Magdeburg-Moskva hat geschrieben:hc_blacki hat geschrieben:LOL haben Sie Dich schön verar...t aufm roten Platz.

Naja, der Kollege hat zwar Ärger gehabt, mit der Flucherei und den Unannehmlichkeiten, aber zumindest nichts verloren.
Ist mir auch während meines letzten Moskau-Aufenthaltes (Sept 2004) passiert. Merkwürdigerweise in der Nähe vom RP. Es waren sogar zwei Versuche. An zwei Tagen am gleichen Ort. Einer war so geschickt, dass ich darauf fast einfiel. Aber irgendwas sagte mir (meine 25jährige Russland-Erfahrung :-)), lieber Finger weg. Gleiches Szenario: Einer lässt das Geld fallen (Dicker Dollar-Bündel im Plastik), ein andere Typ hebt die Kohle blitzschnell auf und steckt in die Tasche. Jetzt bist du "dran". Gespielt wird auf das Menschengier, darauf, dass derjenige, der zum ahnungslosen Zeugen des Geschehens wird auf keinen Fall ein verlockendes Angebot des "Finders" nicht ablehnen würde, die Kohle zu teilen, anstatt den Dollar-Ihnhaber zu benachrichtigen. (Und nebenbei bemerkt: Logischer waere für den "Finder"(und sein Russischen Charakter :-)) sich sofort aus dem Staub machen, anstatt mit jemandem da auf offener Strasse die gefundene Kohle zu teilen). In meinem Fall wie gesagt, war der eine Versuch fast perfekt: ein 18-20 Jähriger "Finder" klebte dann nicht an mir, sondern versuchte unauffällig ein Schritt von mir entfernt sich weiter zu eilen. Ich war ganz in Überlegung, was der ganze Kram soll. Nach ca. 15-20 Metern verlor der Junge anscheinend Geduld und ging weg, zurück zum Metro...
Ein anderer Versuch, ich denke, es war am übernächsten Tag. Gleiche Location, Tverskaya, nähe McDoof und Главпочтамт. Diesmal war der "Finder" ungeschickter, hat total versagt, würde ich sogar sagen...Anstatt unauffällig wie möglich zu bleiben, hat er angefangen lautstark zu staunen : "Dollars,dollars!!!

". So wie er es gemacht hatte, sollte er dann die Kohle mit der halben Strasse teilen

. Ich blieb ruhig, ging weiter, bat ihn aber nebenbei : "Ребята, не надо меня разводить". Zum meinen Erstaunen, hatte er sich sogar entschuldigt : "Ну извини.."

,damit hab ich echt nicht gerechnet

. Ich fuhr dann nach einiger Zeit wieder nach DE zurück und ca. 2 Monate später las ich in der Zeitung (Московский Комсомолец), dass in Moskau ein Paar von solchen Trickbetrügern festgenommen wurden.Im Artikel wurde auch das ganze Mechanismus beschrieben. Bis dahin hatte ich echt kapiert, wie der Trick so funktioniert.
Nebenbei bemerkt: Ein russisches Wort dafür heisst кидалово. (кинуть als ein Verb)