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Tja, jetzt ist es amtlich!!!
Verfasst: 28 Dez 2006, 13:32
von Stefan
Nachdem die zwei Söhne meines Schwagers den Deutschstandstest 1 nicht bestanden haben, hat mein Schwager den Antrag auf Einreise und Aufnahme in das Bundesgebiet zurück gezogen.
Aus lauter Frust hat er nun 200000 Rubel auf den Kopf gehauen und sich einen neuen Wagen - Schiguli - gekauft.
Schade ist es schon, da ich viel Zeit und Mühe in die Aufnahme meiner angeheirateten Verwandten investiert habe.
Re: Tja, jetzt ist es amtlich!!!
Verfasst: 28 Dez 2006, 16:07
von Zejtnot
Stefan hat geschrieben:Nachdem die zwei Söhne meines Schwagers den Deutschstandstest 1 nicht bestanden haben, ...
Jetzt mal ganz vorsichtig gefragt: Wie dämlich haben sich die Jungs angestellt? Meine Frau hat den Test nicht gemacht, weil er ihr zu albern war.
Beispielaufgabe: Hören Sie folgende Flughafenansage: [von Kassette] "Flugsteig blabla nach sonstewo!" Was wurde gesagt: (A) Das Flugzeug fliegt von Flugsteig blabla. (B) Das Flugzeug fliegt von Flugstein ganzwasanderes. (C) Der Käse ist alle.
Sorry, dass ich hier etwas abwertend bin - aber die Fragen sind wirklich blödsinnig und sollten - meiner Meinung nach - noch zehnmal schwieriger sein, bevor man einen deutschen Aufenhaltstitel bekommt. Vor allem, da man den Test beliebig oft wiederholen darf! Ich bin kein Rassist und will niemandem den deutschen Pass verwehren - aber ich denke man sollte die künftige Heimatsprache sprechen! Ich weiß, im speziellen Fall mag es aus privater Sicht schlimm sein. Aber wer ohne Deutschkenntnisse nach Deutschland kommt, wird nicht glücklich. Dann doch lieber mit dem schicken Schiguli durch die Taiga düsen!
Verfasst: 28 Dez 2006, 18:49
von manuchka
Da sag ich nur amen. Ich stimme zu.
Verfasst: 28 Dez 2006, 19:53
von Stefan
Ich gebe dir vollkommen Recht, Zejtnot, ich weiss leider nicht, wie "doof" die sich angestellt haben, aber ich denke, jeder vernünftige Mensch wird doch erst versuchen die zukünftige Heimatsprache zu sprechen, um sich schneller zu integrieren.
Was mich daran halt nur so maßlos ärgert ist, daß ich mir noch die Mühe gemacht habe und ihnen im Goethe-Institut-Moskau die Übungsbögen besorgt habe.
Naja, hauptsache jetzt einen Schiguli fahren GGGG
Verfasst: 29 Dez 2006, 01:31
von Bephep
Leider,auch wenn sie den Test bestehen und nach DE kommen sprechen die meisten Erwachsenen weiter russisch.
Hier gibt es ein Lidl Laden,in der Naehe wohnen viele Deutsch Russen.Vor kurzem erlebt.Eine Familie kauft ein,die Eltern sprechen russisch auch mit den Kindern.Die beiden Kindern unterhielten sich auf deutsch.
Verfasst: 29 Dez 2006, 07:47
von Zejtnot
In der Dresdner Buslinie 83 (ehemals 75) sollte man auch besser "следующая остановка: Площадь Поланда" anstelle von "Nächste Haltestelle: Polandplatz" ansagen!
Verfasst: 25 Jan 2007, 23:38
von Rotech
na ich bin im Moment noch recht Gluecklich das die Russen nicht das selbe tun, aber hier koennte man das vieleicht erkaufen....................(Ich liebe Scheindemokatien...)
Rotech
Verfasst: 26 Jan 2007, 09:50
von Zejtnot
Rotech hat geschrieben:na ich bin im Moment noch recht Gluecklich das die Russen nicht das selbe tun ...
Ich weiß garnicht, vielleicht braucht man ja für den russischen Pass (!) - nicht das Aufenthaltsrecht - einen Sprachtest? Wenn man hier mit Abschluss studieren will, braucht man ihn.
Hat eigentlich irgendwer im Forum mal versucht, die russische Staatsbürgerschaft zu erwerben? (Ich weiß, dass das faktisch unmöglich ist - dass brauchen wir jetzt nicht diskutieren. Ich will nur wissen: hat es mal jemand konkret beantragt?)
Verfasst: 26 Jan 2007, 15:50
von manuchka
Zejtnot, da wir hier hauptsächlich Westeuropäer sind, halte ich die Frage für rhethorisch - wer die russische Staatsangehörigkeit will, muss seine aufgeben - und wer von uns gibt freiwillig seinen Pass für den russischen her?
Verfasst: 26 Jan 2007, 16:07
von Dietrich
Also ich bin schon dafuer, dass jemand fuer einen staendigen Aufenthaltstitel die Sprache wenigstens soweit beherrschen sollte, dass er eine normale Alltagskonversation fuehren kann.
Schliesslich gibt es ja erstmal fuer 3 Jahre oder so einen befristeten Aufenthaltstitel. Da sollte man nach den drei Jahren schon beweisen, dass man sich mit der Sprache beschaeftigt hat. Zumindest dem Alter enstsprechend, da jemand mit 65 nicht mehr so leicht lernt wie mit 20...
Dietrich