Von Chemnitz nach Wladiwostok im Wohnmobil
Verfasst: 18 Aug 2007, 22:05
Bedanken möchte ich mich zuerst bei allen, die mir bei der Vorbereitung der Reise mit vielen guten Ratschlägen zur Seite gestanden haben - und nun sind wir zurück, nach 16.000 km im Wohnmobil und mit einem ganzen Sack voller durchweg positiver Erlebnisse. Wenn sich die Wogen des Wiedereinstieges in den Berufsalltag usw. etwas geglättet haben, werde ich auch ein paar Bilder einstellen, die ich entlang des Weges aufgenommen habe.
Die Reise war toll und wir hatten während der 6 Wochen keinerlei Probleme, die auf Unfreundlichkeit, Ganoven oder schlimmeres zurückzuführen gewesen wären. Die Kontrollen durch Miliz und DPS hielten sich in Grenzen - klar sind die Jungs neugierig und wollen einmal in das Innere der Kabine schauen. Dauert halt 5 Minuten länger und es gibt gute Wünsche für die Weiterfahrt. Mit Diesel gab es ebenfalls keine Probleme; mögliche Qualitätsunterschiede waren nicht spürbar. In Sibirien ist alles etwas größer - so auch die Mücken, die abends ein Sitzen am Feuer oder einfach nur im Freien unmöglich machen, was ja aber bekannt war. Zum Glück hat das Wohnmobil gute Insektengitter, sodass wir uns bei ansonsten geöffneten Fenstern noch fast wie im Freien sitzend fühlen konnten.
Am Anfang haben wir uns noch vorsichtshalber auf Stojankas gestellt, was aber schon in Kasachstan nicht mehr ging. Mutiger geworden hatten wir die schönsten Stellplätze an Flüssen, im Altai oder auch am Baikal - und auch dort keinerlei Probleme.
Einfach nur schlimm war abschnittsweise die Amur-Magistrale, die teilweise den Begriff einer Straße nicht mehr verdient. Nicht gewalzte Schotterstrecken mit Brockengrößen von 20 bis 30 cm, Tiefschlaglöcher bis 50 cm Tiefe, Schlamm, Pfützen groß wie Seen usw. Auf einer Strecke von 100 km ist die Magistrale etwa 600 km hinter Tschita wieder aufgegraben und zur Baustelle gemacht worden, weil man die Straßenentwässerung (Durchflussröhren) vergessen ?? hatte. Ergo gab es Umleitungen neben der Straße, die nichts für schwache Nerven sind.
Von den etwa 2200 km zwischen Tschita und Chabarowsk sind etwa 500 km aspaltiert, der Rest ist Schotterstraße mit extrem unterschiedlicher Qualität. Mal kann man problemlos 80 oder schneller fahren, mal ist über wirklich lange Strecken von vielleicht 15 km nicht mehr als Schrittgeschwindigkeit drin. Wir haben zwei Reifen eingebüßt, was mitten in der Taiga, selbst wenn es die Magistrale ist, durchaus problematisch werden kann...
Der Verlauf der Trasse stimmt weder mit den vektorisierten GPS-Karten noch mit den im www veröffentlichten, geschweige denn mit den gedruckten überein. Bin gespannt, wann die Vermesser die Daten freigeben oder eine neue verläßlichere Karte veröffentlicht wird - denn plötzlich liegen Ortschaften, die an der alten nicht durchgängigen Trasse lagen, irgendwo weit ab, da großzügige Umfahrungen gebaut wurden. Einen Imbiss findet man aller 50 km und etwa alle 100 bis 150 km eine Tankstelle.
So, wie die Trasse heute aussieht, wird ihre Befahrung wohl noch die nächsten Jahre ein kleines Abenteuer bleiben.
Die Reise war toll und wir hatten während der 6 Wochen keinerlei Probleme, die auf Unfreundlichkeit, Ganoven oder schlimmeres zurückzuführen gewesen wären. Die Kontrollen durch Miliz und DPS hielten sich in Grenzen - klar sind die Jungs neugierig und wollen einmal in das Innere der Kabine schauen. Dauert halt 5 Minuten länger und es gibt gute Wünsche für die Weiterfahrt. Mit Diesel gab es ebenfalls keine Probleme; mögliche Qualitätsunterschiede waren nicht spürbar. In Sibirien ist alles etwas größer - so auch die Mücken, die abends ein Sitzen am Feuer oder einfach nur im Freien unmöglich machen, was ja aber bekannt war. Zum Glück hat das Wohnmobil gute Insektengitter, sodass wir uns bei ansonsten geöffneten Fenstern noch fast wie im Freien sitzend fühlen konnten.
Am Anfang haben wir uns noch vorsichtshalber auf Stojankas gestellt, was aber schon in Kasachstan nicht mehr ging. Mutiger geworden hatten wir die schönsten Stellplätze an Flüssen, im Altai oder auch am Baikal - und auch dort keinerlei Probleme.
Einfach nur schlimm war abschnittsweise die Amur-Magistrale, die teilweise den Begriff einer Straße nicht mehr verdient. Nicht gewalzte Schotterstrecken mit Brockengrößen von 20 bis 30 cm, Tiefschlaglöcher bis 50 cm Tiefe, Schlamm, Pfützen groß wie Seen usw. Auf einer Strecke von 100 km ist die Magistrale etwa 600 km hinter Tschita wieder aufgegraben und zur Baustelle gemacht worden, weil man die Straßenentwässerung (Durchflussröhren) vergessen ?? hatte. Ergo gab es Umleitungen neben der Straße, die nichts für schwache Nerven sind.
Von den etwa 2200 km zwischen Tschita und Chabarowsk sind etwa 500 km aspaltiert, der Rest ist Schotterstraße mit extrem unterschiedlicher Qualität. Mal kann man problemlos 80 oder schneller fahren, mal ist über wirklich lange Strecken von vielleicht 15 km nicht mehr als Schrittgeschwindigkeit drin. Wir haben zwei Reifen eingebüßt, was mitten in der Taiga, selbst wenn es die Magistrale ist, durchaus problematisch werden kann...
Der Verlauf der Trasse stimmt weder mit den vektorisierten GPS-Karten noch mit den im www veröffentlichten, geschweige denn mit den gedruckten überein. Bin gespannt, wann die Vermesser die Daten freigeben oder eine neue verläßlichere Karte veröffentlicht wird - denn plötzlich liegen Ortschaften, die an der alten nicht durchgängigen Trasse lagen, irgendwo weit ab, da großzügige Umfahrungen gebaut wurden. Einen Imbiss findet man aller 50 km und etwa alle 100 bis 150 km eine Tankstelle.
So, wie die Trasse heute aussieht, wird ihre Befahrung wohl noch die nächsten Jahre ein kleines Abenteuer bleiben.
