FAQ-Vorschlag
Verfasst: 07 Aug 2006, 15:40
Visum
Für Reisen nach Russland benötigen deutsche, schweizer und österreichische Staatsbürger ein Visum.
Für Touristen und andere Kurzbesucher empfiehlt es sich im Allgemeinen, den Service einer Reiseagentur zu nutzen, um den nicht unerheblichen Aufwand für das Visum auf ein Minimum zu reduzieren. Etliche Anbieter haben sich auf Russland spezialisiert und organisieren Touristenvisa (Reisedauer bis zu 3 Monate) oder auch Businessvisa (1 Jahr, sehr selten 3 Jahre). Abzugeben sind meist nur Pass und Foto, den Rest organisiert die Agentur. Es entfällt das Organisieren einer Einladung und die zweifache Fahrt ins Konsulat. Dieser Service sollte 10 bis 30 Euro pro Visum kosten, zuzüglich der eigentlichen Visagebühr, meist 40 Euro.
Wer sich selbst ein Visum organieren möchte, muss mit folgenden Dokumenten die russische Botschaft (Berlin) oder eines der Generalkonsulate (Bonn, Hamburg, München, Leipzig) aufsuchen:
- ausgefülltes Antragsformular, abrufbar unter http://www.rusbotschaft.de/Konsulat/Bla ... ntrag1.htm
- Bestätigung für eine Reisekrankenversicherung für Russland (Liste der gültigen Gesellschaften sowie Formular unter http://www.rusbotschaft.de/Konsulat/versicherungen.htm)
- Passbild
- Einladung
- Einzahlungsbeleg für die Gebühr oder EC-Karte zum Bezahlen vor Ort
Das Mitbringen von großen Taschen ist in den russischen Konsulaten und Botschaften verboten! Achtung, es gibt keine Schließfächer!
Die Einladung kann (bis auf wenige Ausnahmen, zum Beispiel für Studienaufenthalte) NICHT formlos sein, sondern muss in Russland in einer Meldestelle (OWIR) von einer privaten oder juristischen Form beantragt werden. Dafür muss die entsprechende Person/Firma/Universität im OWIR nachweisen, wo der Gast übernachten wird und wer den Aufenthalt bezahlen wird. Eine einfache Hotelbuchung aus dem Internet gilt nicht als Einladung!
Die Einladung in Russland plus der Versand des Blattes nach Deutschland kostet meist mehr als der Service der oben genannten Agenturen - den Zeitaufwand noch nicht eingerechnet. Die private Einladung lohnt sich also nur, wenn es sich nicht um einmalige Kurzreisen handelt. Sinn macht es quasi nur für Studenten oder Geschäftsleute, die mehrfach zu ein und demselben Geschäftspartner reisen wollen.
Auch wenn man sich beim Beantragen auf eine Reisestrecke festgelegt hat, kann man sich in Russland unabhängig davon frei bewegen. Dennoch sollten man möglichst nah an der Wahrheit liegen, um Probleme beim Registrieren zu vermeiden. (Touristenvisen von Agenturen sollte ein Voucher beilegen, der möglichst alle Reiseziele aufzählt.)
Registrierung
Nach Ankunft in Russland muss man sich registrieren. Die Regel besagt, dass man sich in jeder Stadt registrieren muss, wo man sich länger als 72 Stunden aufhält. In der Praxis empfielt es sich jedoch, sich gleich in der ersten Stadt zu melden, auch wenn man dort kürzer als 72 Stunden ist.
Registrieren können alle Hotels der mittleren und gehobenen Preislage (ab 15 Euro). Einige Agenturen haben Partnerfirmen in Moskau oder St. Petersburg, die für 20 Euro eine Registrierung organisieren. Ferner dürfen Privatpersonen ihre Gäste im OWIR oder Pasportny Stol melden - in der Realität scheitert das aber oft an bürokratischen Hürden und langen Wartezeiten. (Unter Umständen ist ein Fax des einladenden Unternehmens notwendig.)
Die Registrierung erfolgt auf der Migrationskarte, die man bei der Einreise am Flughafen / an der Grenze erhält. Bei der Ausreise wird die Karte wieder eingezogen. Existiert mindestens ein Stempel werden meist keine Fragen gestellt. (Ausnahme: Novosibirsk, hier wird sehr genau gefragt, wo man war, wenn irgendwann 72 Stunden nicht gestempelt wurden.)
Verlängerungsmöglichkeiten
Nicht alle Visa lassen sich verlängern. Touristen- und Businessvisa werden nur bei sehr dringenden Anliegen (Flug gestrichen, Krankheit) kurz verlängert. Problemlos verlängert werden
Visa für Arbeits- und Studienaufenthalte sowie Kulturaustausch. Über Visa für technisch-wissenschaftlischen Austausch gibt es scheinbar keine klare Regel.
Studenten und ausländische Arbeitnehmer russischer Firmen erhalten oftmals nur ein einmaliges Einreisevisum für drei Monate und bekommen dann vor Ort in Russland einfache oder mehrfache Ein- und Ausreisevisa. Diese sind grüne Einlegeblätter für den Pass, unglücklicherweise größer als ein Reisepass. Falten ist aber scheinbar nicht verboten.
Sonstiges
Die Migrationskarte (und natürlich auch das verlängerte Visum als Einlegeblatt) sollte man möglichst nicht verlieren um ernsthafte Probleme zu vermeiden.
Achtung für Zugfahrer: Für Weißrussland ist ein extra Visum notwendig - alle Züge von Deutschland nach Moskau fahren über Belarus! Auch bei innerrussischen Zügen muss man darauf achten, nicht Kasachstan zu durchqueren (auf der Strecke von Tscheljabinsk nach Omsk) - Visapflicht! Keine Probleme gibt es mehr mit der Ukraine und dem Baltikum - alle visafrei.[/b]
Für Reisen nach Russland benötigen deutsche, schweizer und österreichische Staatsbürger ein Visum.
Für Touristen und andere Kurzbesucher empfiehlt es sich im Allgemeinen, den Service einer Reiseagentur zu nutzen, um den nicht unerheblichen Aufwand für das Visum auf ein Minimum zu reduzieren. Etliche Anbieter haben sich auf Russland spezialisiert und organisieren Touristenvisa (Reisedauer bis zu 3 Monate) oder auch Businessvisa (1 Jahr, sehr selten 3 Jahre). Abzugeben sind meist nur Pass und Foto, den Rest organisiert die Agentur. Es entfällt das Organisieren einer Einladung und die zweifache Fahrt ins Konsulat. Dieser Service sollte 10 bis 30 Euro pro Visum kosten, zuzüglich der eigentlichen Visagebühr, meist 40 Euro.
Wer sich selbst ein Visum organieren möchte, muss mit folgenden Dokumenten die russische Botschaft (Berlin) oder eines der Generalkonsulate (Bonn, Hamburg, München, Leipzig) aufsuchen:
- ausgefülltes Antragsformular, abrufbar unter http://www.rusbotschaft.de/Konsulat/Bla ... ntrag1.htm
- Bestätigung für eine Reisekrankenversicherung für Russland (Liste der gültigen Gesellschaften sowie Formular unter http://www.rusbotschaft.de/Konsulat/versicherungen.htm)
- Passbild
- Einladung
- Einzahlungsbeleg für die Gebühr oder EC-Karte zum Bezahlen vor Ort
Das Mitbringen von großen Taschen ist in den russischen Konsulaten und Botschaften verboten! Achtung, es gibt keine Schließfächer!
Die Einladung kann (bis auf wenige Ausnahmen, zum Beispiel für Studienaufenthalte) NICHT formlos sein, sondern muss in Russland in einer Meldestelle (OWIR) von einer privaten oder juristischen Form beantragt werden. Dafür muss die entsprechende Person/Firma/Universität im OWIR nachweisen, wo der Gast übernachten wird und wer den Aufenthalt bezahlen wird. Eine einfache Hotelbuchung aus dem Internet gilt nicht als Einladung!
Die Einladung in Russland plus der Versand des Blattes nach Deutschland kostet meist mehr als der Service der oben genannten Agenturen - den Zeitaufwand noch nicht eingerechnet. Die private Einladung lohnt sich also nur, wenn es sich nicht um einmalige Kurzreisen handelt. Sinn macht es quasi nur für Studenten oder Geschäftsleute, die mehrfach zu ein und demselben Geschäftspartner reisen wollen.
Auch wenn man sich beim Beantragen auf eine Reisestrecke festgelegt hat, kann man sich in Russland unabhängig davon frei bewegen. Dennoch sollten man möglichst nah an der Wahrheit liegen, um Probleme beim Registrieren zu vermeiden. (Touristenvisen von Agenturen sollte ein Voucher beilegen, der möglichst alle Reiseziele aufzählt.)
Registrierung
Nach Ankunft in Russland muss man sich registrieren. Die Regel besagt, dass man sich in jeder Stadt registrieren muss, wo man sich länger als 72 Stunden aufhält. In der Praxis empfielt es sich jedoch, sich gleich in der ersten Stadt zu melden, auch wenn man dort kürzer als 72 Stunden ist.
Registrieren können alle Hotels der mittleren und gehobenen Preislage (ab 15 Euro). Einige Agenturen haben Partnerfirmen in Moskau oder St. Petersburg, die für 20 Euro eine Registrierung organisieren. Ferner dürfen Privatpersonen ihre Gäste im OWIR oder Pasportny Stol melden - in der Realität scheitert das aber oft an bürokratischen Hürden und langen Wartezeiten. (Unter Umständen ist ein Fax des einladenden Unternehmens notwendig.)
Die Registrierung erfolgt auf der Migrationskarte, die man bei der Einreise am Flughafen / an der Grenze erhält. Bei der Ausreise wird die Karte wieder eingezogen. Existiert mindestens ein Stempel werden meist keine Fragen gestellt. (Ausnahme: Novosibirsk, hier wird sehr genau gefragt, wo man war, wenn irgendwann 72 Stunden nicht gestempelt wurden.)
Verlängerungsmöglichkeiten
Nicht alle Visa lassen sich verlängern. Touristen- und Businessvisa werden nur bei sehr dringenden Anliegen (Flug gestrichen, Krankheit) kurz verlängert. Problemlos verlängert werden
Visa für Arbeits- und Studienaufenthalte sowie Kulturaustausch. Über Visa für technisch-wissenschaftlischen Austausch gibt es scheinbar keine klare Regel.
Studenten und ausländische Arbeitnehmer russischer Firmen erhalten oftmals nur ein einmaliges Einreisevisum für drei Monate und bekommen dann vor Ort in Russland einfache oder mehrfache Ein- und Ausreisevisa. Diese sind grüne Einlegeblätter für den Pass, unglücklicherweise größer als ein Reisepass. Falten ist aber scheinbar nicht verboten.
Sonstiges
Die Migrationskarte (und natürlich auch das verlängerte Visum als Einlegeblatt) sollte man möglichst nicht verlieren um ernsthafte Probleme zu vermeiden.
Achtung für Zugfahrer: Für Weißrussland ist ein extra Visum notwendig - alle Züge von Deutschland nach Moskau fahren über Belarus! Auch bei innerrussischen Zügen muss man darauf achten, nicht Kasachstan zu durchqueren (auf der Strecke von Tscheljabinsk nach Omsk) - Visapflicht! Keine Probleme gibt es mehr mit der Ukraine und dem Baltikum - alle visafrei.[/b]