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Osteuropäische Frau - Was macht sie interessanter?
Verfasst: 25 Jan 2007, 01:39
von Relativ
Beim Lesen einiger Beiträge bin ich ins Grübeln kommen: In meinem nahen und fernen Bekanntenkreis zieht es die Männer zu Frauen aus Osteuropa und es wird schon langsam zum Sport unbedingt eine osteuropäische (bevorzugt aus den russischen Landen) Frau sein eigen zu nennen. Ich selber liebe das russische Land, genauso wie ich Westpolen wunderschön finde - also keine Vorurteile gegen die dort lebenden Menschen und es gibt auch wunderbare Freundschaften. Und doch stellt sich die Frage, warum diese Eheschließungen in letzter Zeit so rasant ansteigen? Hat das gesellschaftliche Ursachen, sind die (unsere) deutschen Frauen "überzüchtet", zu emanzipiert, das althergebrachte Rollenverhältnis ins Wanken gebracht? Auffallend ist auch, dass es kaum andersrum - also Ehen zwischen russischen Männer und deutschen Frauen gibt (ich weiß von keiner). Ausser Disskusion stehen natürlich die reinen Liebesehen, aber soll der rasante, überproportionale Anstieg alles Liebe sein. Wär zu schön ....
Re: Was macht Frauen aus Osteuropa interessanter?
Verfasst: 25 Jan 2007, 02:42
von bryonia
Relativ hat geschrieben:Beim Lesen einiger Beiträge bin ich ins Grübeln kommen: In meinem nahen und fernen Bekanntenkreis zieht es die Männer zu Frauen aus Osteuropa und es wird schon langsam zum Sport unbedingt eine osteuropäische (bevorzugt aus den russischen Landen) Frau sein eigen zu nennen. Ich selber liebe das russische Land, genauso wie ich Westpolen wunderschön finde - also keine Vorurteile gegen die dort lebenden Menschen und es gibt auch wunderbare Freundschaften. Und doch stellt sich die Frage, warum diese Eheschließungen in letzter Zeit so rasant ansteigen? Hat das gesellschaftliche Ursachen, sind die (unsere) deutschen Frauen "überzüchtet", zu emanzipiert, das althergebrachte Rollenverhältnis ins Wanken gebracht? Auffallend ist auch, dass es kaum andersrum - also Ehen zwischen russischen Männer und deutschen Frauen gibt (ich weiß von keiner). Ausser Disskusion stehen natürlich die reinen Liebesehen, aber soll der rasante, überproportionale Anstieg alles Liebe sein. Wär zu schön ....
Was heißt denn hier, überzüchtet und emanzipiert? Viele deutsche Frauen haben eine sehr gute Berufsausbildung und sind selbständig genug um nicht, wie in alten Rollenklischees übermittelt, heiraten zu müssen, bzw. bedürfen sie nicht unbedingt einen Ernährer.Also "Schulbildung/Bildung" ist schon mal ein wesentlicher Aspekt.
Dazu kommt natürlich, daß es für viele Männer einfacher geworden ist, eine Frau kennenzulernen. Mußte man früher noch in die Disko, oder zu einer anderen Veranstaltung, um eine evtl. passende Partnerin zu finden, begibt man sich heutzutage ins Internet oder in die Tageszeitung/Rubrik Bekanntschaften. Im Internet gibt es 100te von Vermittlungsagenturen, die nur ausschließlich osteuropäische Frauen im "Sortiment" haben. Auf die Idee, osteuropäische Männer zu vermarkten, ist anscheinend noch keiner gekommen.
Es gibt sicherlich genug Männer, die aufgrund ihres Ego`s oder besser gesagt ihrer Verhaltensmuster nicht mit einer selbstbestimmten autarken Frau zurecht kommen, und sich dann auf die Suche nach einer anpassungsbereiten Russin, Thai oder ähnliches begeben. Und für diese, lockt natürlich der goldene Westen, auch wenn der gar nicht mehr so golden ist.
Ich denke mal, Russinnen sind bodenständiger und materieller als man anfangs vielleicht meint. Vielleicht steckt in einigen Fällen Liebe, aber das muß jeder für sich selbst entscheiden.
Verfasst: 25 Jan 2007, 10:47
von Zejtnot
Ich bin mit einer Russin verheiratet, einfach weil ich hier studiert habe und wir uns halt verliebt haben. Exotik ist immer interessant. Es liegt in der Natur der Sache, dass man an der weiten (!) Verbreitung seiner Gene interessiert ist. Unterbewusst.
Insofern finde ich all diesen Kram mit "deutsche Frauen sind zu emanzipiert" albern. Ich bin bestimmt nicht mit meiner Gattin verheiratet, weil sie mich bemuttelt wie im 18. Jahrhundert. Ich bügel meine Hemden weiter alleine und koche jeden zweiten Abend.
Zur Frage: "Warum suchen all die Russinnen westliche Männer im Internet?" gab es schon etliche Threads hier. Deswegen nur ganz kurz: Weil sie mit einem weniger attraktiven Deutschen immer noch mehr Spaß haben werden und mehr erleben können, als mit dem durchschnittlichen russischen Dorftrottel. Auch im Bett, um das Thema gleich im Keim zu ersticken.
Re: Was macht Frauen aus Osteuropa interessanter?
Verfasst: 25 Jan 2007, 12:18
von Dave
Relativ hat geschrieben:Ausser Disskusion stehen natürlich die reinen Liebesehen...
Ich kenne keinen anderen vernünftigen Grund, eine Ehe zu schliessen.
Alles andere ist keiner Diskussion wert.
Dave
Verfasst: 25 Jan 2007, 12:43
von harald63
Ich verstehe nicht, wie man sich bei der Partnersuche auf ein bestimmtes äußeres Merkmal festlegen kann. Woher jemand kommt und wie er aussieht, ist doch in einem weiten Bereich ziemlich egal und verbessert die Chancen, eine gute Beziehung zu finden, kein bisschen.
Man mag ja einer Nation gewisse Charaktereigenschaften als typisch zuschreiben. Für den konkreten Einzelfall bringt das aber gar nichts. Hätte meine (Ex-)Frau die klischeehaften Charaktereigenschaften gehabt, die man Japanerinnen so zuschreibt, hätte ich wohl kaum in sie verguckt und gar geheiratet.
Jeder Mensch ist anders, und das ist gerade das spannende beim kennenlernen. Mir tun Leute, die auf Äußerlichkeiten festgelegt sind, eher leid. Klassisches Beispiel sind für mich immer Becker und Bohlen. Deren Gespielinnen sehen immer irgendwie gleich aus. Na ja, Männer sind halt simpel... :P
Verfasst: 25 Jan 2007, 12:56
von bryonia
Zejtnot_ hat geschrieben:Ich bin mit einer Russin verheiratet, einfach weil ich hier studiert habe und wir uns halt verliebt haben. Exotik ist immer interessant. Es liegt in der Natur der Sache, dass man an der weiten (!) Verbreitung seiner Gene interessiert ist. Unterbewusst.
Insofern finde ich all diesen Kram mit "deutsche Frauen sind zu emanzipiert" albern. Ich bin bestimmt nicht mit meiner Gattin verheiratet, weil sie mich bemuttelt wie im 18. Jahrhundert. Ich bügel meine Hemden weiter alleine und koche jeden zweiten Abend.
Zur Frage: "Warum suchen all die Russinnen westliche Männer im Internet?" gab es schon etliche Threads hier. Deswegen nur ganz kurz: Weil sie mit einem weniger attraktiven Deutschen immer noch mehr Spaß haben werden und mehr erleben können, als mit dem durchschnittlichen russischen Dorftrottel. Auch im Bett, um das Thema gleich im Keim zu ersticken.
Hey, hey, hey 8) durchschnittlichen Dorftrottel? Russische Männer sind nicht alle über eine Kamm zu scheren. Ausnahmen gibt es immer. Der sexuelle Aspekt ist ja nun nicht unbedingt vorrangig beim Schließen einer Ehe. Verliebtsein und ein gutes "Zueinanderpassen" sind die Grundlagen für eine Ehe. Ob derjenige nun "exotisch" ist oder nicht. Viele russische Männer sind dem Wodka so dermaßen verfallen, daß russische Frauen sich lieber einen deutschen bodenständigen Ehemann wählen um eine gut funktionierende Partnerschaft aufzubauen. Mit "Attraktivität" hat das auch nicht viel zu tun, was für den einen "attraktiv" sein kann, ist für den anderen vielleicht "unattraktiv".
Ist doch eigentlich ganz egal, wer wem heiratet. Hauptsache alle Beteiligten sind und bleiben auf Dauer glücklich dabei. Hier nach dem "Warum ist die Banane krumm?" - Motto zu diskutieren ist doch unrelevant.
Re: Was macht Frauen aus Osteuropa interessanter?
Verfasst: 25 Jan 2007, 13:05
von bryonia
Dave hat geschrieben:Relativ hat geschrieben:Ausser Disskusion stehen natürlich die reinen Liebesehen...
Ich kenne keinen anderen vernünftigen Grund, eine Ehe zu schliessen.
Alles andere ist keiner Diskussion wert.
Dave
Doch, steuerliche Vorteile
Oder die Absicht eine Familie zu gründen, bzw. Kinderwunsch. Allzu rosarot sollte man sich nun auch nicht in eine Ehe begeben. Viele deutsche Paare leben auch ohne Trauschein glücklich miteinander, und brauchen nicht unbedingt einen Stempel für ihre Beziehung. Wenn ein Partner allerdings davon russischer Staatsangehörigkeit ist, und die Visum- und Aufenthaltsgesetze so drastisch sind, daß sie heiraten müssen, um zusammen zu leben, ist das schon traurig genug, daß viele sich gezwungen sehen, zu heiraten. Deutschland als Einwanderungsland hat demnach noch sehr viel zu lernen, eine Einführung der sog. "Greencard" würde Abhilfe verschaffen, wie sie in den Staaten schon seit zig Jahren praktiziert wird.
Re: Was macht Frauen aus Osteuropa interessanter?
Verfasst: 25 Jan 2007, 13:11
von Dietrich
bryonia hat geschrieben:Wenn ein Partner allerdings davon russischer Staatsangehörigkeit ist, und die Visum- und Aufenthaltsgesetze so drastisch sind, daß sie heiraten müssen, um zusammen zu leben, ist das schon traurig genug, daß viele sich gezwungen sehen, zu heiraten.
Andererseits ist das vielleicht heutzutage gar nicht mehr sooo schlecht. Viele leben und leben und leben zusammen ohne irgendwann mal den entscheidenden Schritt zu tun. Immer noch halb auf der Suche, ob sich nicht vielleicht noch mal was Besseres findet.
Und Kinder gibt es natuerlich vor der Hochzeit auch noch keine....
Und so muss man sich eben etwas schneller "entschliessen", was man denn nun eigentlich moechte - und was nicht.
Re: Was macht Frauen aus Osteuropa interessanter?
Verfasst: 25 Jan 2007, 13:25
von bryonia
Dietrich hat geschrieben:bryonia hat geschrieben:Wenn ein Partner allerdings davon russischer Staatsangehörigkeit ist, und die Visum- und Aufenthaltsgesetze so drastisch sind, daß sie heiraten müssen, um zusammen zu leben, ist das schon traurig genug, daß viele sich gezwungen sehen, zu heiraten.
Andererseits ist das vielleicht heutzutage gar nicht mehr sooo schlecht. Viele leben und leben und leben zusammen ohne irgendwann mal den entscheidenden Schritt zu tun. Immer noch halb auf der Suche, ob sich nicht vielleicht noch mal was Besseres findet.
Und Kinder gibt es natuerlich vor der Hochzeit auch noch keine....
Und so muss man sich eben etwas schneller "entschliessen", was man denn nun eigentlich moechte - und was nicht.
Das hat aber nicht mit der Suche zu tun, ob sich nicht vielleicht etwas Besseres findet. So ein "lebenslänglich" für eine Beziehung sollte in Frage gestellt werden. Lebensabschnittpartner trifft die Bezeichung schon eher. Ehen werden im Himmel geschlossen, und auf Erden geführt. Allein die hohe Scheidungsrate macht deutlich, daß in diesen Bereichen sich ein Wandel ereignet hat. Hielten die geschlossenen Ehen von früher mind. bis zur Goldenen Hochzeit, so sind es heutzutage teilweise richtige Kleinigkeiten und Nichtigkeiten, eine langjährige Ehe zu beenden. Viele sind aufgrund der Heirat demotiviert, auch weiterhin an einer Beziehung zu arbeiten, die Liebe zu pflegen die ursprünglich bei der Eheschließung vorhanden war. "Liebe ist: Eine Rose, die gepflegt werden will um am Ende nicht zu verdörren." mal rein philosophisch gesehen
Re: Was macht Frauen aus Osteuropa interessanter?
Verfasst: 25 Jan 2007, 14:39
von Dietrich
bryonia hat geschrieben:Viele sind aufgrund der Heirat demotiviert, auch weiterhin an einer Beziehung zu arbeiten, die Liebe zu pflegen die ursprünglich bei der Eheschließung vorhanden war. "Liebe ist: Eine Rose, die gepflegt werden will um am Ende nicht zu verdörren." mal rein philosophisch gesehen
Also du siehst eine Ehe kontraproduktiv fuer eine Beziehung?
Du glaubst, wenn man "einfach nur so" zusammenlebt, ist die Chance groessen, dass jeder der beiden etwas fuer die Beziehung tut??
Das ist kein Problem der Ehe, sondern der aktuellen Generation. Und zwar aus genau dem gleichen Grund, der sich auch in den Geburtenraten widerspiegelt.
Wenn man eine Ehe eingeht, dann bedeutet das nunmal, dass man sich fuer ein gemeinsames Leben mit dem Partner entschlossen hat. Nicht nur, dass man den anderen jetzt "sicher hat". Das bedeutet das vieles, was man in der "Ausprobier-Phase" noch machen konnte/wollte, jetzt vielleicht einfach nicht mehr angebracht ist. Das ist schon ein neuer Lebensabschnitt, der auch mit einer Aenderung des eigenen Lebens und des eigenen Verhaltens einhergehen sollte. Ab sofort ist man nicht mehr nur selber Mittelpunkt seines Lebens!
Und das wird dann noch Wichtiger, wenn Kind(er) dazukommen. Dann ist man selber ploetzlich sogar noch unwichtiger......
Ziemlich konservativer Mist, den ich hier erzaehle, oder?
Aber vielleicht kommt ja in Zukunft eine Generation, in der das Wort "konservativ" nicht mehr automatisch etwas schlechtes ist.....
Dietrich