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Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
Verfasst: 02 Sep 2016, 20:14
von rhein
Hallo ,ich war sehr lange nicht mehr hier, bin mittlerweile 4 Jahre glücklich verheiratet (Deutsch-Russisch), und bei uns läuft alles bestens.
Jetzt zu meinem Porblem . Wir wollen in 2-3 Jahren nach Russland auswandern, dann hat meine Frau durch ihre Arbeit hier in Deutschland anspruch auf die mindestrente, wenn Sie 67 ist , unsere Wohnung ist abbezahlt , und wir wollen als Frührentner in die Russische Provinz ( wologda Oblast)
mit der finanziellen Kaululation bin ich soweit durch.
(wir leben vom ersparten bis die Rente durch ist ^^)
ich habe nur ein Problem, bei dem mir Google und meine Frau auch nicht weiterhelfen können.
Gibt es in Russland sowas wie eine private Krankenversicherung oder gibt es nur die Standardversicherung ?
Ich habe ein künstliches Knie bekommen , und das muss mindestens einmal nach unserem Auswanderungstermin ausgetaucht werden, die OP in Deutschland privat zu zahlen würde ca 20000 Euro kosten , eine weiterversicherung in Deutschland geht wohl nur wenn man einen Wohnsitz in Deutschland hat , und ich denke in Moskau oder Piter wird es auch vernünftige Chirugen geben , wenn man privat versichert ist.
Oder sind die Russischen Krankenhäuser in den Großstädten genauso katastrophal wie in der Provinz?
vielne dank schon mal
Re: Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
Verfasst: 02 Sep 2016, 20:21
von m5bere2
Du kannst den Chirurgen ja auch bar bezahlen. Mehr als 200.000 Rubel wird die OP wohl kaum kosten. :-)
Re: Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
Verfasst: 02 Sep 2016, 21:56
von saransk
rhein hat geschrieben:Oder sind die Russischen Krankenhäuser in den Großstädten genauso katastrophal wie in der Provinz?
Kommt darauf an, wo Du hingelangst.
In Saransk gibt es ein sehr gut ausgestattetes und auch optisch rundum modernisiertes Krankenhaus (Von dort kann ich, je nach Lage des Zimmers, in der Ferne sogar Bellas gemütliches Häuschen sehen

), und es gibt natürlich noch die alten Kliniken. Diese sind zwar gerätemäßig mittlerweile einigermaßen ausgestattet, und auch die Ärzte sind professionell und gut ausgebildet, den Rest kannste aber vergessen (baulich teilweise eher abbruchreif, und bestimmt nicht unbedingt keimfrei). Auch die älteren Krankenschwestern sind ein Horror. Nach der letzten Blutentnahme hatte ich mehrere Hämatome, und angeschnauzt hat sie mich auch noch.
Halt uns aber mal auf dem laufenden bezüglich Eurer Auswanderung. Klingt interessant.
Re: Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
Verfasst: 03 Sep 2016, 00:07
von bella_b33
saransk hat geschrieben:Kommt darauf an, wo Du hingelangst.
Wologda Oblast hat er geschrieben
BTW:
Das neue KH bei mir vorn auf der Kreuzung, scheint wirklich nicht verkehrt zu sein, wie ich bisher hörte...
Gruß
Silvio
Re: Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
Verfasst: 03 Sep 2016, 08:12
von zimdriver
... auch auf die Gefahr hin, dass ich wieder wegen meiner Methusalem- artigen Lebenserfahrung kritisiert werde:
Glaube niemandem, der nicht wenigstens eine OP in einem russischen KH hinter sich hat.
Niemals, wirklich niemals würde ich eine planbare OP in Russland planen. Solange ich es bis zum Flugzeug schaffe und mitgenommen werde, werde ich nach D fliegen.
Eine VIP- Poliklinik in Moskau mit grossen Autos der Patienten vor der Tür verwechselt Laborproben oder gibt absolut falsche Behandlungsempfehlungen.
Unsere Tochter sollte vom Schulbesuch ausgeschlossen werden wegen TBC.
Die Fortsetzung der Reha nach Knie- OP in DE in diesem Jahr gestaltete sich putzig. Akkupunktur und Sauerstoff- Hochdruck- Kammer wurden dringendst empfohlen. Die ganz normale Elektrostimulation und die Lymphknoten- Massage, wie vorher in DE in der Physiotherapie gemacht, gingen nicht.
Es muss einen Grund geben für den Medizintourismus nach DE, oder?
Eine Hüfte- OP mit Chefarzt und Einzelzimmer und anschließender Reha kostete in 2015 rd. 12 TEUR. Das Knie sollte nicht teurer sein.
PS und nur zum Nachdenken, bevor Ihr kauft oder mietet:
Vor kurzem brauchte die Skoraya am nördlichen Stadtrand, am Sonntag, leere Strassen, absolut staufrei, für wenige km 55 Minuten. Mein Kollege verstarb.
Unser Forenfreund Sibirier könnte vielleicht auch noch schreiben, wenn es den ADAC- Hubschrauber oder wenigstens eine funktionierende SMH im Moskauer Gebiet gäbe.
Beide waren weit unter 60.
Re: Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
Verfasst: 03 Sep 2016, 08:27
von m1009
m5bere2 hat geschrieben:Du kannst den Chirurgen ja auch bar bezahlen.
Bitte Satz aendern: "Du musst den Chirurgen ja auch in bar bezahlen."
Oder? Norbert? Bella? Zhenia? Habt Ihr Infos zu Kassen, die solch eine OP tragen? Und, fast noch wichtiger, die Reha?
Wir hatten vor 1,5 Jahren in der Fam. eine Hueft-OP. Huefte aus Magnitogorsk, OP im neuen Oblast Krankenhaus Kirov. Alles gut verlaufen. Nach Haus, zur Reha kam 2 mal eine Krankenschwester ins Haus. Das wars. Die Dame laeuft inzwischen wieder. Bis zum Bad und Kueche. Mit einem Gehgestell. Vor dem Haus war sie das letzte Mal vor 1,5 Jahren. Ist in Moskau, Saransk oder NSK vielleicht anders, in Kirov, bei uns und, ich wage zu behaupten, in Wologda, sicher nicht.
Das Thema Knie ist in meiner Familie ein Thema, meine Mutter hat sich das Knie bei Handball, meine, im Motorsport dauerhaft gaeschaedigt. Wenn ich es mir, an diesem hoffentlich in ferner Zukunft liegenden Tag, leisten kann, dann OP und ein Teil der Reha in DE.
Re: Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
Verfasst: 03 Sep 2016, 08:45
von m1009
Glaube niemandem, der nicht wenigstens eine OP in einem russischen KH hinter sich hat.
Zahnarztbesuche zaehlen nicht.

.
Re: Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
Verfasst: 03 Sep 2016, 08:49
von zimdriver
... Mein Chirurg verlangte, nachdem er ein Gespräch über Autos begonnen hatte, mit mir, nach Unfall unter Schock, vor der OP einen Beitrag für seinen neuen Suzuki. Nach dem Aufwachen fragte dieser Spezialist, ob ich schon meiner Frau Bescheid gesagt hätte wegen der USD.
Im besten Haus am Platze in Moskau ...
Re: Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
Verfasst: 03 Sep 2016, 09:28
von m5bere2
m1009 hat geschrieben:Ist in Moskau, Saransk oder NSK vielleicht anders, in Kirov, bei uns und, ich wage zu behaupten, in Wologda, sicher nicht.
In NSK ist man selbst mit der Betreuung von Schwangerschaften zwischen rhesus-negativer Mutter und rhesus-positivem Vater überfordert, obwohl rund jede zehnte Schwangerschaft diese Konstellation hat (und in unserem Bekanntenkreis gibt es eigentlich fast nur solche Schwangerschaften

). Und nicht nur in der staatlichen Poliklinik sondern auch in der modernsten Privatklinik des Novosibirsker Wissenschaftszentrums Akademgorodok! Das Geburtshaus dort nimmt rhesus-negative Frauen gleich gar nicht auf.
Und hier rede ich nichtmal über einen schon vorhandenen Rhesuskonflikt sondern über die triviale Anti-D-Prophylaxe, damit es zu diesem Rhesuskonflikt gar nicht erst kommt! Eine einfache Injektion! Seit beginn der Schwangerschaft haben wir uns darüber schlau gemacht, wo man diese Spritze herbekommt (zum Glück wussten wir noch aus Deutschland, dass die angebracht ist, hier hätte uns ohne Nachfrage davon keiner erzählt). Am Ende haben wir sie gekriegt, selbst bezahlt, obwohl die von der staatlichen Krankenversicherung abgedeckt ist.
Re: Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
Verfasst: 03 Sep 2016, 12:22
von inorcist
Meine Frau hatte letztes Jahr zwei OPs in Moskau, beides nichts Weltbewegendes und Standardeingriffe, die eigentlich von der staatlichen KV gedeckt sein sollten. Beide Male durften wir noch ca. 1000€ im Umschlag dazuzahlen. Und bei der zweiten OP, die wir etwas planen konnten, meinte der zurständig Arzt, ob wir nicht vorher noch kurz nach DE fliegen könnten, um dort die entsprechenden Medikamente zu besorgen, weil in RU Engpass herrsche und er uns die russischen Mittel nicht zumuten will.