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Reisebericht Süd-Ural: Von der Taiga in die Steppe

Verfasst: 12 Aug 2017, 20:18
von Packerowski
In meinem Russland-Blog habe ich einen Fotobericht über eine selbst organisierte Eisenbahn-Sommertour an die Grenze von Europa und Asien veröffentlicht. Route: Moskau - Samara - Ufa - Sjuratkul - Orenburg: https://www.rhein-wolga.info/reiseberic ... cher-ural/

Die südliche Ural-Region bietet fast alles, was Russland für mich so faszinierend macht: Zwischen Tscheljabinsk im Nordosten und Orenburg im Südwesten gibt es jede Menge Natur pur: Endlose Taiga, Berge, bunte Wiesen und baumlose Grassteppen, Flüsse mit vielen hübschen Badestellen. Russen, Baschkiren, Kasachen und andere Völker haben die Region gemeinsam geprägt und kommen augenscheinlich recht gut miteinander klar. Das einzige, was es so gut wie gar nicht gibt, sind andere Touristen. Ein grandioses, bislang fast unentdecktes Reiseziel!

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Re: Reisebericht Süd-Ural: Von der Taiga in die Steppe

Verfasst: 13 Aug 2017, 07:32
von m1009
Danke fuer den Bericht.
was es so gut wie gar nicht gibt, sind andere Touristen.
Das verlaeuft sich wegen der Groesse des Landes. Mir kommt es z.B. auf den Trassen (ich fahre, ausser Aeroexpress, nicht mit dem Zug ;) )immer wie eine Voelkerwanderung im Sommer vor. Nsk, Omsk, Tyumen, XMAO, Jamal/Nenzen, Komi usw. zieht es Richtung Westen Russlands... Dagegen siehst Gebiet ab Ufa/Perm (in Richtung Osten/Ural) sehr viele Familien mit Kfz aus der Zentralregion.

Re: Reisebericht Süd-Ural: Von der Taiga in die Steppe

Verfasst: 14 Aug 2017, 11:52
von Jenenser
Packerowski hat geschrieben:Ein grandioses, bislang fast unentdecktes Reiseziel!
Eine sehr gute Anregung! Vielen Dank für den, stets positiv formulierten, Reisebericht!

Re: Reisebericht Süd-Ural: Von der Taiga in die Steppe

Verfasst: 15 Aug 2017, 01:06
von Packerowski
m1009 hat geschrieben:Das verlaeuft sich wegen der Groesse des Landes. Mir kommt es z.B. auf den Trassen (ich fahre, ausser Aeroexpress, nicht mit dem Zug ;) )immer wie eine Voelkerwanderung im Sommer vor. Nsk, Omsk, Tyumen, XMAO, Jamal/Nenzen, Komi usw. zieht es Richtung Westen Russlands... Dagegen siehst Gebiet ab Ufa/Perm (in Richtung Osten/Ural) sehr viele Familien mit Kfz aus der Zentralregion.
Ja klar, auch die Züge waren immer voll. Aber ein Großteil der Reisenden ist ja unterwegs zur Verwandtschaft (oder ans Schwarze Meer). Speziell bei der Region Orenburg wundere ich mich aber schon, dass das touristisch überhaupt kein Ziel für Urlauber ist - wobei wir wahrscheinlich noch nicht einmal die spektakulärsten Ecken gesehen haben. Es gibt noch nicht einmal einen einzigen Reiseführer über die Gegend zu kaufen, weder in Moskau, noch vor Ort. Um Informationen im Internet über Unterkünfte etc. zusammenzuklauben, könnte man ein Detektivbüro beauftragen.
Jenenser hat geschrieben:Eine sehr gute Anregung! Vielen Dank für den, stets positiv formulierten, Reisebericht!

Danke ebenso für den netten Kommentar.

Re: Reisebericht Süd-Ural: Von der Taiga in die Steppe

Verfasst: 15 Aug 2017, 08:38
von m1009
"Ich mach Urlaub pod Orenburg" ist etwa so beliebt wie "Wir fahren in die Rhön".

Beides sicher schoen, erholsam und sehenswert, fuer die Masse jedoch uninteressant....

PS: Ich komm viel rum in RUS, leider fehlt immer die Zeit sich auf die Schoenheit und Besonderheiten einer Region einzulassen. Noch mals vielen Dank fuer die Berichte! GPS Daten hast Du gespeichert?

Re: Reisebericht Süd-Ural: Von der Taiga in die Steppe

Verfasst: 15 Aug 2017, 10:46
von Wladimir30
m1009 hat geschrieben: "Wir fahren in die Rhön".
Herrliche Gegend zum Segelfliegen!!!!!!!!!!!!!

Re: Reisebericht Süd-Ural: Von der Taiga in die Steppe

Verfasst: 15 Aug 2017, 12:18
von Jenenser
Wladimir30 hat geschrieben:
m1009 hat geschrieben: "Wir fahren in die Rhön".
Herrliche Gegend zum Segelfliegen!!!!!!!!!!!!!
Tatsächlich, auf der Wasserkuppe saß ich das erste Mal in so einem Ding.
Aber wir schweifen vom Thema ab.
Unsere Freunde aus Jekaterinburg, mit denen wir schon gemeinsam den Nord-Ural ein wenig bereisten, fuhren im vergangenen Jahr mit dem Auto Richtung Orenburg ganz selbstverständlich in den Urlaub, an den Raswal-See.

Re: Reisebericht Süd-Ural: Von der Taiga in die Steppe

Verfasst: 15 Aug 2017, 13:16
von Zejtnot
Es gibt durchaus auch lokale Sehenswürdigkeiten, also beispielsweise bei Abakan die Ergaki-Berge oder den See Beljo. Aber dennoch gibt es keinen nennenswerten Reiseführer dazu und man muss sich alles selbst irgendwo zusammensuchen. Irgendwo im Netz geistert beispielsweise eine brauchbare Wanderkarte zu den Ergaki-Bergen rum, aber in Läden findet man überhaupt nichts. Und wenn man es noch etwas weiter abseits der offensichtlichen Höhepunkte möchte, findet man gleich gar nichts mehr.

Re: Reisebericht Süd-Ural: Von der Taiga in die Steppe

Verfasst: 19 Aug 2017, 01:01
von Packerowski
Jenenser hat geschrieben:Unsere Freunde aus Jekaterinburg, mit denen wir schon gemeinsam den Nord-Ural ein wenig bereisten, fuhren im vergangenen Jahr mit dem Auto Richtung Orenburg ganz selbstverständlich in den Urlaub, an den Raswal-See.
Dieser künstliche Salzsee von Sol-Ilezk scheint ein Ort zu sein, an dem sich die Geister scheiden. Wir wurden von mehreren Leuten in Orenburg ausdrücklich davor gewarnt, dorthin zu fahren (Hässlich, im Sommer hoffnungslos überfüllt und so salzhaltig, dass man es gar nicht lange im Wasser aushält) - und haben die Visite schlussendlich aus unserem Programm gestrichen. Andere schwärmen von Russlands Miniaturausgabe des "Toten Meeres" in den höchsten Tönen. Weiß jemand mehr?

Re: Reisebericht Süd-Ural: Von der Taiga in die Steppe

Verfasst: 21 Aug 2017, 13:13
von Jenenser
Packerowski hat geschrieben:Weiß jemand mehr?
Aus Jekaterinburg bekam ich folgenden kleinen Reisebericht per Mail. Ich bin mir sicher, dass es keine Einwände gegen seine Veröffentlichung gibt. Viel Freude beim Lesen! ;)
...мы с ... уже лет 5 пытались съездить на солёные озера Соль-Илецка. За подготовку поездки взялась ... – изучила отзывы, заказала гостиницу в Оренбурге.

Выехали вчетвером в 4 утра, от Уфы повернули на юг и приехали на место в 18.00. Были неприятно удивлены манерой езды местных водителей при обгонах и перестроениях как в Башкирии, так и в Оренбургской области.

Вечером немного погуляли по ул.Терешковой, удивлялись, что даже в сумерках люди ходят в легких платьях. А в дневные часы температура стабильно достигала 33-34 градусов.

Утром следующего дня выехали в Соль-Илецк, уже в 10 утра люди отправились на пляж в количествах, которых сейчас нет на море. Очереди в кассах (вход платный), свободнее расположиться можно только подальше от входов, правда, есть ВИП-зона за дополнительную плату. Неплохо организовано питание. Стоит один раз опустить руку в озеро, она тут же покрывается белым налетом, стряхнуть его почти невозможно – только смывать водой. Ощущение после «купания» будто ты покрыт песком – вот в таком виде и возвращались в гостиницу. Лица пытались отмыть ещё перед отъездом, но в магазине меня спросили: «Вы, наверное, побелкой занимались?» Соль – самая обычная, пищевая. На кончиках пальцев её не видно, но когда ешь арбуз – он солёный там, где его только заденешь.

Рядом с солеными озерами – шахта, где добывают пищевую соль. Несколько в отдалении, но тоже на территории курорта, лечебные грязи. Недостатки: очереди в душ, чтобы смыть соль или грязь; и не видел санаторных корпусов – такое впечатление, что все размещаются в частном секторе. Местные жители предлагают жильё, как в ..., уже перед въездом в город.