harald63 hat geschrieben:Der Kauf eines Bahntickets scheint in RU ja ein ziemlich hoheitlicher Vorgang zu sein.
...
Der Hammer war dann aber später der Schaffner,
als sie in ihren Zug einsteigen wollte.
In meinem ganzen Leben habe ich noch keinen Polizisten, Zöllner oder Grenzbeamten erlebt -
einschließlich des russischen bei meiner Einreise -
der einen Pass so sorgfältig durchgesehen hat wie der Schaffner das mit dem ihrigen Tat.
es ist ein Überbleibsel aus den Sowjetzeiten- und das Seviceneveau
und die Kontrolle beim Einsteigen.
Die beiden haben alte Wurzel und politische Gründe.
Wenn die Tante am Verkaufsschalter höflich und schnell zu aööen wäre,
wo kämmen wir denn hin?
Jede Pappnase hätte in 5 Minuten das gewünschte Ticket in der Hand und dann?
Die arme(n) Frau(en) am Schalter hätten keine Chance die Tickets für ihre Freunde und Bekannte
gegen einen kleinen Aufpreis oder Geschenk an der Warteschlnge vorbei schnell und unbürokratisch zu besorgen.
Die Kundschaft wüsste nicht wohin mit der ersparten Zeit- etwa ins Museum gehen?
Auf dumme Gedanken kommen (etwa darüber- was Lenin unter
"Kommunism=die Macht der Sowjets und Elektrizität im ganzen Lande" gemeint haben konnte...? )
Nein!
Es wäre der falsche Weg!
So wie es ist- alle haben was zu tun, alle sind beschäftigt...
keine Arbeitslosigkeit...
beim Einsteigen in einen sowjetischen Zug ist wie beim Emfang beim Kaiser von China.
Da wird nichts dem Zufall überlassen, alles hat seine Zeit und seinen Platz...
Der Schafner ist der Sohn des Gottes und vertriet ihn stellvertrettend auf der Erde,
na gut... nicht auf der ganzen Erde, aber auf dem klenien Fleck
vor SEINEM WAGEN... aber dadurch wird die von ihm augeübte Macht nicht kleiner....
Die Anfänge liegen in den 30er Jahren des 20 Jahrhundert.
Was wäre, wenn alle die verbannt waren, Mal in jeden Zug einfach so hätten eistegen
und z.B. nach Moskau fahren können?
Oder schlimmer noch- ins Ausland!?
Der Schafner müsste dann die Stelle der Geflohenen in Sibirien antreten (für 10-15 Jahre...)
Auch 70 Jahre danach gibt es in Russland (Putin kann nicht lügen)
gewisse Organisationen, die im Lande der Oposition zur Hilfe eilen
und per Bluetooth und Bordstein mit der Britischen Botschaft kontakt aufnehmen...
Auf jedem Fall... wenn der Schafner vorm Zugseingang einknickt,
geht Russland den Bach runter...
Er ist der letzte Bastion vor Moskauer Toren- da wo Napoleon und Hitler immer hin wollten,
steht immer noch ein Zugsschafner und hält die Stellung...
und so wie es aussieht, wird noch weiter halten....
