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Spätaussiedler will kasachischen Pass

Verfasst: 03 Aug 2017, 20:32
von Axel
Hi,

bin in Kasachstan geboren und mit 2 als Spätaussiedler nach Deutschland gekommen, ich war damals über meine Mutter für die kasachische Staatsbürgerschaft eingetragen, sie ist aber ausgetreten und laut dem Rathaus habe ich auch nur die deutsche Staatsbürgerschaft.

Jetzt kommt meine Frage: Kann ich die kasachische Staatsbürgerschaft beantragen ohne die deutsche zu verlieren ? Habe nämlich keine Lust immer mit Visum nach Russland einzureisen, über die Staatsbürgerschaft Kasachstans könnte ich visafrei einreisen, außerdem gibt es noch weitere interessante Länder, die dann ohne Visum passierbar wären (Iran, natürlich Kasachstan,Weißrussland, Aserbaidschan, Kirgisien, Malediven usw.)

Also kann ich die kasachische Staatsbürgerschaft beantragen ohne die Deutsche zu verlieren ? Falls nicht, dann würde ich von dem Vorhaben wohl absehen.

Re: Spätaussiedler will kasachischen Pass

Verfasst: 03 Aug 2017, 21:40
von Wladimir30
Ich würde mich an Fachkundige in Bezug auf Kasachstan wenden.

Re: Spätaussiedler will kasachischen Pass

Verfasst: 03 Aug 2017, 23:19
von Cska
Meinem Cousin wurde gesagt das er dafür die deutsche aufgeben müsste. Würde mich aber lieber genauer Informieren in einem Konsulat Kasachstans.

Re: Spätaussiedler will kasachischen Pass

Verfasst: 04 Aug 2017, 08:21
von m5bere2
Da ist nicht nur die kasachische Gesetzgebung maßgeblich. Wer eine andere Staatsbürgerschaft annimmt, verliert die deutsche Staatsbürgerschaft automatisch, wenn er nicht vorher eine Beibehaltungsgenehmigung vom Bundesverwaltungsamt erhält.

Re: Spätaussiedler will kasachischen Pass

Verfasst: 04 Aug 2017, 19:26
von Magdeburg-Moskva
Vielleicht gibt es so eine Art Feststellungsverfahren, ob laut Ansicht der kaz. Behörden nicht doch noch die kaz. StAng. besteht. Ob du noch die kaz. StAng. hast, entscheiden die kasachischen Behörden, nicht "das Rathaus".

Re: Spätaussiedler will kasachischen Pass

Verfasst: 15 Aug 2017, 00:01
von Axel
Also falls es jemanden interessieren sollte.

Habe mich letztens mit der kasachischen Botschaft verständigt und laut deren Wortlaut bin ich schon lange ausgebürgert worden. Demnach war ich über die Mutter eingetragen, sie hat sich und mich aber ausgebürgert.

Endresultat: Ich müsste jetzt wie jeder gewöhnlicher Ausländer einen Wohnsitz in Kasachstan haben und dann meine deutsche Staatsbürgerschaft ablegen. Also nichts für mich.

Das Ganze hat sich also somit erledigt. Da ich in ferner Zukunft eh keinen Trip nach Russland mehr plane, brauche ich den kasachischen Pass eigentlich auch garnicht.