 LKW an der Weiterfahrt gehindert.
Nun sucht Russland nach weiteren Reiserouten Richtung Westen. Hier bieten sich Estland und Lettland an. Allerdings erfolgt hier die Abfertigung sehr langsam, so dass sich auf russischer Seite ein LKW-Stau von über 1.000 Fahrzeugen gebildet hat.
Auch im privaten Personenverkehr sind Besonderheiten, insbesondere beim Grenzübertritt nach Polen zu beobachten. Polnische Grenzbeamte brauchen die dreifache Zeit für die Abfertigung, wie ihre russischen Kollegen in Kaliningrad oder ihre deutschen Kollegen an Berliner Airports.
Wie soll man diese Situationen werten?
Uwe Niemeier
Seit 2014, also dem Beginn der Ereignisse um die Ukraine, haben eine Reihe von internationalen Fluggesellschaften ihre Flüge von und nach Russland entweder eingestellt oder stark eingeschränkt. Dies könnte man noch mit wirtschaftlichen Zwängen erklären. Wenn es aber keine westlichen Fluggesellschaften mehr gibt die Russland anfliegen, so können nur noch russische Fluggesellschaften Flüge in den Westen anbieten. Diese bedürfen aber Überflugrechte – die verweigert werden können, wie aktuelle Ereignisse im Zusammenhang mit Syrien zeigen.
Zwischen Russland und Polen gibt es Jahresabkommen mit Quotenregelungen, die den gegenseitigen LKW-Verkehr regulieren. Es ist nicht gelungen, für 2016 einen neuen Vertrag abzuschließen und somit hat Polen seit Anfang Februar für russische LKW seine Grenzen gesperrt.
Als Ausweg haben russische Transportunternehmen nun Strecken über die Ukraine ausgewählt. Seit dem Wochenende haben nun aber ukrainische Radikale begonnen, sämtliche russischen LKW auf dem ukrainischen Territorium festzusetzen. Bisher wurden 150 LKW an der Weiterfahrt gehindert.
Nun sucht Russland nach weiteren Reiserouten Richtung Westen. Hier bieten sich Estland und Lettland an. Allerdings erfolgt hier die Abfertigung sehr langsam, so dass sich auf russischer Seite ein LKW-Stau von über 1.000 Fahrzeugen gebildet hat.
Auch im privaten Personenverkehr sind Besonderheiten, insbesondere beim Grenzübertritt nach Polen zu beobachten. Polnische Grenzbeamte brauchen die dreifache Zeit für die Abfertigung, wie ihre russischen Kollegen in Kaliningrad oder ihre deutschen Kollegen an Berliner Airports.
Wie soll man diese Situationen werten?
Uwe Niemeier