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Geldtransfer Deutschland -> Russland
Verfasst: 28 Nov 2006, 02:06
von Monzi
Hallo liebe Spezialisten,
kleine, blöde, aber mich beschäftigende Frage: Wie läuft eigentlich der Geldtransfer von einem deutschen auf ein russisches Konto? Reicht mir für die Überweisung der einfache IBAN und SWIFT Code, oder gibt es da etwas spezielles zu beachten?
WesternUnion ist keine Alternative, da es 1. net wirklich ewig eilig ist und 2. die Gebühren in keinem Verhältnis zu dem zu übersendenden Betrag stehen.
Verfasst: 28 Nov 2006, 11:12
von Dietrich
Also ich weiss nicht, ob das fuer jede Bank gilt. Aber eine Ueberweisung von einem deutschen Konto (Volksbank) auf eine russisches Konto bei der Raiffeisenbank ging ganz einfach ueber SWIFT und kostete auch nicht die Welt.
In die andere Richtung nehmen die allerdings mehr Gebuehren, zumal es da keine Obergrenze fuer die Gebuehren gibt, sondern sie immer 1% betragen.
Dauer der Transaktion 3-4 Tage.
Verfasst: 28 Nov 2006, 11:33
von manuchka
Monzi, wie Dietrich sagt, geht es in der Regel einfach. Du kannst ja mal im Internet nach der Bank gucken, die du brauchst. Selbst für die Sberbank ist alles maximal einfach.
Beachten solltest du, dass der Empfänger möglichst ein Valutakonto (Euro)haben sollte, sonst wird der Betrag u.U. ungünstig zum internen Kurs umgetauscht. Und gib möglichst einen "ernsthaften" Überweisungszweck an - sowas wie "Gruß von Oma" kommt hier nicht so gut an, obwohl in Deutschland keine Nase danach fragt.
Von Russland nach Deutschland ging meine Überweisung übrigens sensationell schnell - ich bin bei der IMB, bereits am nächsten Tag war das Geld auf dem deutschen Konto eingegangen und gebucht! Sowas klappt in Deutschland nicht so fix, Respekt.
Verfasst: 28 Nov 2006, 19:15
von zimdriver
... für IMB kann ich's bestätigen, allerdings auch mit 0,5 % Bearbeitungsgebühren bezahlt ...
Verfasst: 28 Nov 2006, 21:36
von Monzi
danke für die Infos! Lt dem Internetauftritt meiner Sparka gilt IBAN + SWIFT (nur?) für Europa, ist aber Quatsch, da wir unseren amerikanischen Kunden auch immer unsere IBAN zur Verfügung stellen. Na ja, und was das russische Finanzamt mit der Mitteilung "hol du bitte die Geschenke für die Kinder" auf dem Überweisungsbeleg will... mei, mir soll's recht sein. Ist halt Russland!
Verfasst: 28 Nov 2006, 23:00
von zimdriver
Monzi hat geschrieben:... Lt dem Internetauftritt meiner Sparka gilt IBAN + SWIFT (nur?) für Europa, ...
A) diese Angaben brauchte ich auch zwingend, ohne geht's gar nicht
B) ... da mußt Du erstmal abwarten, was das deutsche Finanzamt sehen will, wenn's andersrum geht- der Standardspruch ist schon mal dabei beim Kontoauszug
Verfasst: 29 Nov 2006, 02:30
von Uwe
Monzi,
SWIFT ist eine Geldtransfer über Computersystem, anders als der frühere Telextransfer.
Die IBAN ist ein vereinfachtes SWIFT-Verfahren (eigentlich gedacht für die EU-Länder), läuft aber auch über das SWIFT-System.
Eine Bank hat Ihre Währungskonten immer in dem Land, zu dem die Währung gehört. In der EU können die zwar frei wählen aber große Banken haben dann mehrere Korrespondenzbanken.
Für diese ist die IBAN einfacher und auch für die unbedarften Bankangestellten im Ausland. Die Sber Bank nimmt Überweisungsaufträge ohne IBAN nicht mehr an.
Ich überweise von Russland immer mit der Sber Bank und Bareinzahlung. Das kostet so um die 15 EUR. Da die Beträge immer gößer sind ist das vertretbar. Bei Geldeingängen aus Deutschland knöpfen die mir allerdings auch noch mal 15 EUR ab.
Für eine Überweisung aus Deutschland wirst Du mit Sicherheit den SWIFT Code und die Kontonummer benötigen, weil Dich der deutsche Bankangestellte mit einem mitleidigen Blick belehren wird, das die IBAN nur für die EU ist und Russland da nicht zugehört.
Die Gebühren für eingehendes Geld in Russland sind sehr unterschiedlich. Das geht von 0 bis Straßenraub. Da muss sich der Empfänger vorher erkundigen.
Komisch, komisch.
Gruß
Uwe
Verfasst: 29 Nov 2006, 10:40
von manuchka
Monzi hat geschrieben:Na ja, und was das russische Finanzamt mit der Mitteilung "hol du bitte die Geschenke für die Kinder" auf dem Überweisungsbeleg will... mei, mir soll's recht sein. Ist halt Russland!
Du, mit sowas würde ich nicht spaßen. Es interessiert das russische Finanzamt herzlich wenig, wohl aber die Devisenkontrolle in der Bank. Seit dem 1.7. ist das zumindest für Privatüberweisungen etwas einfacher, aber früher konnte es ganz leicht passieren, dass das Geld einfach von der russischen Bank nicht angenommen und zurückgeschickt wurde - Gebühren waren natürlich futsch. Also schreib vielleicht irgendwas wie "private money transfer" oder sowas.
Verfasst: 29 Nov 2006, 20:04
von Monzi
danke dir, werde ich beherzigen!
Ueberweisung
Verfasst: 04 Dez 2006, 18:01
von StefanKlein
Privet,
also ich bin nicht mit allem eiverstanden. Ich habe ein extra Konto bei der Spberbank (Euro). Die Ueberweisung von/nach D dauert ca. 3 Werktage. Das Geld das ich hier erhalte wird mit folgenden Gebuehren abgerechnet:
Eingang des Geldes aus D: 1-30. Tag 1% der Ueberweisungssumme
Ab 31. Tag des Gelseingangs: 0 % und das ist fuer mich wichtig!!!!!
Und ich glaube nicht, dass die Sberbank in RF fuer unterschiedliche Regionen unterschiedliche Modelle der Gebuehrenpolitik verwirklicht.
(P.s. bin Dozent fuer Oekonomie an einer rus. Uni.) Viele meiner Studenten arbeiten mittlerweile bei der SB und haben mir den Westkurs der Hauspolitik bestaetigt.
Gruss
Stefan