Kriegsverlauf Berlin Treptow April 1945
Verfasst: 21 Jul 2024, 20:57
Hallo zusammen,
ich hoffe, dass ich meine Frage an die richtige Stelle platziert habe.
Mein Name ist Benjamin Pfannes. Ich promoviere zur Zeit an der Universität Potsdam im Bereich Militärgeschichte.
Für ein Filmprojekt bin ich auf der Suche nach Informationen bzw. Aktenmaterial hinsichtlich des Kriegsverlaufes im Berliner Stadtteil Treptow im April 1945. Bisher konnte ich folgende Informationen zusammentragen:
Es gab hier offenbar schwere Kampfhandlungen. Wenn ich es richtig verstehe hatten die Russen die Absicht die Frankfurter Allee als Einfallstor zum Berliner Zentrum zu nutzen. Sie sind dort auf zu starke Abwehr getroffen und haben entschieden am Treptower Park über die Spree zu setzen (und ebenfalls östlich davor). Sie haben dort mit ihren Pionieren eine Hilfsbrücke gebaut und sind dann in den Treptower Park vorgerückt. Vielleicht kam das für die Verteidiger überraschend und sie konnten darauf nicht reagieren.
Mir ist dabei nicht klar, ob der Park als Freifläche eher hinderlich oder hilfreich für die russischen Truppen war. Nach meinem Kenntnisstand waren die Gefechte entlang des Parks heftig. Die Puderstr. (wo die Familie Allwelt lebte) geht als Querstr. vom Treptower Park ab. Entweder sind die russischen Truppen, es handelte sich wohl um das 9. Schützenkorps der 5 Stoßarmee (Wikipedia) vom Park vorgedrungen, oder aber sie kamen von der Stuckstr. Da das Haus Puderstr. 4a in dessen Flucht jedoch nicht besonders getroffen war scheint dies keine Hauptachse des Angriffs bzw der Verteidigung gewesen zu sein. Oder ist es so, dass diese Nebenstraßen keine kriegswichtige Rolle gespielt haben? Immerhin ist die Puderstr. eine Querverbindung zur Kiefholzstr. und hat unter einer Brücke Zugang zur Kiefholzstr.
Im Allgemeinen wurde mir gesagt, dass die Verteidigung so intensiv war, dass der Häuserkampf über Keller und Dächer geführt wurde. In diesem Fall wurden vielleicht die Menschen, die sich in den Kellern versteckten aus diesen in ihre Wohunngen vertrieben. Damit wären Sie dem Kriegslärm und der Beschießung noch mehr ausgesetzt worden. Vermutlich haben sich die Verteidiger an bestimmten Punkten bzw Linien formiert…
Hat jemand möglicherweise einen Literaturtipp oder sonstige Ideen? Ich habe bereits zahlreiche Archive/Bibliotheken angeschrieben. Vielleicht kennt jemand einen Bewohner der Stadt, der/die mir weiterhelfen könnte? Ich bin wirklich für jeden Tipp dankbar.
Viele Grüße
Benjamin Pfannes
ich hoffe, dass ich meine Frage an die richtige Stelle platziert habe.
Mein Name ist Benjamin Pfannes. Ich promoviere zur Zeit an der Universität Potsdam im Bereich Militärgeschichte.
Für ein Filmprojekt bin ich auf der Suche nach Informationen bzw. Aktenmaterial hinsichtlich des Kriegsverlaufes im Berliner Stadtteil Treptow im April 1945. Bisher konnte ich folgende Informationen zusammentragen:
Es gab hier offenbar schwere Kampfhandlungen. Wenn ich es richtig verstehe hatten die Russen die Absicht die Frankfurter Allee als Einfallstor zum Berliner Zentrum zu nutzen. Sie sind dort auf zu starke Abwehr getroffen und haben entschieden am Treptower Park über die Spree zu setzen (und ebenfalls östlich davor). Sie haben dort mit ihren Pionieren eine Hilfsbrücke gebaut und sind dann in den Treptower Park vorgerückt. Vielleicht kam das für die Verteidiger überraschend und sie konnten darauf nicht reagieren.
Mir ist dabei nicht klar, ob der Park als Freifläche eher hinderlich oder hilfreich für die russischen Truppen war. Nach meinem Kenntnisstand waren die Gefechte entlang des Parks heftig. Die Puderstr. (wo die Familie Allwelt lebte) geht als Querstr. vom Treptower Park ab. Entweder sind die russischen Truppen, es handelte sich wohl um das 9. Schützenkorps der 5 Stoßarmee (Wikipedia) vom Park vorgedrungen, oder aber sie kamen von der Stuckstr. Da das Haus Puderstr. 4a in dessen Flucht jedoch nicht besonders getroffen war scheint dies keine Hauptachse des Angriffs bzw der Verteidigung gewesen zu sein. Oder ist es so, dass diese Nebenstraßen keine kriegswichtige Rolle gespielt haben? Immerhin ist die Puderstr. eine Querverbindung zur Kiefholzstr. und hat unter einer Brücke Zugang zur Kiefholzstr.
Im Allgemeinen wurde mir gesagt, dass die Verteidigung so intensiv war, dass der Häuserkampf über Keller und Dächer geführt wurde. In diesem Fall wurden vielleicht die Menschen, die sich in den Kellern versteckten aus diesen in ihre Wohunngen vertrieben. Damit wären Sie dem Kriegslärm und der Beschießung noch mehr ausgesetzt worden. Vermutlich haben sich die Verteidiger an bestimmten Punkten bzw Linien formiert…
Hat jemand möglicherweise einen Literaturtipp oder sonstige Ideen? Ich habe bereits zahlreiche Archive/Bibliotheken angeschrieben. Vielleicht kennt jemand einen Bewohner der Stadt, der/die mir weiterhelfen könnte? Ich bin wirklich für jeden Tipp dankbar.
Viele Grüße
Benjamin Pfannes