Zejtnot hat geschrieben:Mal am Rande gefragt: Du hast Farmland aus der Entfernung gekauft und kennst es nur vom Google-Foto? Das klingt ziemlich abenteuerlich.
Hallo Zejtnot!
Zweimal war ich mit meinem Auto in Moskau und im 300 km entfernten "Umgebiet" unterwegs, wie der Russe sagt. Zusammen bin ich 20.000 km rumgekurvt und werde immer lockerer je länger ich in Russland bin. Ich hätte nie gedacht, wie schnell man Deutschland vergessen kann, wenn man in Russland liebe Menschen und Ziele für die Zukunft hat. Auf dem exakt 43.766 m2 grossen Farmland war ich einmal 2015 und dreimal im Mai 2016. Letztes Jahr war es noch 400.000 Rubel billiger aber da konnte ich mich bzw wir uns nicht entscheiden. In Moskau habe ich eine hübsche kleine Verlobte, die auf mich aufpasst, das ich nicht verloren gehe. Im Kaufvertrag steht drin, das wir 10% bebauen dürfen und haben uns mit den hiesigen Gesetzen angefreundet und wir wissen jetzt, wie weit wir uns bei weiteren Bauvorhaben, daran vorbei mogeln können.
Beispiel: Unser Farmland ist im Süden von einem kleinen romantischen sich dahinschlängelnden Flusslauf auf 255 m abgegrenzt. Der Fluss ist von der Quelle bis zur Mündung in einen größeren Fluss komplett 50 km lang und nach
http://www.yarregion.ru/depts/str/DocLi ... ом%202.pdf
Gemäß den Absätzen 4, 5 und 6 RF Wasser ist Schutz Zonenbreite des VK Flüsse oder Bäche, Flüsse oder Bäche Dehnung von ihrer Quelle installiert:
(1) bis zu zehn Kilometer – in Höhe von fünfzig Metern;
(2) von zehn bis fünfzig Kilometer – in Höhe von hundert Metern;
(3) von 50 km oder mehr – in Höhe von 200 Metern.
Für den Fluss fällt die Stream-Länge weniger als zehn Kilometer von der Quelle bis zur Mündung des Sanitärbereich mit schützenden Küstenstreifen. Die Wasser-Schutz-Zone Radius nach dem Ursprung des Flusses, liegt der Datenstrom bei fünfzig Meter.
So ein Quatsch, sollen wir 200 m weit weg bauen?
Da der Fluss im Frühjahr unregelmässig viel über seine Ufer tritt, will ich zeitgleich zum Fischteichbau mit dem Bagger im Abstand von 10 m vom Ufer einen 3 m hohen Deich aufschütten lassen, der später mit einem essbaren Wald (nach der Permakultur) aufgeforstet wird.
Die Zeichnung vom Katasteramt hat 24 Messpunkte und allein 12 Stück liegen am Ufer, das zu unserem Grund und Boden gehört. Das öffentliche Recht für Angler und Elchjäger, bleibt auch so erhalten. Lustig finde ich es auch, das sich Angler aus den Nachbarorten mit Sitzmöbeln aus Holz und Abstiegsleiter auf unserem Land häuslich eingerichtet haben. Natürlich lasse ich alles stehen, als Neuankömmling braucht man keine Streitereien.
Ich habe Satellitenfotos gesammelt, worauf man eindeutig Häuser erkennen kann, die im Abstand ab nur 10 m von diesem Flussufer gebaut wurden. Ein Staatsdrama will ich nicht anstreben, sonst müssen die vielen lieben Nachbarn ihre Häuser abreissen lassen.
Wir haben bei einem Nachbarn der Baumaschinen besitzt, das Betonrohr-Einfahrtprojekt durch den Graben in Auftrag gegeben, einen 4x4 Allrad will ich mir nicht anschaffen. In einem russischen Sägewerk habe ich 170 Zaunpfähle 2500x100x120 aus Robinienholz, bei einem Baustoffhändler 730 m Wildzaun 2 m hoch und 1.500 m Stacheldraht bestellt, die nächstes Jahr wenn wir vor Ort sind angeliefert werden. Davor liefert man uns einen vollisolierten Bürocontainer, der uns als Notwohnung dient, bis das Haupthaus gebaut ist. Nur einmal solide bauen ist mein Denken.
Mal schauen was uns die Zukunft bringt.