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Fragen auf der Botschaft

Verfasst: 17 Nov 2006, 00:43
von Golfer4
Hallo zusammen..

ich hoffe, mir kann jemand helfen..
meine Freundin aus Stavropol möchte mich über Weihnachten besuchen und hat demnächst ihr "Vorsprechen" auf der Botschaft in Moskau fürs Visum. Nun möchte ich gerne wissen, ob schon jemand Erfahrung mit den Fragen hat, die auf sie zukommen. Meine Mutter hat die Einladung für sie gemacht. Können sie ihre Angaben nachprüfen, wenn sie evtl. Fragen zu mir stellen? Wie sollen wir uns vorbereiten?bzw sie.

ich freue mich auf eure Antworten...

Gruß Armin

Verfasst: 17 Nov 2006, 05:28
von Saboteur
Eine Bekannte von mir sollte erklären in welcher Beziehung sie zu dem Menschen hat, der sie eingeladen hat.

Verfasst: 17 Nov 2006, 11:08
von manuchka
Saboteur hat recht, das ist das wichtigste. Wenn deine Mutter sie eingeladen hat, sollte deine Freundin sagen können,
  • - wie deine Mutter heißt,
    - wo sie arbeitet,
    - wo sie wohnt (Stadt oder Ort)
    - in welcher Beziehung sie zu ihr steht (persönliche Bekannte, Bekannte von Freunden, Eltern oder so) und wo und wie sie sich kennengelernt haben,
    - u.U. welche Familienmitglieder es noch gibt
    - was der Grund für die Einladung ist (Weihnachten halt als Fest mit seinen Traditionen, spezieller Anlass, Familie kennenlernen etc.)
    - was sie sonst noch in Deutschland machen will (Stadt anschauen, Weihnachtsmärkte kennenlernen, Zeit mit deiner Mutter und ihrer Familie verbringen)
    - wie sie nach Deutschland und zu deiner Mutter reist (Flug nach ..., von da aus weiter per Zug oder sie wird abgeholt)
    - ob sie deutsch spricht oder wie sie sich mit deiner Mutter sonst verständigt
Ansonsten noch:
  • - ihre Lebensverhältnisse in Russland (also Arbeit, Familei etc. -- wichtig: es muss glaubhaft werden, dass deine Freundin nicht vorhat, in Deutschland zu bleiben, sondern "Rückkehrwilligkeit" besteht)
    - ob sie schon in D/EU war
Die Liste ist natürlich nicht abschließend.

Fragen zu dir - warum sollte die Botschaft die stellen? Hast du sie schon mal eingeladen oder so? Wenn euch nix besseres einfällt, kann sie ja sagen, dass du zu einem Studi- oder sonstigen Austausch in RUS warst und das jetzt die Gegeneinladung als Dankeschön ist. Aber denk dran, was die Botschaft nicht weiß, macht sie nicht heiß, und bei jungen Paaren geht da schon mal die Alarmleuchte an.

Noch was: Manche Angaben können die Botschaftsleute schon nachprüfen, und ich finde auch, man sollte schon die Wahrheit sagen oder bestimmte Dinge notfalls nicht erwähnen, aber Lügen ist blöd. Das habt ihr doch auch nicht nötig, bei euch hat ja alles seine Richtigkeit mit der Einladung und so. Das nur als Anmerkung am Rande.

Deine Mutter und auch der Rest der Familie sollte ebenfalls über den anstehenden Besuch informiert sein und wissen, wie deine Freundin zu der Einladung kommt, also sprich, wie die Bekanntschaftsverhältnisse sind (bzw. wie sie der Botschaft geschildert werden). Bei meinen Eltern hat die deutsche Botschaft nämlich mal angerufen, allerdings nur, weil es ihnen verdächtig vorkam, dass die Einladung von meinen Eltern aus Bayern kam, Einreiseflughafen aber Berlin war. Das konnten wir wahrheitsgemäß damit erklären, dass mein jetziger Mann in Berlin abgeholt wurde und wir eine kleine Deutschlandrundreise gemacht haben. Dabei wurde natürlich auch noch mal erzählt, wieso mein Mann eingeladen wurde, wen er bei uns kennt etc. Dass ich der eigentliche Reisegrund und die Bekannte bin, wurde beim Botschaftsgespräch mit keinem Wort erwähnt, um nicht schlafende Hunde zu wecken. :wink:

Viel Erfolg!

Verfasst: 17 Nov 2006, 11:43
von 7punkt
manuchka hat geschrieben:...es muss glaubhaft werden, dass deine Freundin nicht vorhat, in Deutschland zu bleiben...
War mir nie klar: wie kann man denn im Ausland laenger bleiben als die Gueltigkeitsdauer des Visums es zulaesst :roll: Jedem ist doch klar, dass man in sonem Fall riesige Probleme hat wie in der Heimat als auch im Ausland. Und wer moechte schon freiwillig im Land bleiben, wo man keine Arbeit (= kein Einkommen), keine Wohnung und keine Ahnung hat, was zu erwarten ist.

LG,
7punkt

Verfasst: 17 Nov 2006, 11:51
von manuchka
7punkt - es soll Leute geben, die erst mal irgendwie ins Land reinkommen wollen, und wenn sie einmal da sind, tauchen sie unter oder besorgen gefälschte Papiere oder gehen eine (oft fiktive) Ehe ein oder stellen Asylantrag oder bleiben einfach da (bei Freunden oder Bekannten), so lange sie nicht erwischt werden - weiß der Geier was.

Verfasst: 17 Nov 2006, 12:34
von 7punkt
Zu kompliziert: gefaelschte Papiere sind auch net so einfach zu besorgen oder..und bei Bekannten/ Freunden etc. laenger zu bleiben ist in erster Linie net schoen den Freunden/ Bekannten gegenueber, denn die koennen dann auch Probleme haben. Das mit Asyantrag hoert sich auch laecherlich an..Scheinehe kostet bestimmt was, denn einfach so wird auch keiner Scheinehe schliessen. Also wie gesagt, zu kompliziert, um jeden zweiten unter Verdacht zu stellen :roll:

Verfasst: 17 Nov 2006, 13:35
von Ralph
dazu gibt es nur ein Kommentar von mir und dem kannst du vertrauen;

Sei ehrlich

Jede Frage musst du wahrheitsgetreu beantworten, lügen, "vorbereiten auf irgendetwas" etc. ppp. bringt gar nichts.

Mit ehrlichen Antworten auf die Fragen kommst du am weitesten.

Ralph

Verfasst: 17 Nov 2006, 16:25
von Sportsfreund
7punkt hat geschrieben:
manuchka hat geschrieben:...es muss glaubhaft werden, dass deine Freundin nicht vorhat, in Deutschland zu bleiben...
War mir nie klar:
wie kann man denn im Ausland laenger bleiben als die Gueltigkeitsdauer des Visums es zulaesst
Jedem ist doch klar, dass man in sonem Fall riesige Probleme hat wie in der Heimat als auch im Ausland.
Und wer moechte schon freiwillig im Land bleiben, wo man keine Arbeit (= kein Einkommen),
keine Wohnung und keine Ahnung hat, was zu erwarten ist.

manuchka hat geschrieben:es soll Leute geben, die erst mal irgendwie ins Land reinkommen wollen,
und wenn sie einmal da sind, tauchen sie unter oder besorgen gefälschte Papiere
oder gehen eine (oft fiktive) Ehe ein oder stellen Asylantrag oder bleiben einfach da (bei Freunden oder Bekannten),
so lange sie nicht erwischt werden - weiß der Geier was.

was mir nicht klar- wie kann man als Tourist oder Illegaler eine (Schein) Ehe im Lande namens Deutschland eingehen?
so wie man liest- wenn jemand aus EU jemanden aus nicht-EU heireten will, dann.... hier wird ein 100-Punkte Programm genannt...
und immer erwähnt- ein Touristenvisum reicht nie/nicht aus...
hier muss ein Heiratsvisum her!
Wie könnte man als Scheintourist für 2 Wochen nach Deutschalnd einreisen und
eine Schenehe eingehen?

Freunde und Bekannte bei dennen man sich monate/jahrelang aufhalen kann, hätte ich gerne.... 8)


aber so wie ich mich mit den sich illegal in Europa Aufaltenden auskenne,
sieht es ungefähr so aus:
man reist legal in die EU ein (egal ob für eine Woche oder 3 Monate) und fährt nach:
a. Spanien
b. Portugal
c. Italien
d. Griechenland

in diesen sonnigen Ländern sieht man das ganze wesentlcih lockerer als in Deutschland
und dort eine Arbeitstelle schwarz ohne irgendwelche Papiere zu finden ist angeblich kein Problem...
Man verdient unterm Landesdurchschnitt aber immerhin mehr als in GUS und zum Leben reicht es (noch) auch...

Verfasst: 17 Nov 2006, 16:36
von manuchka
Ich habe nicht von x-normalen Touristen oder Verwandtenbesuchern gesprochen, sondern von Leuten, die irgendwie nach Deutschland und dann irgendwie dort bleiben wollen, sei es um endlich bei der Familie zu sein, weil man selber keinen Aussiedlerstatus hat und in der Hoffnung, dass - wenn man erst mal da ist - man schon irgendwie einen Aufenthaltssatus kriegt oder einfach mucksmäuschenstill da wohnt, sei es, weil man mit wilden Versprechungen gelockt oder aus eigenem Antrieb zum (selten legalen) Geldverdienen hinfährt ("Devka, komm, wir regeln dann alles hier vor Ort"), sei es, weil man sich - und den Fall kenne ich persönlich von der Arbeit - den russischen Strafverfolgungsbehörden entziehen und untertauchen will.

Verfasst: 17 Nov 2006, 20:32
von Golfer4
Danke für eure Tips..ich hoffe, es geht alles gut auf dem Konsulat..für weiter Anregungen bin aich aber immer dankbar..

Gruß Armin