Als allererstes solltest Du einfach mal unser Forum durchforsten. Da steht nämlich schon so gut wie alles und jede Hürde drin.
Als nächstes solltet Ihr Euch über den Reisezeitraum im Klaren sein. Ihr als Unerfahrene müßt vielleicht 4-6 Wochen Organisationszeit einplanen.
Dann wär' eine gute Idee die Website des
Deutschen Konsulats in Moskau aufzusuchen. Da sucht man heraus was man als Unterlagen alles dabei haben sollte und welches Konsulat überhaupt zuständig ist:
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Generalkonsulat Kaliningrad, falls die Einzuladende im Oblast Kaliningrad wohnt. (Terminvereinbarung +7 (4012) 34-12-42
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Generalkonsulat Sankt Petersburg, falls die Einzuladende aus Sankt Petersburg selbst, den Oblasti Leningrad Nowgorod, Pskow, Murmansk,
Archangelsk, Wologda oder den Republiken Karelien, Komi oder dem Autonomen Gebiet der Nenzen kommt.
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Generalkonsulat Nowosibirsk ist zuständig bei Wohnsitz in der Region Krasnojarsk, den Oblasti Omsk und Tomsk sowie allen Gebieten östlich davon.
(Terminvereinbarung Tel: +7 (495) 787 29 21 oder +7 (495) 974 15 58)
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Generalkonsulat Jekaterinburg bei Wohnsitz im Oblast Swerdlowsk, Tscheljabinsk, Kurgan, Tjumen und den A.G.s der Chanten und Mansen-Jugra sowie
der Jamal-Nenzen (zukünftig möglicherweise auch Region Perm, Oblasti Orenburg und Bashkortestan). (Terminvereinbarung Tel: +7 (343) 378 7393)
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Alle anderen müssen nach
Moskau ins Konsulat. (Terminvereinbarung Tel: +7 (495) 789 64 82 oder +7 (495) 974 88 38)
Mit den wichtigsten Informationen ausgestattet beginnt man, die Unterlagen zusammenzutragen.
Der Einladende in Deutschland fragt beim Bürgeramt nach, ob es zuständig für das Ausstellen der
Verpflichtungserklärung (VE) sind. Sollte dies so sein, läßt man sich gleich einen Termin geben. Wenn nicht, fragt man, wer einem sonst die VE ausstellt. In Berlin wäre es das "Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten / II A 23" in der Friedrichstraße 219.
[Anmerkung von Admin: Eine Verpflichtungserklärung ist nicht zwingend nötig. Sie ist ein Hilfsmittel für den Fall, dass der Eingeladene finanzielle Rücklagen oder Wohnungseigentum nicht nachweisen kann.]
Dann geht man zum jeweiligen Amt, nimmt den Antrag für die Verpflichtungserklärung ausgefüllt mit, 25 EUR in bar und die letzten Gehaltsabrechnungen bzw. Kontoauszüge der letzten Monate. Dort wird dann überprüft, ob der Einladende überhaupt genug Geld hat, den Gast durchzufüttern und im Extremfall Krankenhaus oder Abschiebung zu bezahlen. Pro Nase, die man zu versorgen hat, sollte man mindestens 600 EUR netto im Monat in der Tasche haben, Aber das ist schon sehr knapp berechnet. Sind die Formalien überprüft, darf man für eben 25 EUR die VE unterschreiben und verpflichtet sich damit für Essen, gesundheit, Unterkunft und eben Abschiebung des Gastes gradezustehen.
Zu Hause angekommen schreibt einen netten persönlichen, aber formellen
Brief, adressiert an das Konsulat mit dem Betreff der Einladung der Gastes. Darin sollte stehen, wie man sich so kennengelernt hat - das kann auch persönlicher sein, damit offensichtlich ist, dass man sich wirklich kennt -, warum man nun gerade die Person einläd, wie lange, was man so machen möchte, und, ganz wichtig, dass man sich all
der Verantwortung der VE ganz bewusst ist. Der Brief sollte nicht länger als eine Seite sein.
Am besten, man schliesst nun noch eine
Krankenversicherung für den Gast bei einer Deutschen Versicherung ab, die über die Dauer des AUfenthalts geht und etwas mehr als 1 EUR pro Tag kostet. Man kann auch diese Versicherung in Russland abschliessen, aber bei der Botschaft kommt es bestimmt gut an, wenn sogar die Versicherung schon aus Deutschland mitgeliefert wird.
All diese Unterlagen aus Deutschlanbd werden in Deutsch verfasst, denn man reicht sie ja bei einem deutschen Konsulat ein.
Dann schickt man all die Dokumente (VE, Brief, Versicherung) an den Gast in Russland. Entweder auf dem langsamsten und unsichersten weg, per Post (Laufzeit ca. 4-6 Wochen), oder über jemanden, der die Unterlagen mitnimmt, oder (am teueresten, schnellsten und zuverlässigsten) für 50 EUR per DHLexpress (Laufzeit 2-3 Tage).
Der Gast sollte sich inzwischen um die eigenen Papiere kümmern:
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Internationaler (Reise-)Pass mit mind. 6 Monaten Gültigkeit noch nach Visumsende sowie Kopien der Seiten der persönlichen Daten
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Nationaler Pass sowie Kopien der Seiten der persönlichen Daten und der Seiten mit der
Registrierung am Wohnsitz
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Antrag auf Visumausstellung, zweifach (deutsch oder russisch ist egal) ausgefertigt, jeweils mit
* 3
Fotos nach deutscher Behördenfotonorm, 2 davon schon auf die Anträge geklebt
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Nachweise in Form von Unterlagen, dass man auch wirklich
nach Russland zurückkehren wird. Dazu ist ein noch laufender Arbeitsvertrag mit entsprechendem Einkommensnachweis, eine Besitzurkunde für eine Wohnung oder ein Haus, Registrierung einer Firma auf den eigenen Namen, Geburtsurkunden von minderjährigen Kindern, die in Russland bleiben, Universitätsbuch mit Brief des Dekans, das man wirklich eingeschriebener Student ist, bezahlte Tickets incl. Rückflug usw. nötig. Soviele zutreffende Unterlagen wie möglich sollte man in Original und Kopie mitbringen
* die (in Dtl. abgeschlossene ?)
Krankenversicherung mit Kopie
* die
Verpflichtungserklärung vom Gastgeber mit Kopie
* den
Einladungsbrief vom Gastgeber mit Kopie
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35 EUR, umgerechnet in Rubel in bar.
Ist das Konsulat Moskau, Jekaterinburg, Kaliningrad, Novosibirsk zuständig, muss sich der Gast telefonisch unter einer kostenpflichtigen Nummer (siehe Konsulatswebsite, mind. 142 Rubel) für einen
Termin anmelden, damit weit Gereiste nicht ewig stehen müssen. In Sankt Petersburg gibt es dieses System (noch ? ) nicht. Da stellt man sich möglichst morgens vor um 8h in die Schlange, um relativ schnell dran zu sein.
Ist man also beim Antragsstellungstermin, zahlt man zuerst das Geld, bekommt eine Nummer für einen Bearbeiterplatz, geht da hin und erklärt sein Begehr. Alle unterlagen werden abgegeben und vom Konsulatsmitarbeiter geprüft. Falls etwas fehlt, wird man darauf hingewiesen und darf am nächsten Tag dann wiederkommen. Ansonsten werden einige recht persönliche Fragen gestellt über den Zweck des Aufenthalts, die Beziehung zu den Gastgebern, die eigenen Familien- und Arbeitsverhältnisse etc. je nach dem, wie gut man alles dokumentiert hat, um die "Rückkehrwillgkeit" zu prüfen. Entstehen Zweifel beim Mitarbeiter, wird das Visum vermutlich verweigert. Also sollte man möglichst in keinem Fall lügen, denn sowas fliegt meistens auf. Viele schlaue Leute geben in Russland tipps, was man für Geschichten erzählen soll. Am besten, man erzählt sie nicht, sondern die Wahrheit. Denn die meisten geschcihten sind den Konsulatsmitarbeitetrn bestimmt schon 3 mal pro Tag untergekommen. Das sieht dann nicht sehr individuell und glaubwürdig aus.
Man bekommt einen Termin etwa
10 Arbeitstage später und kann an jenem den Pass wieder in entfang nehmen. Hoffentlich mit Visum.
So einfach ist das alles. Obwohl ich für keine Lücken oder Fehler garantiere...