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FZF, wie lange noch

Verfasst: 30 Dez 2006, 11:46
von kisatati
Hallo! Ich bin neu hier und möchte meine Geschiche erzählen.

Ich bin Deutsche- Aussiedlerin, seit 11 Jahren in Deutschland, war schon ein Mal verheiratet und habe einen Kind.
Mitte August habe ich in Russland meinen Mann geheiratet, denn ich schon fast seit 12 Jahre kenne. Nach fast 2 Monaten, also mitte Oktober, hat mein Mann Antrag auf FZF in Moskau gestelt. In Deutschland habe ich unsere Ehe beim Meldeamt angemeldet, in Standesamt war ich auch, wollte Famillienbuch anlegen, die Beamtin sagte, dass das noch nicht gehen wird, nur dann wenn mein Man schon da ist.

Ich bin berufstätig seit 2,5 Jahren, habe eine Wohnng, allerdings ist mein Arbeitsvertrag befristet, dazu möchte ich noch sagen, dass mein Arbeitsvertrag immer weiter verlängert wurde, ich beziehe kein Geld v. Staat auser Kindergeld für die Kleine. Nun warten wir schon seit 2,5 Monaten auf das Visum!!!
Nach 2 Wochen, nach der Antragstellung, habe ich bei der ABH angerufen, die Unterlagen waren schon da, dann habe ich noch bei BVA angerufen, war auch alles i.o. ende November hab ich noch ein Mal angerufen, lt. Aussage v. Sachbearbeiterin, es sei alles i.o., aber die Bearbeitung kann sich auf 6 Monate hinziehen. Ich kann das ganze nicht vertehen, wenn ich mich so umhöre, bei anderen geht es so schnell, innerhalb v. 2-3 Monaten und bei uns, thja, Fragezeichen???
Dazu möchte ich noch sagen, dass wir schon insgesamt 2,5 Jahre so leben, bzw. Deutschlan und Russland, ich währ schon längst weg, nach Russland, aber ich kann das nicht tun, mein EX wird mir nie erlauben die Kleine mitzunehmen und ohne Sie kann ich nicht weg!!! ich bin selisch am Ende, ich werde Ärtzlich behandelt und ich bin erst 28 Jahre!!!
Kann mir Jemand sagen ober befindet sich jemand in der gleichen Situation, willeicht kann ich irgendwas tun, ich weis nicht weiter!!!

Vielen Dank im Voraus

Verfasst: 30 Dez 2006, 12:51
von Dave
In erster Linie Geduld haben und nicht die Nerven verlieren. Wenn
ich richtig addieren kann, dann sind ja seit dem Antrag ca. zwei-
einhalb Monate vergangen, also ist gemäss Deiner Aussage, bezüg-
lich der "2-3 Monate" noch alles im grünen Bereich.

Also, Kopf hoch!

Dave

P.S. Mehr kann ich dazu nicht sagen, da mir als Schweizer die Will-
kür des Deutschen Beamtentums sowieso unverständlich bleiben wird...

Verfasst: 30 Dez 2006, 14:19
von kisatati
Dave

Vielen dank für die schnelle Antwort!!!

Ja das stimmt, dass das Ganze noch im grünen Bereich liegt, aber ich vermute, dass sich auch im Januar nicht so viel tut. Ich hoffe, dass mein Mann wenigstens zum Valentinstag bei uns ist!

Gruß Kisatati

Verfasst: 31 Dez 2006, 04:39
von Stefan
P.S. Mehr kann ich dazu nicht sagen, da mir als Schweizer die Will-
kür des Deutschen Beamtentums sowieso unverständlich bleiben wird...
Auch wenn ich mit vielen Entscheidungen des von dir zitierten Beamtentums nicht einverstanden bin, muss ich aber dazu sagen, daß diese Leute sich an die vorgeschriebenen Gesetze halten wollen und müssen.

Es ist leider nicht nur die alleinige Schuld der Beamten. Vieles liegt auch in der Politik begründet, z. B. Personalabbau, stetige Änderung der Vorschriften, Aufbürdung von sinnlosen bzw. wenig sinnigen Aufgaben etc.

Ich sagte vorgeschriebenenes nicht nur, weil ich selber im Staatsdienst beschäftigt bin. Ich kenne die Situationen im öffentlichen Dienst, egal ob Beamter oder Angestellter.

Verfasst: 31 Dez 2006, 14:40
von Zeppelin
Stefan hat geschrieben:... Auch wenn ich mit vielen Entscheidungen des von dir zitierten Beamtentums nicht einverstanden bin, muss ich aber dazu sagen, daß diese Leute sich an die vorgeschriebenen Gesetze halten wollen und müssen.

Es ist leider nicht nur die alleinige Schuld der Beamten. Vieles liegt auch in der Politik begründet, z. B. Personalabbau, stetige Änderung der Vorschriften, Aufbürdung von sinnlosen bzw. wenig sinnigen Aufgaben etc. ...
Dem schließe ich mich erst eimal an, obwohl ich schon seit über 10 Jahren nicht mehr im öD bin.

Aber back to topic:
Was mich wundert, ist die Aussage des Standesamtes, das Familienbuch könne erst angelegt werden, wenn beide Ehepartner anwesend seien.
Das halte ich für Quatsch (ich meine dass es nicht gehen sollt, nicht dass es nicht so gesagt worden sein mag.)
Vermutlich meinte die Beamtin - wohl mit Hinblick auf die Ersparnis von Übersetzungen, Unterschriftsbeglaubigungen etc. - damit warte man besser bis nach erfolgter FZF.
Ansonsten könnte es auch daran liegen, dass die FZF bereits beantragt worden war, bevor das Standesamt angefragt wurde. Aber das ist jetzt egal. Die Dinge nehmen eben ihren Lauf.

Wenn von einer Bearbeitungsdauer von bis zu 6 Monaten gesprochen wurde, heißt dies nicht, dass diese auch ausgeschöpft werden. Viel mehr wollen die Behörden lieber keine Erwartungshaltungen wecken, die sie dann evtl. enttäuschen müssen.
Würde man z.B. versprechen: "In drei Monaten ist alles erledigt." und könnte das dann nicht einhalten, bekämen es die Wartenden erst recht mit der Angst zu tun, würden dauernd bei den Behörden anrufen und dadurch noch mehr die Abarbeitung der Aktenstapel behindern.

Weniger als drei Monate braucht es wirklich in den seltensten Fällen. War Dein jetziger Mann auch schon mal verheiratet?
Es gibt einfach zu viele mögliche Faktoren, die auf die Dauer der Prüfung Einfluss haben.

Grüße
und einen guten Rutsch ins neue Jahr,
Zeppelin

Verfasst: 01 Jan 2007, 19:12
von kisatati
Ein neues freues Jahr für Alle!

Zeppelin

Du fragst, ob mein Mann schon mal verheiratet war, ja und er hat ein Kind aus dieser Ehe, die Mutter hat das Sorgerecht für das Kind und er hat der Unrterhat ausgezahlt. Ich frag mich, ob das zur Sache was tut?
Mir wurde gesagt, dass dieses den deutschen Behörden völlig egal sei. Hauptsache er war in Deutschland nie illegal und Visapflicht wurde nie verlezt!!!
Kannst du mir trozdem sagen, anhand meiner Geschichte, ob es irgend welche Probleme geben kann und hat Jemand Anung wie lange die Sache im "Normal Fall" dauert???

Danke

Verfasst: 01 Jan 2007, 20:22
von Zeppelin
kisatati hat geschrieben:...
Kannst du mir trozdem sagen, anhand meiner Geschichte, ob es irgend welche Probleme geben kann und hat Jemand Anung wie lange die Sache im "Normal Fall" dauert???

Danke
Also Probleme kann ich da grundsätzlich keine erkennen, zumal ja gegen Deinen Mann offenbar nichts negatives vorliegt.
Auch Kindergeld, Erziehungsgeld, Wohngeld etc. wäre nichts, was einer Familienzusaamenführung entgegen steht.
Sofern Du die deutsche Staatsbürgerschaft haben solltest, musst Du Dir auch wegen Deines befristeten Arbeitsvertrages keine Gedanken machen.

Einen "Normalfall" gibt es da leider nicht. Mir sind absulut unterschiedliche Fallkostellationen bekannt, von einem Monat bis zu zweieinhalb Jahre. Allerdings habe die ganz langen Fälle nichts mit RUS zu tun.
Meine Erfahrung zu RUS: Minimal 2,5 Monate in den ganz einfachen Fällen, d.h. beide waren noch nie verheiratet und einer ist dt. Staatsbürger/-in.
Alles andere kann zu länger dauernden Urkundenprüfungen führen, worum man sich aber auch keine größeren Sorgen machen sollte. Nur die Warterei ist dann halt nervig.

Tut mir leid, aber genauer kann ich es nicht sagen.

Also viel Glück,
Zeppelin

Verfasst: 02 Jan 2007, 17:38
von kisatati
Vielen Dank für die Antworten!!!

Viel Glück!!

P.S. Ich würde mich aber freuen, wenn Jemand mir schreibt, der momentan genau das Gleiche durchmacht. Danke!!!

Gruß Kisatati

Verfasst: 04 Jan 2007, 12:10
von manuchka
Hallo Kisatati,
ich kann dir zwar zum eigentlichen Problem nix sagen, weil ich mit FZF keine Erfahrung habe. Ich habe nur nicht verstanden, was du damit meintest, dass dein Ex-Mann dich mit dem Kind nicht nach Russland lässt. Habt ihr gemeinsames Sorgerecht oder du allein? Wenn du allein sorgeberechtigt bist, dürfte es eigentlich kein Problem sein... aber egal, ich glaube, dass ihr es als Familie in Deutschland besser habt (darüber kann man natürlich streiten, aber insbesondere im Hinblick auf finanzielle Unterstützung ist es in DE doch vorteilhafter). Nur noch ein bißchen Geduld und nimm dir nicht alles so sehr zu Herzen. Dein Kind braucht dich, also schone deine Nerven. Hoffentlich klappt alles.

Verfasst: 04 Jan 2007, 15:05
von harald63
Heutzutage gibt es fast immer nur gemeinsames Sorgerecht. Was in diesem Fall aber entscheidend ist, ist das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Es ist ziemlich schwierig, das alleinige Sorgerecht zu bekommen, aber immerhin bekam ich bei meiner Scheidung das Aufenthaltsbestimmungsrecht für meine Kids.
Grundsätzlich kann ich die Sorge des Vaters verstehen - vor allem, wenn er sich wirklich um seine Kids kümmert. Wenn die Mutter zur Mittel- oder Oberschicht in einer russischen Großstadt gehören würde... Vielleicht. Aber wenn ich so mitbekomme, wie z.B. die medizinische Versorgung auf dem flachen Land ist, wäre ich sehr gegen eine Übersiedlung meines Kindes. Immer vorausgesetzt, es geht dem Vater wirklich um das Kindeswohl und nicht um Machtspielchen, ohne sich wirklich um das Kind zu kümmern.