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max. 6 mon alte Geburtsurkunde aus der Ukraine?

Verfasst: 11 Okt 2006, 22:28
von ralfy1
Hallo zusammen,
meine Freundin (aus Moskau, Russin) möchte ich gerne heiraten. Leider ist sit in der Ukraine geboren und mein Standesamt verlangt eine Geburtsurkunde (max. 6 Mon alt), welche in der Geburtsstadt Lwow neu ausgestellt werden soll, von den ukrainischen und der deutschen Botschaft legalisiert und anschliessend übersetzt werden soll. (Ihre Geburtsurkunde aus den 70er Jahren reicht wohl nicht aus)

a) Gibt es bei der Besorgung dieses Dokuments aus der Ukraine irgendwelche Stellen (Agenturen, Firmen, Rechtsanwälte) die das machen können oder muss man da wirklich persönlich hin?

b) Welche Alternativen gibt es, damit dieses Dokument nicht besorgt werden muss?

Verfasst: 12 Okt 2006, 01:48
von Uwe
Ralfy,

dein Standesbeamter hat einen Knall. Ein Geburtsurkunde im Original wird nur einmal ausgestellt.

Wenn auf oder an diesem Original eine Apostille (diese hat kein Verfalldatum) "klebt" dann kann er nur noch eine Übersetzung verlangen, sich von beiden Papieren eine Kopie machen und die Originale wieder aushändigen.

Der soll mal richtig in seinem Büchlein lesen.

Gruß

Uwe

Re: max. 6 mon alte Geburtsurkunde aus der Ukraine?

Verfasst: 12 Okt 2006, 07:33
von Zejtnot
ralfy1 hat geschrieben:... und mein Standesamt verlangt eine Geburtsurkunde (max. 6 Mon alt), ...
Lass Dir mal im Standesamt die Regelung zeigen, wo das stehen soll! Das ist totaler Müll! In der Sowjetunion gab es nur eine Geburtsurkunde, die kann man nicht neu ausstellen - Uwe hat Recht! Wäre ja auch sinnlos - am Fakt der Geburt ändert sich in der Regel nichts mehr. (Neu ausgestellt wird nur bei einer Geschlechtsumwandlung, wird ja bei Deiner Freundin nicht vorgekommen sein.)

Änderung im Nachhinein: Absatz nicht korrekt, siehe nächster Beitrag!Ebenso ist eine Legalisierung NICHT notwendig. In Europa haben alle Länder das Haager Abkommen unterzeichnet, demzufolge eine Apostille die Legalisierung ersetzt! Würde mich schwer wundern, wenn die Ukraine nicht dabei wäre. (Die Apostille ist ein einfacher Stempel aus der übergeordneten Behörde.)
ralfy1 hat geschrieben:Gibt es bei der Besorgung dieses Dokuments aus der Ukraine irgendwelche Stellen (Agenturen, Firmen, Rechtsanwälte) die das machen können oder muss man da wirklich persönlich hin?
Ich denke nicht, dass es Agenturen gibt, die sich um Geburtsurkunden kümmern. Da muss man schon persönlich hin.
ralfy1 hat geschrieben:Welche Alternativen gibt es, damit dieses Dokument nicht besorgt werden muss?
Die Standesbeamten davon überzeugen, sich mal ihre eigenen Verordnungen richtig durchzulesen![/b]

Verfasst: 12 Okt 2006, 08:20
von Uwe
Nrobert,

die Ukraine ist zwar dabei, wird aber aber von Deutschland nicht anerkannt.

Also:
Ukraine = Legalisation (nur für Deutschland) :D

Ralfi,
ich hatte übersehen, dass Du eine Urkunde aus der Ukraine brauchst.
Da gibt es Agenturen, die alles erledigen, falls Deine Freundin keine Urkunde mehr hat.
Ansonsten muss diese nur von der deutschen Botschaft legalisiert werden. Apostille ist da leider nicht.

Verfasst: 12 Okt 2006, 08:22
von Zejtnot
Uwe hat geschrieben:die Ukraine ist zwar dabei, wird aber aber von Deutschland nicht anerkannt.
Hilfe! Ach Du meine Güte. Danke für den Hinweis, Uwe.

Agentur needed

Verfasst: 12 Okt 2006, 11:32
von ralfy1
Das mit den max. 6 Monaten alt steht sogar auf dem offiziellen Laufpass vom Standesamt, der Beamte hat mir das nur erklärt. Er meint das sie das an ihrem Geburtsort bekommen kann... und das dann dort legalisiert werden muss von Justiz, Aussenministerium und dann zur dt. Botschaft. Meine Freundin hat auf dem ukr.Konsulat in Moskau nachgefragt und die haben ihr wohl auch gesagt, das sie das dort bekommen kann.

Kennt jemand so eine Agentur?

Re: Agentur needed

Verfasst: 12 Okt 2006, 11:43
von Zejtnot
ralfy1 hat geschrieben:Kennt jemand so eine Agentur?
Was soll die Agentur denn machen? Die Geburtsurkunde beantragen? So etwas muss man mit hoher Wahrscheinlichkeit selber machen.

Und nochmal: Man bekommt eine neue Geburtsurkunde eigentlich in den GUS-Staaten nur, wenn man die alte verloren hat! Die Geburt ist doch kein sich ändernder Fakt, wie ein Passbild!

Verfasst: 12 Okt 2006, 16:53
von Uwe
Zejtnot,

Du lebst doch in Russland und stellst solche Fragen?

Die Agenturen machen alles. Besorgen die nötigen Urkunden, lassen diese legalisieren und wenn nötig auch übersetzen.

Bei der Übersetzung kommt es auf das OLG an. Manche verlangen einen vereidigten Übersetzer, die gibt es auch in der Ukraine, andere verlangen einen vereidigten, bei Ihnen zugelassenen Übersetzer.

Dann brauchst Du nur noch bezahlen, etwas kräftiger natürlich, und Du hast alles was Du brauchst.

Mit der Geburtsurkunde hast Du leider auch nicht recht. Man kann sich, so oft man will, eine Kopie holen und diese mit einer Apostille versehen lassen. Meine Frau hat damals Geld an das Postamt überwiesen und die Postfrau hat die Urkunde geholt und nach Nowosibirsk geschickt. Doller Service.

Nur das Original bekommt man nur einmal. Darum heißt es Original. Aber auch das würde ich nicht mir Sicherheit behaupten.:D

Ralfy,

geh mal zu InfoAlien http://www.info4alien.de/. Dort sind Poster die sich auskennen. Wichtig zu wissen ist natürlich die für den Geburtsort Deiner Frau zuständige Konsularabteilung. Wenn Du da nicht weiterkommst musst Du Dich wieder melden.

Gruß

Uwe

Verfasst: 13 Okt 2006, 06:37
von Zejtnot
Uwe hat geschrieben:Du lebst doch in Russland und stellst solche Fragen? Die Agenturen machen alles. Besorgen die nötigen Urkunden, lassen diese legalisieren und wenn nötig auch übersetzen.
Ich hatte versucht, mein Wohnrecht per Agentur zu beantragen. Wurde in drei Agenturen, spezialisiert auf Migration, abgelehnt. "Machen wir nicht!" Die wollen nur Massenware, halblegale Chinesen legalisieren und so. Einen echten Deutschen, verheiratet und mit sauberen Papieren - das war nicht ihr Business.

Dazu kommt, dass ich alle Nase lang für meine ausländischen Kollegen etwas "im Auftrag" beantragen will. Geht nie, die sagen immer, dass man "persönlich" (wahlweise noch "der Direktor des Arbeitgebers") erscheinen muss.

Deswegen bin ich vorsichtig mit Agenturen geworden.