Verantwortung für die Morde an Regimegegnern
Verfasst: 25 Jul 2007, 21:46
Zentrale These:
Verantwortung für die Morde an Regimegegnern
Fälschlicherweise wird in einigen Tageszeitungen immer noch von Zeit zu Zeit behauptet, dass der Kreml auch heutzutage die Ermordung von Regimegegnern in Auftrag gibt.
Es kann jedoch nicht nachgewiesen werden, dass der Kreml die Ermordung von Frau Politowskaja, Herrn Litwinenko in Auftrag gegeben hat.
Die Behauptung, dass der Geheimdienst für einen Mord im Ausland zumindest die stillschweigende Zustimmung der Kremlführung braucht, ist jedoch nicht unbedingt wahr. Diese Behauptung kann ebenso schwer belegt wie widerlegt werden, wenn man nicht zum unmittelbaren Kreis der engsten Vertrauten der Regierungsmannschaft und Beratern gehört. Unter Stalin und Breschenjew war die Zustimmung des obersten Generalsekretärs zu einem Mord im Ausland notwendig. Es herrschten eindeutige vertikale Befehlsstrukturen von oben nach unten vor. Von unten nach oben durften nur Bestätigungen gegeben werden. Jede Abweichung von diesem Kommunikationsschema bedeutete unter Stalin das Todesurteil. Diese Kommunikationswege sind ein Merkmal von totalitären Organisationen.
Seit Jelzin und dem Untergang der Sowjet Union ist jedoch eine Aufweichung dieser Kommunikationswege möglich geworden. Durch den Zerfall der alten Strukturen entstanden neue. Die russische Gesellschaft und ihre Organisationen wurden heterogener. So besteht der FSB sicherlich heute aus Liberalen, Konservativen, Kommunisten und religiösen Leuten. Eine gewisse Pluralität hatte Gorbachov schon in der russischen Gesellschaft in die Wege geleitet. Letztlich ist jede große Organisation nur ein Spiegel der Gesellschaft. Unterschiedliche Gruppen haben unterschiedliche Anschauungen und Kommunikationswege. Sie können sich auch innerhalb des FSB verselbstständigen. Die Morde können von sich verselbstständigten Einheiten von einigen Radikalen geplant und durchgeführt worden sein. Das kann auch ohne Wissen der obersten Regierungsmitglieder geschehen sein. Auch eine russische Bekannte glaubt nicht, dass der Befehl zum Mord von ganz oben im Kreml kam. (Den Rest wurde entfernt, da hier keine Vermutung sondern eher eine Unterstellung aufgeführt wurde).
Mit freundlichen Grüßen
Karla Keller
Verantwortung für die Morde an Regimegegnern
Fälschlicherweise wird in einigen Tageszeitungen immer noch von Zeit zu Zeit behauptet, dass der Kreml auch heutzutage die Ermordung von Regimegegnern in Auftrag gibt.
Es kann jedoch nicht nachgewiesen werden, dass der Kreml die Ermordung von Frau Politowskaja, Herrn Litwinenko in Auftrag gegeben hat.
Die Behauptung, dass der Geheimdienst für einen Mord im Ausland zumindest die stillschweigende Zustimmung der Kremlführung braucht, ist jedoch nicht unbedingt wahr. Diese Behauptung kann ebenso schwer belegt wie widerlegt werden, wenn man nicht zum unmittelbaren Kreis der engsten Vertrauten der Regierungsmannschaft und Beratern gehört. Unter Stalin und Breschenjew war die Zustimmung des obersten Generalsekretärs zu einem Mord im Ausland notwendig. Es herrschten eindeutige vertikale Befehlsstrukturen von oben nach unten vor. Von unten nach oben durften nur Bestätigungen gegeben werden. Jede Abweichung von diesem Kommunikationsschema bedeutete unter Stalin das Todesurteil. Diese Kommunikationswege sind ein Merkmal von totalitären Organisationen.
Seit Jelzin und dem Untergang der Sowjet Union ist jedoch eine Aufweichung dieser Kommunikationswege möglich geworden. Durch den Zerfall der alten Strukturen entstanden neue. Die russische Gesellschaft und ihre Organisationen wurden heterogener. So besteht der FSB sicherlich heute aus Liberalen, Konservativen, Kommunisten und religiösen Leuten. Eine gewisse Pluralität hatte Gorbachov schon in der russischen Gesellschaft in die Wege geleitet. Letztlich ist jede große Organisation nur ein Spiegel der Gesellschaft. Unterschiedliche Gruppen haben unterschiedliche Anschauungen und Kommunikationswege. Sie können sich auch innerhalb des FSB verselbstständigen. Die Morde können von sich verselbstständigten Einheiten von einigen Radikalen geplant und durchgeführt worden sein. Das kann auch ohne Wissen der obersten Regierungsmitglieder geschehen sein. Auch eine russische Bekannte glaubt nicht, dass der Befehl zum Mord von ganz oben im Kreml kam. (Den Rest wurde entfernt, da hier keine Vermutung sondern eher eine Unterstellung aufgeführt wurde).
Mit freundlichen Grüßen
Karla Keller