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Was GM und Opel verbockt haben....

Verfasst: 13 Apr 2005, 16:28
von Dave
...biegen Schröder/Putin, hier mit Siemens wieder gerade...
...zumindest teilweise.

Bei Opel müssen bis Ende Jahr noch 4500 Arbeitnehmer Ihren Dienst quittieren und stehen dann auf der Strasse. Mangelndes Engagement kann man Ihnen sicher nicht vorwerfen, so lebten Sie doch quasi für Ihre Marke mit dem Blitz.
Tragische Schicksale im Einzelfall sind das Resultat des Missmanagement von GM, die sich übernommen haben. Den Preis zahlen andere... eben wieder mal richtig Amerikanisch!

An anderer Stelle spricht man von der Schaffung neuer Arbeitsplätze für mindestens acht bis zehn Jahre. Erste öffentlich genannte Zahlen bewegen sich in der Höhe von 800-1000 Stellen welche bei Siemens alleine in Deutschland geschaffen würden. Alleine durch den Riesenauftrag, in Russland ein Schnellbahnnetz aufzubauen. Dies alles verpackt in eine tolle Männerfreundschaft, man mag sich, ist sich einig und kann erste Erfolge verbuchen. Also liegt die Zukunft Deutschlands (folgerichtig auch der Schweiz, aber eigentlich sind wir zu unbedeutend um extra erwähnt zu werden) in Russland.
Das sind doch erste Perspektiven... trotz Hartz 4 und gelenkter Demokratie!

Da bin ich ja gespannt, Dave

Re: Was GM und Opel verbockt haben....

Verfasst: 13 Apr 2005, 19:58
von Kaschei
Dave hat geschrieben:Bei Opel müssen bis Ende Jahr noch 4500 Arbeitnehmer Ihren Dienst quittieren...
Ich bin froh, dass die "große Politik" in diesem Fall keine zweifelhafte, finanzielle Angebote a la Holzmann und Bombardier gemacht hatte. Da wir im Kaipitalismus leben und uns ja auch dazu öffentlich Bekennen - müssen wir es in der Tat in Kauf nehmen, dass manche Betriebe, ob durch Missmanagment oder sonst was, kaputt gehen. Für die Biografie eines Arbeitnehmers soll es dabei nicht nachteilig sein, wie es zur Zeit leider immer noch ist, im Laufe von 10 Jahren für 10 verschiedene Betriebe gearbeitet zu haben.

was ist schlimm daran

Verfasst: 13 Apr 2005, 22:50
von Reinhard
sich in den 10 Jahren bei 10 verschiedenen Arbeitgebern über Wasser zu halten? Dieser Mensch kann stolz auf sich sein - er hat 10 mal von ganz vorn angefangen und bewiesen, daß er sich an sehr viele Situationen anpassen kann, die viele Leute gar nicht in der Lage wären seelisch und körperlich auf sich zu nehmen.

Hut ab vor diesem Menschen!!

Reinhard

Re: was ist schlimm daran

Verfasst: 13 Apr 2005, 23:23
von Dave
Reinhard hat geschrieben:Hut ab vor diesem Menschen!!
Die Welt besteht halt nicht nur aus freiberuflichen Alleinhaushaltlern...

Also wirst Du den Hut äusserst selten heben müssen.

Dave

mir hats gereicht

Verfasst: 13 Apr 2005, 23:29
von Reinhard
innerhalb der selben Firma in 12 Jahren dreimal von vorn anzufangen ...
bis ich jetzt das richtige gefunden hab.

Verfasst: 13 Apr 2005, 23:34
von Dave
Irgendwo hab ich mal was von 4500 Menschen geschrieben...

Auch als Unternehmer hat man so seine Problemchen, aber das wird heftig. Und ein Mensch bleibt ein Mensch... bis er die Hoffnung verliert.

Das tut schon weh, selbst einem Oberarsch wie mir,

Dave

Weisst Du

Verfasst: 13 Apr 2005, 23:40
von Reinhard
in dem Laden wo ich arbeite, keine 20 km von Opel weg, gehen derzeit 5400 Menschen nach Hause.

ist mindestens genauso schlimm.

Verfasst: 13 Apr 2005, 23:47
von Gast
Sich vorzustellen was da passieren wird, ist in der Tat schlimm...

...ich komme öfters nach Hause und sage: Kunde zahlt nicht, muss den Anwalt einschalten...

...aber da kommt jemand nach Hause und sagt: Job ist weg, weiss nicht wie es weitergeht!

Ja, das ist tragisch.

Dave

Verfasst: 13 Apr 2005, 23:49
von Dave
habe ja zum Glück signiert.

Re: was ist schlimm daran

Verfasst: 13 Apr 2005, 23:57
von Kaschei
Reinhard hat geschrieben:sich in den 10 Jahren bei 10 verschiedenen Arbeitgebern über Wasser zu halten?
So habe ich's nicht gemeint! Nicht über wasser halten, sondern in Würde und der eigenen Qualifikation angepasst leben können - Kinder, Wohnraum etc. inbegriffen.