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Eisenbahnvertrag D<-> RUS

Verfasst: 23 Jun 2007, 14:27
von Zeppelin
Diesmal nicht: ???

Wie auch Russland Aktuell gestern schon kurz meldete, ist endlich der Vetrag zwischen der DB AG und der RZD über die künfige Zusammenarbeit und Beschleunigung im Eisenbahn-Güterverkehr unterzeichnet worden. [sensationell]

M.W. wurde daran ca. 10 Jahre lang herumverhandelt (bzw. knallhart gepokert) und nun ist es endlich so weit.

Die Berliner Zeitung schrieb gestern dazu:
Schnellfracht nach Moskau
Deutsche und Russische Bahn beschleunigen den Güterverkehr und öffnen den Weg nach China

22.06.2007 (Wirtschaft - Seite 09)

Peter Kirnich

MOSKAU. Die Deutsche Bahn und die Russische Staatsbahn RZD rücken enger zusammen. Bahnchef Hartmut Mehdorn und sein russischer Kollege Wladimir Jakunin haben gestern in Moskau die Gründung einer gemeinsamen Logistikgesellschaft bekannt gegeben. Ziel sei es, die Transporte auf der Schiene zwischen beiden Ländern sowie bis nach Asien deutlich zu beschleunigen. "Russland ist eine der dynamischsten Wirtschaften, und die RZD bietet gewaltige Chancen, Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu bekommen", sagte Mehdorn. "Damit rückt auch die angestrebte Schienenverbindung von Deutschland nach China via Russland wieder ein Stück näher."

Zeitraubende Zollverfahren
Jakunin hob hervor, dass es beiden Bahnen mit dem Joint Venture gelingen werde, zusätzliches Frachtvolumen in einem kräftig wachsenden Markt aufzunehmen. "Die Deutsche Bahn ist wichtiger Bestandteil unserer Strategie, ein integriertes Transportsystem zu schaffen." Das Joint Venture, an dem beide Unternehmen jeweils mit 50 Prozent beteiligt sind, wird seinen Sitz in Moskau haben.

Begonnen hatte alles mit einem Pilotzug von Berlin nach Moskau, der im November 2005 den 1 800 Kilometer langen Weg von Berlin nach Moskau in der Rekordzeit von drei Tagen zurückgelegt hatte. Normalerweise sind die Züge sieben bis zehn Tage unterwegs - das ist ein Durchschnittstempo von sieben bis acht Stundenkilometern, also Postkutschentempo. Der Grund dafür sind vor allem lange Wartezeiten an den Grenzen zu Polen, Weißrussland und Russland, verursacht durch zeitraubende Zollverfahren, unterschiedliche Stromsysteme, Spurweiten und betriebliche Vorschriften. Dies soll sich radikal ändern. Bereits vor drei Tagen hatten die Deutsche Bahn und die Bahnen aus Polen, Weißrussland und Russland ein Joint Venture mit dem Ziel gegründet, dass drei Tage Fahrzeit von Güterzügen zwischen Berlin und Moskau künftig die Regel werden. Damit wäre die Bahn deutlich schneller als ihre Konkurrenz auf der Straße und preiswerter als das Flugzeug. Zum Vergleich: Der Lkw benötigt vier bis fünf Tage für die Strecke. Die gemeinsame Logistikgesellschaft der Deutschen und der Russischen Bahn soll durchgehende Containertransporte von Europa bis in alle Regionen Russlands und der GUS-Staaten anbieten. "Im Ergebnis ist dies auch ein weiterer wichtiger Baustein, um eine wettbewerbsfähige Eisenbahnverbindung bis nach China etablieren zu können", sagte Mehdorn. Erklärtes Ziel sei es nämlich, dass die Chinesen in naher Zukunft ebenfalls in das deutsch-russische Joint Venture einsteigen. Das könnte der Transport- und Logistiksparte der Deutschen Bahn zu neuen riesigen Geschäften verhelfen.

Gewaltiger Zukunftsmarkt
Zwischen der EU und Russland wurden laut Mehdorn im Vorjahr 300 Millionen Tonnen Güter transportiert, das seien dreimal so viele Güter wie in Deutschland befördert würden. Tendenz weiter steigend: Im ersten Quartal dieses Jahres sind laut Statistischem Bundesamt die Exporte von Deutschland nach Russland um 33 Prozent gestiegen, nach China um knapp zwölf Prozent.

Noch aber kann die Bahn von diesem Boom nicht richtig profitieren. Der Marktanteil der Schiene am Transportaufkommen nach Russland liegt bei zwei Prozent, der Lkw kommt auf 14 Prozent, das Seeschiff auf mehr als 80 Prozent. Dabei könnten nach Berechnungen der Bahn die Hälfte aller Gütertransporte von Europa nach Russland auf der Schiene erfolgen.
Also ich für meinen Teil hoffe, dass damit der LKW-Verkehr deutlich reduziert wird und dass die Transportkosten ein erträgliches Maß erreichen.

Zeppelin

Re: Eisenbahnvertrag D<-> RUS

Verfasst: 25 Jun 2007, 01:38
von Bephep
LKW
Zum Vergleich: Der Lkw benötigt vier bis fünf Tage für die Strecke.
Aber auch wegen der Zollabfertigung ,Busse die schneller ( alles im Leben ist relativ) durch den Zoll kommen brauchen 36 Stunden.
Und wenn ich daran denke das Personen und Gueterzuege auch auf Hauptstrecken auf einem Gleis fahren dann haben die russischen Eisenbahnen noch viele Gleise zu legen.Bei dem Schienennetz ist eine Steigerung des Gueterverkehrs nicht so einfach.
Zejtnot kann bestimmt genaueres ueber Potemkins Zuege sagen.