Karsten Packeiser hat geschrieben:Die Schengen-Regeln sagen eindeutig, dass das Visum von der Botschaft des Landes ausgestellt werden muss, in dem der Haupt-Aufenthalt geplant ist. Wenn die Freundin nach Mallorca kommen will, braucht sie eindeutig Visum der spanischen Auslandsvertretung.
Gerade die Österreicher sind extrem pingelig in dieser Angelegenheit. Der nächste Visaantrag könnte abgelehnt werden, wenn die Frau erneut einmal ihren Pass mit Ösi-Schengenvisum und spanischen Grenzstempeln einreicht. Ich kann dem Ratschlag von oben daher nur aufs Schärfste widersprechen.
Hallo Karsten Packeiser,
Deine Bedenken mögen ja durchaus sehr fundiert sein. Aber das primäre Reiseziel wäre in der von mir als möglich erwogenen Variante ja durchaus der österreichische Wohnsitz des Einladenden. Danach greifen die Freizügigkeitsregelungen und ebenso die Verpflichtungen des Einladenden Schengenbürgers gegenüber allen Schengenstaaten.
Entsprechend halte ich es auch für sinnvoll und begründbar, gegenüer den zuständigen Behörden vorab anzumelden, dass eine Weiterreise von Österreich in einen anderen Schengenstaat vorgesehen ist.
Somit würde man jedem möglichen späteren Verdacht zuvorkommen.
Sollte es ohne weitere Probleme in dieser Dreieckskonstellation möglich sein, dass der österreichische Staatsbürger seine Verpflichtungserklärung / Einladung gegenüber den spanischen Behörden abgibt, wäre ein spanisches Visum natürlich das Optimum.
Aber die im Eingangsposting beschriebene Konstellation legt nun einmal etwas konstruktive Kreativität nahe.
Ich gebe zwar zu, dass ich mich in Osterreich nur begrenzt und in Spanien noch weit weniger detailliert auskenne, Aber wenn man schon von vornherein gegenüber allen beteiligten Behörden die Karten klar auf den Tisch legt, gibt es normaler Weise auch keine Probleme.
Man kann ja durchaus in dem Einladungsschreiben explzit angeben, dass man sich als österreichischer Staatsbürger mit der Einladung für die Ausstellung des Visums für die eingelandene russische Staatsbürgerin an die Heimatbehörden wendet, obwohl der überwiegende Zeitraum des geplanten Besuches an anderen Orten in den Schengenstaaten sein wird.
ziggy sollte sich daher von Deinen Warnungen nicht allzu sehr abschrecken lassen, sondern sich im Vorfeld mal mit den zuständigen Behörden in Österreich und Spanien verständigen, ob das in Ordnung ist.
Das kann ja nicht so ein Problem sein. Und Schengenland ist ja nun kein Gruselkabinett.
@ziggy1966:
Ich kann Dir nur wünschen, dass Du das mit den spanischen Behörden klären kannst.
Falls nicht, dürfte sich duchaus eine güntige Flugverbindung von Kirov über ... nach Österreich und von dort nach kurzem Zwischenstopp weiter nach Palma finden lassen. Dazu muss man kein Millionär sein, aber auf Einkommenssituationen nehmen die Visabestimmungen wenig Rücksicht.
Ferner dürfte Dein Einkommen ja durchaus erlauben, ein paar Briefmarken und etwas Druckpapier zu kaufen, bzw. vorab mal mit den Behörden zu telefonieren.