Mit der Faehre MS Translubeca nach St. Petersburg
Verfasst: 25 Feb 2007, 13:06
Reisebericht: mit Translubeca von Luebeck nach St. Petersburg
Nachdem wir einige Monate in Deutschland verbrachten wollten wir mit unserem (in Russland zugelassenen) Auto wieder nach Moskau zurueckkehren. Die direkte Route ueber Polen und Weissrussland wollten wir nicht nehmen. Mir graut vor so einer langen Fahrt. Im Herbst hatten wir die Faehre von Hangko (Finnland) nach Rostock genommen. Der Vorteil war – nur 24 Stunden auf dem Schiff. Der Nachteil: 3 Uebernachtungen, jeweils in St.Petersburg, Helsinki und Rostock.
Diesmal suchten wir eine Alternative und stiessen im Internet auf die Faehre “Translubeca†von Luebeck direkt nach St.Petersburg. Eigentlich eine LKW-Faehre, sie nimmt aber eine begrenzte Anzahl von Passagieren mit PKW mit. Abfahrt sollte Samstag abend in Luebeck, Ankunft Dienstag morgen in St.Petersburg sein. Sehr praktisch – am Samstag vom Ruhrgebiet nach Luebeck fahren, dann zwei volle Tage gemuetlich auf der Faehre verbringen und am Dienstag von St. Petersburg nach Moskau fahren. Den Preis mussten wir aber verdauen – 912 Euro fuer zwei Personen mit PKW inklusive Vollpension. Die Faehre von Rostock nach Hangko waere guenstiger, dafuer muessten wir aber wieder einige Uebernachtungen einplanen.
Schliesslich ging es Mitte Februar los. Fahrt nach Luebeck, Einchecken am Lehmannkai. Da noch Zeit blieb machten wir einen Ausflug nach Travemuende mit Abendessen. Dann zwei Tage auf der Faehre. Die Kabine war sehr geraeumig und gemuetlich. Die Verpflegung – ordentliche Hausmannkost. Ein lustiger philippinischer Kost und sein freundlicher russischer Gehilfe sorgen fuer nette Atmosphaere. Noch gibt es eine Sauna mit kleinem Pool. Neben dem Restaurant war abends und nachmittags die Bar geoeffnet. Generell hat alles nicht die Atmosphaere einer Luxuskreuzfahrt, sondern eher eines kleinen einfachen Hotels, auf dem es gemaechlich zugeht. Neben uns gab es noch ein deutsches Ehepaar, das mit Motorraedern unterwegs war. Sie wollten von Petersburg weiter nach Murmansk – na, wem`s Spass macht im Februar. Ansonsten etwa 40 russische LKW-Fahrer. Nette, ruhige Leute.
Dienstag morgen wachten wir auf einmal auf: der Motor hatte ploetzlich gestoppt, wir standen. Ein Blick aus dem Fenster: rundum Eis. In etwa 3 km Entfernung die Insel Kronstadt.
Wegen schwerem Eisgang gab es nur eine Fahrrinne in den Hafen, und diese war jetzt nur fuer den auslaufenden Verkehr geoeffnet. Erst um ein Uhr ging es weiter. Wir kamen nicht im Faehrhafen, sondern im Gueterhafen an. Was sich dann noch als Problem herausstellen sollte. Pass- und Zollkontrolle erfolgte an Bord. Was wiederum einige Stunden dauerte. Schliesslich rollten wir erst um sieben Uhr abends von Bord. Aber das war noch nicht alles. Am Hafentor fragte man uns nach einem “materialnij propusk†fuer das Auto und das Gepaeck. Was? Wie? Schliesslich schickte man uns zurueck zu einem Verwaltungsgebaeude. Dort mussten wir etliche Dolumente ausfuellen, eine weitere Zollbeschau ueber uns ergehen lassen und bekamen nach knapp einer Stunde das ersehnte Dokument. Wie man das aber ohne russische Sprachkenntnisse schaffen soll, bleibt mir ein Raetsel.
Wir entschlossen uns, doch noch ein Stueck Richtung Moskau zu fahren. Die Strassen waren aber in einem katastrophalen Zustand. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h krochen wir bis zum Waldai und uebernachteten praktisch auf halber Strecke. Im Herbst war die Strecke noch prima. Damals nervte eher zu viel Verkehr. Aber diesen Unterschied von Herbst zu Winter haette ich doch nicht erwartet. Besser wurde es dann ab Tver. Mittwoch abend waren wir endlich in Moskau.
Fazit: Faehre teuer, aber empfehlenswert. Im Sommer wahrscheinlich sehr schoen. Auf Probleme im Hafen muss man sich einstellen. Die Reederei sollte hier die Passagiere im voraus informieren.
Nachdem wir einige Monate in Deutschland verbrachten wollten wir mit unserem (in Russland zugelassenen) Auto wieder nach Moskau zurueckkehren. Die direkte Route ueber Polen und Weissrussland wollten wir nicht nehmen. Mir graut vor so einer langen Fahrt. Im Herbst hatten wir die Faehre von Hangko (Finnland) nach Rostock genommen. Der Vorteil war – nur 24 Stunden auf dem Schiff. Der Nachteil: 3 Uebernachtungen, jeweils in St.Petersburg, Helsinki und Rostock.
Diesmal suchten wir eine Alternative und stiessen im Internet auf die Faehre “Translubeca†von Luebeck direkt nach St.Petersburg. Eigentlich eine LKW-Faehre, sie nimmt aber eine begrenzte Anzahl von Passagieren mit PKW mit. Abfahrt sollte Samstag abend in Luebeck, Ankunft Dienstag morgen in St.Petersburg sein. Sehr praktisch – am Samstag vom Ruhrgebiet nach Luebeck fahren, dann zwei volle Tage gemuetlich auf der Faehre verbringen und am Dienstag von St. Petersburg nach Moskau fahren. Den Preis mussten wir aber verdauen – 912 Euro fuer zwei Personen mit PKW inklusive Vollpension. Die Faehre von Rostock nach Hangko waere guenstiger, dafuer muessten wir aber wieder einige Uebernachtungen einplanen.
Schliesslich ging es Mitte Februar los. Fahrt nach Luebeck, Einchecken am Lehmannkai. Da noch Zeit blieb machten wir einen Ausflug nach Travemuende mit Abendessen. Dann zwei Tage auf der Faehre. Die Kabine war sehr geraeumig und gemuetlich. Die Verpflegung – ordentliche Hausmannkost. Ein lustiger philippinischer Kost und sein freundlicher russischer Gehilfe sorgen fuer nette Atmosphaere. Noch gibt es eine Sauna mit kleinem Pool. Neben dem Restaurant war abends und nachmittags die Bar geoeffnet. Generell hat alles nicht die Atmosphaere einer Luxuskreuzfahrt, sondern eher eines kleinen einfachen Hotels, auf dem es gemaechlich zugeht. Neben uns gab es noch ein deutsches Ehepaar, das mit Motorraedern unterwegs war. Sie wollten von Petersburg weiter nach Murmansk – na, wem`s Spass macht im Februar. Ansonsten etwa 40 russische LKW-Fahrer. Nette, ruhige Leute.
Dienstag morgen wachten wir auf einmal auf: der Motor hatte ploetzlich gestoppt, wir standen. Ein Blick aus dem Fenster: rundum Eis. In etwa 3 km Entfernung die Insel Kronstadt.
Wegen schwerem Eisgang gab es nur eine Fahrrinne in den Hafen, und diese war jetzt nur fuer den auslaufenden Verkehr geoeffnet. Erst um ein Uhr ging es weiter. Wir kamen nicht im Faehrhafen, sondern im Gueterhafen an. Was sich dann noch als Problem herausstellen sollte. Pass- und Zollkontrolle erfolgte an Bord. Was wiederum einige Stunden dauerte. Schliesslich rollten wir erst um sieben Uhr abends von Bord. Aber das war noch nicht alles. Am Hafentor fragte man uns nach einem “materialnij propusk†fuer das Auto und das Gepaeck. Was? Wie? Schliesslich schickte man uns zurueck zu einem Verwaltungsgebaeude. Dort mussten wir etliche Dolumente ausfuellen, eine weitere Zollbeschau ueber uns ergehen lassen und bekamen nach knapp einer Stunde das ersehnte Dokument. Wie man das aber ohne russische Sprachkenntnisse schaffen soll, bleibt mir ein Raetsel.
Wir entschlossen uns, doch noch ein Stueck Richtung Moskau zu fahren. Die Strassen waren aber in einem katastrophalen Zustand. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h krochen wir bis zum Waldai und uebernachteten praktisch auf halber Strecke. Im Herbst war die Strecke noch prima. Damals nervte eher zu viel Verkehr. Aber diesen Unterschied von Herbst zu Winter haette ich doch nicht erwartet. Besser wurde es dann ab Tver. Mittwoch abend waren wir endlich in Moskau.
Fazit: Faehre teuer, aber empfehlenswert. Im Sommer wahrscheinlich sehr schoen. Auf Probleme im Hafen muss man sich einstellen. Die Reederei sollte hier die Passagiere im voraus informieren.