Auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen.
Ost- und Westdeutschland, Beziehung zur Sowjetunion und Russland
- Saboteur
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Ost- und Westdeutschland, Beziehung zur Sowjetunion und Russland
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Auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen.
siehst du einen Unterschied zwischen West- und Ostdeutschen? Was du berichtest lässt mich an die 90er denken und an das Verhalten einiger (nicht aller !) Entsandter 
Auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen.
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...
- Zejtnot
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Re: Ausländer müssen für den russischen Pass in den Krieg?
Ich denke das sind einfach wirklich typische Bilder für zwei Charaktere: Die ewig Unzufriedenen, die immer denken wo anders ist alles besser (natürlich zeitgleich der Benzinpreis, das Gesundheitssystem, die Rente, die Bildung, die Migrationspolitik). Und die Missionare, welche überzeugt sind, alle hätten auf sie gewartet (und oft sind am vorherigen Ort die Leute froh, dass der Typ weitergezogen ist).
Re: Ausländer müssen für den russischen Pass in den Krieg?
Reflexartig wollte ich - Wessi! - antworten.Saboteur hat geschrieben: 24 Okt 2026, 09:17 Auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen.siehst du einen Unterschied zwischen West- und Ostdeutschen? Was du berichtest lässt mich an die 90er denken und an das Verhalten einiger (nicht aller !) Entsandter
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Und da kommt mir gleich die Frage.
Woher kommt also meine allgemein negative Einstellung gegenüber „Wessis“? Vielleicht hat sie mit einer Identitätsfrage zu tun: Bin ich einfach stolz darauf, ein Ossi zu sein? Spielt Neid auf den Wohlstand des Westens eine Rolle? Oder ist es eine Mischung aus mehreren Dingen? Wahrscheinlich irgendetwas dazwischen.
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- Axel Henrich
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Re: Ausländer müssen für den russischen Pass in den Krieg?
Was die Arroganz damals betrifft, hättest du auch sicher Recht!
Ansonsten haben z.B. auch Ossis Bilder von den schlimmsten Orten gemacht und haben die dann mit dieser fremdschäm-Überheblichkeit rumgereicht und damit den Eindruck erweckt, es sähe überall so aus ...
Neid? Nö, überhaupt nicht! Wir (Ossis) haben nebenbei fast allein die Kriegslasten und Reparationen getragen. Russland hat zur Reparation bestimmt ein Viertel (?) der Industrie abgebaut und nach Russland verbracht und auch ein Teil der Produktion beansprucht. Dazu das System an sich, Verträge innerhalb unserer "Wirtschaftsunion" ...Spielt Neid auf den Wohlstand des Westens eine Rolle?
Dafür haben wir es nicht so schlecht gemacht, nicht so schlecht gelebt, wie das heuer oft gesagt wird. Womit wir wieder beim Stolz wären ...
Auf der anderen Seite Marschallplan (wobei auch der eher ein Vorteil für die Amis war), Industrien verblieben im Land ..?
Dafür haben Sie dann nach der Wende gelöhnt...
-ah-
- Wladimir30
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Re: Ausländer müssen für den russischen Pass in den Krieg?
Nun wird es wirklich spannend.
Ich denke mal, dass sich die Meinungen hierzu individuell stark unterscheiden werden und, was oft vergessen wird, auch bei ein und derselben Person sich im Laufe der Zeit ändern (zumeist unmerklich). Was vor gut 20 Jahren unser aller Meinung war, ist sicher nur noch teilweise kongruent mit dem, was wir heute denken.
Ich geb ehrlich zu, mir wurde damals immer das Bild vermittelt, dass die Leute aus dem "Osten" arme Schweine sind, keine Ahnung, was in der Welt vor sich geht, da weder Nachrichten (freie, d.h. richtige) noch eigene Reisemöglichkeiten bestanden. "Sie können ja nix dafür....". So der Tenor. Und obwohl das offizielle Ziel der Politik die Einheit war, wurde alles dafür getan, dass nimmermüde erklärt wurde, dass "die da" irgendwie ganz anders seien, so nicht so deutsch irgendwie.
Sprich es war schon ein erhebliches Überlegenheitsgefühl den Ossis gegenüber. Und damit dann natürlich der UdSSR gegenüber erst recht.
Allein dass heute noch aktiv von Ossis und Wessis gesprochen wird, zeigt ja, dass diese Kategorien immer noch im Denken verankert sind.
Und als dann die Grenze geöffnet wurde, na, klar, die kommen jetzt alle mit ihren Trabis, verstopfen die Autobahnen (Frevel, und was für einer!) wollen unseren sauer verdienten Wohlstand für umsonst bekommen. Begrüßungsgeld? Ok, geschenkt, wir müssen den armen Kerlen ja helfen. Aber noch mehr? Da müsst ihr erstmal lernen, richtig zu arbeiten.
Dem entsprechend war das Bild "den Russen" gegenüber nochmal potenziert so. Und ist es bei vielen heute sicher immer noch so.
Ich will das in keinster Weise verharmlosen, verniedlichen, verteidigen. Dies war die Denke, wie sie bei vielen Leuten im Westen im Vordergrund stand. Nicht bei allen! Aber, ja, auch ich war nicht frei davon. Und mir wurde erst viel später klar, was für einer üblen Masche ich da ins Nerzr gegangen war. Oder mich selber dort hab reinfallen lassen, was wohl mindestens genauso richtig ist. Parallelen zur heutigen Meinung vieler über die Rolle Russlands in der modernen Geschichte, wie diese Meinung gesteuert wird und von vielen absolut kritiklos an- und übernommen wird, drängen sich da auf.
Ich denke mal, dass sich die Meinungen hierzu individuell stark unterscheiden werden und, was oft vergessen wird, auch bei ein und derselben Person sich im Laufe der Zeit ändern (zumeist unmerklich). Was vor gut 20 Jahren unser aller Meinung war, ist sicher nur noch teilweise kongruent mit dem, was wir heute denken.
Ich geb ehrlich zu, mir wurde damals immer das Bild vermittelt, dass die Leute aus dem "Osten" arme Schweine sind, keine Ahnung, was in der Welt vor sich geht, da weder Nachrichten (freie, d.h. richtige) noch eigene Reisemöglichkeiten bestanden. "Sie können ja nix dafür....". So der Tenor. Und obwohl das offizielle Ziel der Politik die Einheit war, wurde alles dafür getan, dass nimmermüde erklärt wurde, dass "die da" irgendwie ganz anders seien, so nicht so deutsch irgendwie.
Sprich es war schon ein erhebliches Überlegenheitsgefühl den Ossis gegenüber. Und damit dann natürlich der UdSSR gegenüber erst recht.
Allein dass heute noch aktiv von Ossis und Wessis gesprochen wird, zeigt ja, dass diese Kategorien immer noch im Denken verankert sind.
Und als dann die Grenze geöffnet wurde, na, klar, die kommen jetzt alle mit ihren Trabis, verstopfen die Autobahnen (Frevel, und was für einer!) wollen unseren sauer verdienten Wohlstand für umsonst bekommen. Begrüßungsgeld? Ok, geschenkt, wir müssen den armen Kerlen ja helfen. Aber noch mehr? Da müsst ihr erstmal lernen, richtig zu arbeiten.
Dem entsprechend war das Bild "den Russen" gegenüber nochmal potenziert so. Und ist es bei vielen heute sicher immer noch so.
Ich will das in keinster Weise verharmlosen, verniedlichen, verteidigen. Dies war die Denke, wie sie bei vielen Leuten im Westen im Vordergrund stand. Nicht bei allen! Aber, ja, auch ich war nicht frei davon. Und mir wurde erst viel später klar, was für einer üblen Masche ich da ins Nerzr gegangen war. Oder mich selber dort hab reinfallen lassen, was wohl mindestens genauso richtig ist. Parallelen zur heutigen Meinung vieler über die Rolle Russlands in der modernen Geschichte, wie diese Meinung gesteuert wird und von vielen absolut kritiklos an- und übernommen wird, drängen sich da auf.
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Re: Ausländer müssen für den russischen Pass in den Krieg?
Nach der Wende waren die „Wessis“ in unserer Familie zunächst eine willkommene Einnahmequelle. Von meinen Eltern habe ich jedenfalls nicht bewusst mitbekommen, dass sich ein aktiver Hass auf sie (Wessis) breitgemacht hätte – auch nicht im Zusammenhang mit dem Gefühl, zu den „Wendeverlierern“ zu gehören. Ab und zu gab es zwar Bemerkungen darüber, dass manche versucht hätten, wegen des verlockenden Westgeldes noch bessere Bedingungen auszuhandeln, das wars aber.
Meine tief verwurzelte Abneigung gegen einen bestimmten Menschenschlag – nennen wir sie einmal „Geschäftemacher“ – kann also wohl kaum in meiner Jugend entstanden sein.
Bleibt die spätere Lebenserfahrung. Wurde ich von Westdeutschen übervorteilt, bewusst betrogen oder als dummer Ossi hingestellt? Auch hier lautet die ehrliche Antwort: nein. Während meiner Selbstständigkeit habe ich überwiegend mit westdeutschen Firmen gearbeitet. Wenn etwas schiefging, lag die Ursache, soweit ich das beurteilen konnte, meist bei mir selbst.
Meine tief verwurzelte Abneigung gegen einen bestimmten Menschenschlag – nennen wir sie einmal „Geschäftemacher“ – kann also wohl kaum in meiner Jugend entstanden sein.
Bleibt die spätere Lebenserfahrung. Wurde ich von Westdeutschen übervorteilt, bewusst betrogen oder als dummer Ossi hingestellt? Auch hier lautet die ehrliche Antwort: nein. Während meiner Selbstständigkeit habe ich überwiegend mit westdeutschen Firmen gearbeitet. Wenn etwas schiefging, lag die Ursache, soweit ich das beurteilen konnte, meist bei mir selbst.
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Re: Ausländer müssen für den russischen Pass in den Krieg?
Meine ersten Erfahrungen mit "Ossis" -> sind anders. Aber ohne direkte Wertung.
Als Kind in einer Stadt mit gleich drei Garnisonen groß geworden, war zwar ein gewisser Militarismus da, aber gar nicht mal in der Art "Sowjetunion böse". Eher, wir können euch noch nicht aus den Augen lassen, also Westdeutschland. Ich behaupte, für die meisten ohne direkten Familienbezug oder näher als 100 km an der Grenze wohnend, war in den 70/ 80er Jahren die DDR, und noch mehr die Sowjetunion, etwas fremdes, über das man mal im Geschichtsunterricht gehört hat. In meinem Gymnasium war das Thema Warschauer Pakt/ Eiserner Zaun in 4 Stunden abgehakt, gegenüber einem ganzen Schuljahr 1. WK, Weimarer Republik, 2. WK, mit expliziten Vorträgen zum Holocaust. Ich hätte, mitten in der Nacht geweckt, die Namen sämtlicher KZs aufsagen können, aber sicher nicht mehr als drei der damaligen Namen ostdeutscher Städte.
Mein bester Freund hatte einen Handwerksbetrieb. Alles dabei, von der Schreinerei, Malerbetrieb und Dachdecker. Als die Mauer fiel, war er eine Woche später in Thüringen und hat ein Lager in Zella-Mehlis gekauft. Danach ein Gebäude in Suhl, dass zum Büro umgebaut wurde. Wie die Jungs danach drauf waren, Stichwort "Drückerkolonnen" (du brauchst dringend ein neues Dach, und ich habe sogar einen Kredit dazu), hat mein Bild vom kapitalistischem Wessi nachhaltig geprägt. Das war, als hätte sich ein Rudel Orcas auf eine Kolonie Robben gestürzt. Diese Naivität bei ihren "Kunden" an manchen Stellen, tat fast körperlich weh. Meine Kumpels haben sich in dieser Zeit eine goldene Nase verdient. Das Geschäftsmodell ging irgendwann so weit, das sich die Jungs drei Tanklaster im Osten kauften, sie in Rumänien betankt haben und den Sprit auf dem Weg verkauft haben. Mit dem "Reichtum" kam dann die Überheblichkeit und Arroganz, und man hat sich ganz schnell zerstritten und gegenseitig Konkurrenz gemacht. Nachdem mein Freund mit 35 gestorben ist, war auch die Firma schnell Geschichte. Funfact: Der damalige Mann meiner Frau aus Russland hatte mit seinen Kumpels Autos in Westdeutschland gekauft und in Russland vertickt. Das war deren erste Erfahrung mit Westdeutschland
Dann kam noch das Thema Treuhand auf und das Ganze erreichte ein neues Level.
Also ja, ich verstehe speziell die Antipathie von heute 60/70 jährigen gegenüber Wessis. Jeder machte seine eigenen Erfahrungen, die meisten waren aber wohl nicht gut.
Als Kind in einer Stadt mit gleich drei Garnisonen groß geworden, war zwar ein gewisser Militarismus da, aber gar nicht mal in der Art "Sowjetunion böse". Eher, wir können euch noch nicht aus den Augen lassen, also Westdeutschland. Ich behaupte, für die meisten ohne direkten Familienbezug oder näher als 100 km an der Grenze wohnend, war in den 70/ 80er Jahren die DDR, und noch mehr die Sowjetunion, etwas fremdes, über das man mal im Geschichtsunterricht gehört hat. In meinem Gymnasium war das Thema Warschauer Pakt/ Eiserner Zaun in 4 Stunden abgehakt, gegenüber einem ganzen Schuljahr 1. WK, Weimarer Republik, 2. WK, mit expliziten Vorträgen zum Holocaust. Ich hätte, mitten in der Nacht geweckt, die Namen sämtlicher KZs aufsagen können, aber sicher nicht mehr als drei der damaligen Namen ostdeutscher Städte.
Mein bester Freund hatte einen Handwerksbetrieb. Alles dabei, von der Schreinerei, Malerbetrieb und Dachdecker. Als die Mauer fiel, war er eine Woche später in Thüringen und hat ein Lager in Zella-Mehlis gekauft. Danach ein Gebäude in Suhl, dass zum Büro umgebaut wurde. Wie die Jungs danach drauf waren, Stichwort "Drückerkolonnen" (du brauchst dringend ein neues Dach, und ich habe sogar einen Kredit dazu), hat mein Bild vom kapitalistischem Wessi nachhaltig geprägt. Das war, als hätte sich ein Rudel Orcas auf eine Kolonie Robben gestürzt. Diese Naivität bei ihren "Kunden" an manchen Stellen, tat fast körperlich weh. Meine Kumpels haben sich in dieser Zeit eine goldene Nase verdient. Das Geschäftsmodell ging irgendwann so weit, das sich die Jungs drei Tanklaster im Osten kauften, sie in Rumänien betankt haben und den Sprit auf dem Weg verkauft haben. Mit dem "Reichtum" kam dann die Überheblichkeit und Arroganz, und man hat sich ganz schnell zerstritten und gegenseitig Konkurrenz gemacht. Nachdem mein Freund mit 35 gestorben ist, war auch die Firma schnell Geschichte. Funfact: Der damalige Mann meiner Frau aus Russland hatte mit seinen Kumpels Autos in Westdeutschland gekauft und in Russland vertickt. Das war deren erste Erfahrung mit Westdeutschland
Dann kam noch das Thema Treuhand auf und das Ganze erreichte ein neues Level.
Also ja, ich verstehe speziell die Antipathie von heute 60/70 jährigen gegenüber Wessis. Jeder machte seine eigenen Erfahrungen, die meisten waren aber wohl nicht gut.
- Zejtnot
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Re: Ausländer müssen für den russischen Pass in den Krieg?
Also mir war als Dresdner schon in den späten 1990ern fremd, über "die Wessis" zu sprechen. Also nicht aus Prinzip nicht, ich sah es schlicht nicht. Und ich verstehe auch nicht, wie meine Generation vereinzelt noch heute so denkt. In meiner Denke sind die Unterschiede zwischen Berlin und Dresden teils größer als zwischen Aachen und Dresden.
Verstehen kann ich es bei den zwei Generationen über mir - deren Lebensläufe komplett umgeworfen wurden.
Ich habe doch nur profitiert: Von der behüteten DDR-Kindheit und der grandiosen Freiheit der wilden 1990er als Jugendlicher. Meine Eltern haben sich schnell zurechtgefunden, ihre Karrieren in anderen Branchen fortsetzen können, wir haben die Welt erkundet - ich will es nicht missen.
Verstehen kann ich es bei den zwei Generationen über mir - deren Lebensläufe komplett umgeworfen wurden.
Ich habe doch nur profitiert: Von der behüteten DDR-Kindheit und der grandiosen Freiheit der wilden 1990er als Jugendlicher. Meine Eltern haben sich schnell zurechtgefunden, ihre Karrieren in anderen Branchen fortsetzen können, wir haben die Welt erkundet - ich will es nicht missen.
Re: Ausländer müssen für den russischen Pass in den Krieg ?
Laut einem deutschsprachigen Telegram-Kanal, scheint sich das Thema in Wohlgefallen aufgeloest.HeadMaster hat geschrieben: 03 Okt 2026, 02:10
Kanadier siedelt nach Russland um und beschwert sich, dass er für die unbefristete Aufenthaltserlaubnis zum russischem Militär gehen muss.
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Re: Ausländer müssen für den russischen Pass in den Krieg?
Passt das eigentlich noch zum Thema?
Im Geographieunterricht hing damals so `ne Reliefkarte aller sozialistischer Länder mit ihren entsprechenden Staatsgrenzen. Ringsherum war alles weiß, dort existierte einfach nichts. Die Erde ist halt doch eine Scheibe, war so ein Witz. Heute denke ich, die Karte zeigte doch recht viel. Schon damals hatte ich den Wunsch, da überall mal hinzureisen.
Seit 2014 gibt es schon wieder Sanktionen gegen Russland seitens des "Westens". Die guten Taten der Städtepartnerschaften griffen nun spätestens ab dem Jahr 2022 auch nicht mehr, um Russland erneut in eine bestimmte Richtung zu treiben.
Im Urlaub erzählte ein Schwabe mal, in den 1980ern gab es ja nur 3 Fernsehprogramme. Meine Antwort: Wir hatten 5, Deine 3 und 2 von uns.Wladimir30 hat geschrieben: 26 Okt 2026, 14:22
Ich geb ehrlich zu, mir wurde damals immer das Bild vermittelt, dass die Leute aus dem "Osten" arme Schweine sind, keine Ahnung, was in der Welt vor sich geht, da weder Nachrichten (freie, d.h. richtige) noch eigene Reisemöglichkeiten bestanden.
Im Geographieunterricht hing damals so `ne Reliefkarte aller sozialistischer Länder mit ihren entsprechenden Staatsgrenzen. Ringsherum war alles weiß, dort existierte einfach nichts. Die Erde ist halt doch eine Scheibe, war so ein Witz. Heute denke ich, die Karte zeigte doch recht viel. Schon damals hatte ich den Wunsch, da überall mal hinzureisen.
Kennt noch jmd. den Franz Schönhuber. Die Partei Republikaner in der BRD schien Ende der 1980er im Aufwind. In der Umbruchphase 1989/1990 resümierte er in einem Interview: Die DDR sei weniger russifiziert worden, als die Bundesrepublik amerikanisiert. Im Grundsatz sei sie deutsch geblieben… Na das ging ja runter, wie Öl. Der Schönhuber und seine Partei wurden bei der Volkskammerwahl im März 1990, der sogenannten ersten freien Wahl in der DDR, übrigens nicht zugelassen. Der Kohl lachte sich damals ins Fäustchen…Wladimir30 hat geschrieben: 26 Okt 2026, 14:22 Und obwohl das offizielle Ziel der Politik die Einheit war, wurde alles dafür getan, dass nimmermüde erklärt wurde, dass "die da" irgendwie ganz anders seien, so nicht so deutsch irgendwie.
Wann kamen diese Begriffe eigentlich auf? Hermsdorfer Kreuz, Transitautobahn, Rastplatz, Westautos, Ende der 1980er. Die Insassen galten damals als Bundis. Und wir waren die Zonis. (Vorsicht, diese Bezeichnung durften die Zonis nur untereinander benutzen!).Wladimir30 hat geschrieben: 26 Okt 2026, 14:22
Allein dass heute noch aktiv von Ossis und Wessis gesprochen wird, zeigt ja, dass diese Kategorien immer noch im Denken verankert sind.
Die Bereitschaft war grundsätzlich da, Es gab sichtbar ja auch einiges zu tun. Überhebliche Kolonialarroganz hat sich recht schnell ausgebreitet und deren Auswirkungen in ganze Familien eingebrannt. Und, jetzt gab es keine Fluchtmöglichkeit mehr, wenn einem die „Gesellschaft“ oder der „äußere Umstand“ nicht mehr gefiel.Wladimir30 hat geschrieben: 26 Okt 2026, 14:22 Aber noch mehr? Da müsst ihr erstmal lernen, richtig zu arbeiten.
Mir kommen nochmal die Städtepartnerschaften Russland – Deutschland in den Sinn. Es gab doch auch in Zeiten des Kalten Krieges bis 1991 ausreichend Handelsembargos, Sanktionen seitens des „Westens“ gegenüber der Sowjetunion. Nicht zu vergessen, der Rüstungswettlauf. Waren sie nicht insgesamt auch eine Ursache des „darbenden Wladimirs“ Anfang der 1990er Jahre? Die einsetzende Hilfe, „Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport, regelmäßigen Schüler- und Studentenaustausch“ kamen doch erst so richtig in Fahrt, nachdem der Gegner bezwungen wurde. Und erfolgten garantiert nicht selbstlos.Wladimir30 hat geschrieben: 26 Okt 2026, 14:22
Sprich es war schon ein erhebliches Überlegenheitsgefühl den Ossis gegenüber. Und damit dann natürlich der UdSSR gegenüber erst recht.
Seit 2014 gibt es schon wieder Sanktionen gegen Russland seitens des "Westens". Die guten Taten der Städtepartnerschaften griffen nun spätestens ab dem Jahr 2022 auch nicht mehr, um Russland erneut in eine bestimmte Richtung zu treiben.
«А ещё мир прекрасен потому, что можно путешествовать»