Vorsicht Falle - Arbeitserlaubnis trotz Wohnrecht?!
Verfasst: 07 Feb 2007, 18:07
Liebe Leute,
bin eben in einem Forum der Föderalen Migrationsbehörde auf eine fiese Änderung im Gesetz über den rechtlichen Status von Ausländern aufmerksam geworden, die mir bei all den anderen Änderungen durch die Lappen gegangen ist bzw. die erst seit gestern/vorgestern in den einschlägigen juristischen Datenbanken zu finden ist. Hab sie auch prompt nachgelesen und teile mein erschrockenes Wissen nun mit euch:
Art. 13 Punkt 4 sieht vor, dass Arbeitgeber Ausländer nur beschäftigen dürfen, wenn er eine Erlaubnis zur Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer und der Ausländer eine Arbeitserlaubnis hat, und dann werden in Nr. 1-8 die Ausnahmen aufgezählt, die NICHT unter diese Regelung fallen. Interessant waren vor allem Nr. 1 und 2, bisher sah das so aus:
Für mich hat sich damit das Thema Aufenthaltserlaubnis endgültig erledigt - ich tu mir den Scheiß mit der Rennerei und dem Papierkram nicht an, wenn ich trotzdem weiterhin Arbeitserlaubnisse brauche und mein Arbeitgeber auch.
PS: Das Gesetz vom 6.1. ändert nicht das Gesetz über den rechtlichen Status von Ausländern, sondern das Änderungsgesetz vom 18.7. - und dessen Änderungen traten zum 10 bzw. 15.1.2007 in Kraft, daran hat sich nichts geändert!!! Sprich: Wenn das kein Redaktionsfehler war, arbeiten die von uns mit befristeter AE jetzt illegal - Achtung, das kann für den Arbeitgeber teuer werden.
bin eben in einem Forum der Föderalen Migrationsbehörde auf eine fiese Änderung im Gesetz über den rechtlichen Status von Ausländern aufmerksam geworden, die mir bei all den anderen Änderungen durch die Lappen gegangen ist bzw. die erst seit gestern/vorgestern in den einschlägigen juristischen Datenbanken zu finden ist. Hab sie auch prompt nachgelesen und teile mein erschrockenes Wissen nun mit euch:
Art. 13 Punkt 4 sieht vor, dass Arbeitgeber Ausländer nur beschäftigen dürfen, wenn er eine Erlaubnis zur Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer und der Ausländer eine Arbeitserlaubnis hat, und dann werden in Nr. 1-8 die Ausnahmen aufgezählt, die NICHT unter diese Regelung fallen. Interessant waren vor allem Nr. 1 und 2, bisher sah das so aus:
Sprich: ausgenommen sind Ausländer4. Работодатель и заказчик работ (услуг) имеют право привлекать и использовать иностранных работников только при наличии разрешения на привлечение и использование иностранных работников.
Иностранный гражданин имеет право осуществлять трудовую деятельность только при наличии разрешения на работу. Указанный порядок не распространяется на иностранных граждан:
1) постоянно проживающих в Российской Федерации;
2) временно проживающих в Российской Федерации;
- 1. mit dauerhaftem Wohnsitz in der RF (also vid na zhitelstvo) und
2. mit befristetem Wohnsitz (razreshenie na vremennoe prozhivanie)
Das heißt, reingekommen in die Ausnahmeregelung sind die Ausländer, die am Staatsprogramm zur freiwilligen Übersiedlung von Volksangehörigen aus dem Ausland teilnehmen, und aus der Ausnahmeregelung rausgefallen sind Ausländer mit befristeter Aufenthaltserlaubnis! Zumindest ist von denen in Punkt 4 überhaupt keine Rede mehr. Das betrifft natürlich nur West-Ausländer, denn für die GUS-Ausländer sieht ja Artikel 13.1 jetzt Sonderregeln vor. Man macht es uns also immer angenehmer, hier zu leben und zu arbeiten. Für die von uns mit befristeter Aufenthaltserlaubnis gibt es nurmehr diese neuen Regelungen:4. Работодатель и заказчик работ (услуг) имеют право привлекать и использовать иностранных работников только при наличии разрешения на привлечение и использование иностранных работников.
Иностранный гражданин имеет право осуществлять трудовую деятельность только при наличии разрешения на работу. Указанный порядок не распространяется на иностранных граждан:
1) постоянно проживающих в Российской Федерации;
2) являющихся участниками Государственной программы по оказанию содействия добровольному переселению в Российскую Федерацию соотечественников, проживающих за рубежом, и членов их семей, переселяющихся совместно с ними в Российскую Федерацию;
Punkt 5 sagt, dass die mit befristeter AE (die nicht unter die Sonderregeln für GUSler fallen), nur in dem Verwaltungssubjekt arbeiten dürfen, für das ihre AE gilt, und Punkt 6 regelt die Ausnahmen von dieser Beschränkung.5. Временно проживающий в Российской Федерации иностранный гражданин не вправе осуществлять трудовую деятельность вне пределов субъекта Российской Федерации, на территории которого ему разрешено временное проживание.
6. С учетом особенностей региональных экономических связей Правительство Российской Федерации может устанавливать случаи осуществления трудовой деятельности:
1) иностранным гражданином, временно пребывающим в Российской Федерации, - вне пределов субъекта Российской Федерации, на территории которого ему выдано разрешение на работу;
2) иностранным гражданином, временно проживающим в Российской Федерации, - вне пределов субъекта Российской Федерации, на территории которого ему разрешено временное проживание.
(п. 6 введен Федеральным законом от 18.07.2006 N 110-ФЗ (ред. 06.01.2007))
Für mich hat sich damit das Thema Aufenthaltserlaubnis endgültig erledigt - ich tu mir den Scheiß mit der Rennerei und dem Papierkram nicht an, wenn ich trotzdem weiterhin Arbeitserlaubnisse brauche und mein Arbeitgeber auch.
PS: Das Gesetz vom 6.1. ändert nicht das Gesetz über den rechtlichen Status von Ausländern, sondern das Änderungsgesetz vom 18.7. - und dessen Änderungen traten zum 10 bzw. 15.1.2007 in Kraft, daran hat sich nichts geändert!!! Sprich: Wenn das kein Redaktionsfehler war, arbeiten die von uns mit befristeter AE jetzt illegal - Achtung, das kann für den Arbeitgeber teuer werden.