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Ich liebe eine russische Lady und nun ...?

Verfasst: 08 Okt 2006, 14:02
von Mike4720
Hallo erstmal, ich bin neu hier und auf der Suche nach einigen Tipps und Erahrungen von Euch.
Vor einigen Monaten habe ich (Deutsch) eine liebe russische Frau (34) im Urlaub kennen gelernt. Seither haben wir täglich Kontakt per Tel oder Mail. Vor kurzem hat sie mich 10 Tage in D besucht und wir haben die Zeit genossen. Mit ein wenig Abstand haben wir nun den Wunsch ein gemeinsames Leben in München zu führen. Ich habe einen tollen Job und damit kommt ein Umzug für mich nicht in Frage. Sie ist von der Ausbildung Steuerberaterin und Sie spricht als Fremdsprache nur English und kein Deutsch.
Frage: Welche Möglichkeiten und Chancen haben wir für eine gemeinsame Zukunft? Wird uns die Bürokratie umbringen? Welche Schritte machen aus meiner Sicht nun Sinn. Welche Möglichkeiten gibt es, dass Sie länger als drei Monate hier in D leben kann? Wie kann Sie die deutsche Sprache kostengünstig in München erlernen und welche Chancen bestehen auf ein Studienplatz und welche Chancen hat Sie eine Arbeitserlaubnis zu erhalten. Wie Ihr seht wäge ich mehrere Modelle ab, falls Ihr weitere Ideen habt freue ich mich. Eine schnelle Heirat schließe ich allerdings aus.
Natürlich gibt es weitere Fragen aber dies sind erstmal die Wesentlichen.
Mag sein, dass hierzu schon einiges geschrieben wurde. Ich freue mich über jede Info oder ggf. Link zum Thema.
Vielen Dank im voraus.

Verfasst: 08 Okt 2006, 17:50
von Mike4720
Oh Mann, das habe ich befürchtet. Danke für die Info, dann schauen wir mal. Vielleicht weiss noch jemand was? Freue mich auf Rückmeldung. Danke.

Ohne Heirat geht nichts

Verfasst: 08 Okt 2006, 20:17
von maladietz01
Hallo Mike!

Blacki hat m.E. schon das wichtigste erwähnt: Ohne Heirat geht auf die Dauer nichts. Wenn es für sie möglich ist soll sie doch mal 3 Monate (sofern sie für so lange überhaupt ein Visum bekommt) bei dir wohnen, dann weiss man schon viel mehr voneinander. Mit Abstand geht hier aber sicher nichts. Also entweder ganz oder gar nicht.

Einen Studienplatz für eine 34-jährige zu ergattern halte ich für ebenso ausgeschlossen wie eine Arbeitserlaubnis und bei deinen erdachten Modellen spielt sicher keine Behörde mit, die machen ja schon genug Theater wenn man sich entschliesst zu heiraten.

Kostengünstige Sprachschulen sind nach meiner bescheidenen Erfahrung auch meist von minderer Qualität, es gibt hier aber auch sicher Ausnahmen.

Aber wenn du eine schnelle Heirat ohnehin ausschliesst bzw. eine Beziehung mit Abstand suchst hast du dir m.E. die Antwort eh schon gegeben. Mit deiner Einstellung würde ich das als Urlaubsromanze abhaken.

Wolfgang

Verfasst: 08 Okt 2006, 21:46
von Mike4720
Hi Wolfgang,
harter Schock aber wahrscheinlich ist dies die Realität. Ich werde darüber nachdenken. Ich hätte mir vorher den Kopf machen sollen zu den Möglichkeiten und Rahmenbedingungen.
Jetzt schmerzt es um so mehr. Habe das ganze scheinbar zu sehr durch die rosarote verliebte Brille betrachtet.
Mal sehen, vielleicht machen wir wirklich mal den Dreimonatstest.
Danke zumindest für die klaren Worte.

Verfasst: 08 Okt 2006, 23:17
von Papa Hoth
Hallo Mike,

wie schon von den Schreibern vor mir angeschnitten gibt es hier nur ein "Alles oder Nichts".
Bevor Du Dich aber für das "Alles" entscheidest (wo die Liebe hinfällt kann man gar nichts machen), würde ich Dir unbedingt raten, außer dem "3-Monatstest" unbedingt Deine Auserwählte für ein paar Tage in Rußland zu besuchen, um ihre Familie und Lebensumstände näher kennen zu lernen, danach versteht man den anderen Menschen und seine Beweggründe meistens besser (das soll nicht negativ klingen!).

Mit Studium u.ä. ist nach meiner Erfahrung in diesem Alter unrealitisch.

Papa Hoth!

Verfasst: 09 Okt 2006, 08:19
von Zejtnot
Also ich denke auch: Drei-Monats-Test! Dann weiterschauen. Studium geht, ist aber ohne Deutschtest auch nicht soo einfach.

Verfasst: 09 Okt 2006, 09:16
von Mike4720
Danke für die Tipps. Bevor es da ein Ja gibt werde ich auf jeden Fall die Lage vor Ort checken!!!
Habe das schon richtig verstanden. Lieber ein paar klare Worte vorher.
Ich hoffe es gibt einen Weg.

Verfasst: 09 Okt 2006, 12:03
von Glider
Langfristig gesehen geht nur Null oder Eins.
In Freiburg gab es (und gibt es auch wohl noch Heute) die Möglichkeit, für diese Person am Sprachenkolleg für Studierende Ausländer einen Kurs zu buchen.
Dieses Sprachenkolleg hatte die Zielsetzung, ausländische Studienbewerber auf die PNDS-Prüfung, also die Prüfung zum Nachweis der deutschen Sprache, was ZUlassungsvoraussetzzung für einen Studienplatz ist, vorzubereiten. Das kostete zwar 600 Mark pro Quartal, war aber wirklich lohnend, wenn ich mir so die Sprachkenntnisse auch unserer lieben Russlanddeutschen Freunde manchmal anhöre.
Vielleicht gibt es ja in München eine ähnliche Institution. Mal an der Uni nachfragen.
Wenn Du einen Kursplatz für sie ergattert hast, bekommt sie für die Botschaft eine entsprechende Bestätigung und kann dann ein Visum zu Ausbildungszwecken beantragen, dass mit ZUstimmung der Ausländerbehörde erteilt wird. Damit bist du uimmerhin mal aus der Dreimonatsbredoullie heraus. Solange die gute dann die jeweiligen Schhulbescheinigungen der Bildungsstätte vorlegen kann, bekommt sie die Aufenthaltsgenehmigung verlängert.
In Freiburg gab es (glaube ich sechs Kursstufen d.h. eineinhalb Jahre Gesamtdauer. Du tust deiner Herzdame einen Gefallen, wenn du dafür sogst, dass sie deutsch auf gutem Niveau lernt. Dies halte ich zumal dann für sehr wichtig, wenn man nicht in einer kkosmopolitisch geprägten Stadt wohnt, sondern vielleicht etwas ausserhalb.
Gerade, wenn es in den ländlichen Bereich geht, sind unsere Landsleute doch manchmal ein wenig seltsam drauf, wenn sie merken, dass man nicht den Dialekt der Einheimischen spricht. Hoast' mi? :wink:
Im übrigen habt ihr dann ein wenig länger Zeit euch zu finden. Aber investitieren musst du. Und wenn du zum legalen Akt schreitest gibt es hier ja noch jede Menge andere Infos. Und dann auf jeden Fall ihre Familie kennenlerner. Die heiratest du nämlich mit (im bösen wie aber auch im guten).

Verfasst: 09 Okt 2006, 14:21
von Mike4720
Danke für die Info. Ich checke das Modell mal mit der UNI ab. Es macht in jedem Falle Sinn, dass Sie gute Deutschkenntnisse erhält. Die Invest in dieser Größenordnung ist doch super. Mal sehen was hier in München geht.

Was wäre, wenn ich für Sie einen Arbeitsplatz beschaffen könnte. Hätte Sie dann die Chance auf längerfristigen Aufenthalt und welche Voraussetzungen müssten hierfür erfüllt sein?

Verfasst: 09 Okt 2006, 14:29
von Zejtnot
Mike4720 hat geschrieben:Was wäre, wenn ich für Sie einen Arbeitsplatz beschaffen könnte. Hätte Sie dann die Chance auf längerfristigen Aufenthalt und welche Voraussetzungen müssten hierfür erfüllt sein?
Eine richtige Arbeitserlaubnis für Russen ist nicht vorgesehen. Sie ist ja nicht Programmiererin, für die es eine Greencard-Regelung gibt/gab. Und sie ist nicht aus der EU, insofern kann sie nicht einfach so arbeiten. Auf allen gängigen Visa steht deswegen auch extra: "Erwerbstätigkeit nicht gestattet."