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Der Meister und Margarita

Verfasst: 10 Sep 2006, 15:55
von zubrowa
Hallo,

gerade habe ich Bulgakows Meisterwerk "Meister und Margarita"
beendet. Bedauerlicherweise muß ich zugeben, dass ich ein Hauptthema
des Buches nicht zu interpretieren weiß. Es handelt sich nämlich um die
als Roman im Roman verankerte Passionsgeschichte. Welchen Zweck sollen
die drei Kaptiel erfüllen und wie läßt sich diese "Welt" mit den beiden
anderen "Welten", die in Moskau spielen, verknüpfen?

Leider konnte ich im Internet auch keine Rezensionen finden, die mir meine
Frage beatworten könnte.

Über Eure Meinung bzw. Links zu hilfreichen Internetseiten wäre ich sehr
verbunden.

Gruß,
Christian

Verfasst: 10 Sep 2006, 17:03
von Oletsch
Man kann sich lange darüber unterhalten. Ich sag mal kurz: was die Geschichte angeht - die Kapitel über Jeschua stellen den Inhalt vom Roman dar, den der Meister geschrieben hat. Aber Du hast wahrscheinlich nicht das gemeint, sondern was das für einen Sinn hat. Er schreibt einen Roman über Gottes Sohn und wird vom Teufel mitgenommen. Das ewige Thema vom Guten und Bösen in der Bulgakovs Interpretation. Und das noch im kommunistischen und atheistischen Moskau in den 30-er Jahren.

Gruß
Oletsch

Verfasst: 10 Sep 2006, 19:23
von zubrowa
Danke für Deine Antwort.
Ja, es ist mir bewußt, dass die Kapitel über Jeschua aus dem Roman, geschrie-
ben vom Meister, stammen.

Der Meister und Margarita werden vom Teufel mitgenommen, was jedoch auf
Bitte von Jeschua, übermittelt von Levi Matthäus, geschieht. Sie werden vom
Satan vergiftet und ihnen wird anschließend das ewige (?) Leben geschenkt.
Aber den Zusammenhang verstehe ich immer noch nicht. Kannst Du etwas
genauer beschreiben, was Du mit der Konstellation von "Gut und Böse" meinst.
Warum erzählt Voland zu Beginn des Buches Jeschuas Prozess, indem der
des Meisters Buch zitiert? Warum also beruft sich das Böse (Satan) auf das
Gute, indem es die Existenz von Gottes Sohn zu beweisen versucht?

Verfasst: 10 Sep 2006, 21:18
von 7punkt
zubrowa hat geschrieben:....Warum also beruft sich das Böse (Satan) auf das
Gute, indem es die Existenz von Gottes Sohn zu beweisen versucht?
Weil er (der Teufel) halt ein Teil von jener Kraft ist, "die stets das Boese will und stets das Gute schafft" :wink: weil ohne Gutes gibt's kein Boeses und umgekehrt :roll:

LG
7punkt

Verfasst: 11 Sep 2006, 16:35
von Oletsch
Genau, das hat 7punkt auf den Punkt gebracht ;-)
Wo fängt das Böse an und endet das Gute und umgekehrt? Ist es so eindeutig im Leben, was das Gute und was das Böse ist? Die Fragen hat Bulgakov versucht, zu beantworten. Und Roman im Roman ist lediglich eine literarische Form.

Gruß
Oletsch

Verfasst: 14 Sep 2006, 23:50
von Paul
Eine Verfilmung des Buches läuft derzeit übrigens auf RTR-Planeta.