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Soljanka
Verfasst: 08 Jun 2006, 00:45
von Arier
Liebe Freunde,
wenn ich Soljanka zubereite bin ich mit dem Ergebnis bz. Geschmack nicht so zufrieden.
Für einen 5 Liter Topf
Also ich brate ersteinmal ca. 300 gr Zwiebeln in Öl an, nach 20 min gebe ich ca 700g kleingeschnittene Wurst und Fleischreste rein, weiter braten und nach 15 min ein großes Glas Letscho hinzu. Später ein Glas saure Gurken klein geschnitten hinzu , fülle mit Wasser auf, Lorbeerblätter und Zitrone dazu; aber irgendwie fehlt etwas oder ich mache etwas falsch.
Vielleicht könnt ihr mir einen tipp zur Verfeinerung geben
Verfasst: 08 Jun 2006, 08:30
von manuchka
Hallo Arier (hm... vielleicht überlegst du doch noch, deinen Namen zu ändern?),
mein Vater tut immer etwas Ketchup und natürlich noch Salz und Pfeffer dazu, manchmal auch eine getrocknete Peperoni, aber dann wirds scharf.
Russische Soljanka kocht man übrigens gaaaanz anders, die von dir genannte Variante ist die DDR-Restverwertungssoljanka
Manu
Verfasst: 09 Jun 2006, 00:30
von michaelwagener
Bei den "ARIERN" gibt es keine Smetana, dashalb schmeckt es nicht!!Michael
Verfasst: 11 Jun 2006, 14:20
von StefanKlein
Mir wuerde uebrigens auch das kleingeschnittene Glas der sauren Gurken im Magen liegen

.
Aber mal Spass bei Seite, die Gewuerze sind das Entscheidende, Salz, Pfeffer und Paprika.
Ich muss allerdings meinen Vorrednern Recht geben, die DDr-Variante ist nicht so das gelbe vom Ei.
Gruss
Stefan
Verfasst: 12 Jun 2006, 07:55
von Ragnar Schluchtmann
StefanKlein hat geschrieben:
Ich muss allerdings meinen Vorrednern Recht geben, die DDr-Variante ist nicht so das gelbe vom Ei.
sagen wir doch einfach "die ostdeutsche Variante". Russische Erbsensuppe unterscheidet sich uebrigens auch von deutscher Erbsensuppe erheblich, wie auch hessische Bockwurst von saechsischer. Das sind nun mal regionale Unterschiede und Essgewohnheiten.
Es hilft uebrigens, wenn man das Wasser von den sauren Gurken nicht wegkippt, sondern wenigstens teilweise in die Bruehe der Soljanka gibt.
Statt Letscho sollte man eingelegte Tomaten und die Bruehe davon verwenden. Das Wort Soljanka kommt von Solenij (eingelegtes Gemuese).
Und ob es sich um Reste handelt oder nicht, dass ist vollkommen egal. Der Geschmack von Fleisch"resten" ist derselbe wie von Fleisch, wenn es nicht ueberaltert ist.
Verfasst: 12 Jun 2006, 09:29
von schlaudi
Hi,
manuchka hat geschrieben:
Russische Soljanka kocht man übrigens gaaaanz anders, die von dir genannte Variante ist die DDR-Restverwertungssoljanka
was nicht heißen muß, dass die nicht schmecken kann. Mir persönlich ist die sogar lieber, wenn sie gut gemacht ist - wie man es halt gewöhnt ist.
Als ich letzten Sommer in Moskau war, gab es bei einem Abendessen auch eine Suppe, die ich nicht definieren konnte. Auf meine Frage was das sei - Soljanka...
Verfasst: 13 Jun 2006, 13:47
von manuchka
schlaudi hat geschrieben:Hi,
manuchka hat geschrieben:
Russische Soljanka kocht man übrigens gaaaanz anders, die von dir genannte Variante ist die DDR-Restverwertungssoljanka
was nicht heißen muß, dass die nicht schmecken kann. Mir persönlich ist die sogar lieber, wenn sie gut gemacht ist - wie man es halt gewöhnt ist.
Als ich letzten Sommer in Moskau war, gab es bei einem Abendessen auch eine Suppe, die ich nicht definieren konnte. Auf meine Frage was das sei - Soljanka...
Schlaudi, ich stimme dir zu, ich habe erst ein Mal russische Soljanka gegessen, das war mit Fleisch und Weißkohl und Möhrenstreifen, ich war auch überrascht, dass das Soljanka sein soll :P Mein Papa kocht ziemlich gute DDR-Resteverwertungssoljanka, kann ich empfehlen

Soljanka = undefinierter Oberbegriff
Verfasst: 27 Jun 2006, 15:10
von Zeppelin
Also meiner Erfahrung nach gibt es ungefähr so viele Definionen von Solianka, wie Leute, die so etwas zubereiten. Entsprechend der kulinarischen Begabung sind die dann auch mehr oder weniger lecker.
Bis vor wenigen Jahre dachte ich auch, die Resteverwertungsvariante, sei eine DDR-spezifische Besonderheit, musste mich aber in Schwiegermutters Küche eines besseren belehren lassen.
Na gut, stimmt nicht ganz. Resteverwertung wäre nicht der richtige Ausdruck. Viel mehr wird bei der Zubereitung von Speisen, die als Soljanka-Bestandteile geeignet sind, gleich etwas mehr davon extra für die Suppe gemacht.
Das hat auch seinen guten Grund, den ihr einem Rezept zum Nachmachen entnehmen könnt, das ich hier demnächst mal reinstellen werde.
Ich muss es nur erstmal aus dem Gedächtnis rekonstruieren und in Stein meißeln.
War zwar eher eine Zufallskreation meinerseits, kam aber super an und war blitzschnell weggelöffelt (6 Liter von 13 Leuten) :freu:
Also: Fortsetzung folgt.
Grüße,
Zeppelin
Verfasst: 27 Jun 2006, 15:32
von Ralph
also meine Variante kommt auch immer gut an und ist relativ einfach. Ich nehme verschiede eingelegte Sachen, Paprika, Mohrrüben, Sellerie und so weiter. Meist die Gläser die am günstigsten sind. Dann noch rüber zur Wursttheke und Wurstabschnittreste geholt. Diese sind sehr variantenreich und was nicht in die Suppe soll wird so gegessen. Diese Wurstabschnitte klein schneiden und anbraten. Danach die Inhalte der Gläser incl. der Flüssigkeit und gar kochen. Ggf noch würzen und fertich. Dann noch Smirtana, Tipp in D gibt es Creme Leger mit 15%, und geniessen.
Ralph
Verfasst: 27 Jun 2006, 16:15
von Zeppelin
razhh hat geschrieben:also meine Variante kommt auch immer gut an und ist relativ einfach. Ich nehme verschiede eingelegte Sachen, Paprika, Mohrrüben, Sellerie und so weiter. Meist die Gläser die am günstigsten sind. Dann noch rüber zur Wursttheke und Wurstabschnittreste geholt. Diese sind sehr variantenreich und was nicht in die Suppe soll wird so gegessen. Diese Wurstabschnitte klein schneiden und anbraten. Danach die Inhalte der Gläser incl. der Flüssigkeit und gar kochen. Ggf noch würzen und fertich. Dann noch Smirtana, Tipp in D gibt es Creme Leger mit 15%, und geniessen.
Ralph
Stimmt, diese Schnellvariante kommt auch ganz gut. Aber das reizt mich schon fast zu einem Suppenwettbewerb.
Zeppelin