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Fragen der Botschaft bei der Antragstellung
Verfasst: 12 Nov 2007, 22:58
von derdani
hallo!
also, ich habe das forum durchforstet, einiges gefunden, aber doch nicht allzu viel. außerdem ist es vielleicht auch für andere interessant, wenn die kommentare in einem thread gesammelt zu finden sind.
also, weiss jemand etwas darüber, mit welchen fragen eine russin (vielleicht auch ein russe, aber da wird man nicht ganz so skeptisch sein) rechnen muss, wenn sie ein visum mittels persönlicher einladung beantragt?
im konkreten fall bei mir: meine freundin will über weihnachten zu mir nach österreich kommen. da ich student bin, hat die persönliche einladung mein vater erledigt. nun sind wir am überlegen, welche fragen auf sie zukommen könnten und auch, wie sie unsere bekanntschaft am besten erklärt, ohne die ganze wahrheit auszuplaudern
favorit der bisherigen überlegungen bei uns ist, dass ich einer der austauschstudenten war, die sie an ihrer uni kennengelernt hat. und dass einer der väter, eben meiner, bereit war, für sie zu haften und sie zu beherbergen.
würde mich freuen, eure erfahrungen lesen zu können.
daniel
Re: Fragen der Botschaft bei der Antragstellung
Verfasst: 13 Nov 2007, 01:20
von Saboteur
So weit meine Erfahrungen:
folgendes könnte gefragt werden:
- Sie wird nach dem Zweck der Reise gefragt
- Sie wird gefragt woher sie den Einlader kennt
- sie wird gefragt in welcher Beziehung sie zueinander stehen
- sie wird gefragt was sie in Russland macht (wegen Rückkehrwilligkeit)
folgendes könnte passieren:
- sie lügt ---> wird bemerkt ---> KEIN Visa
- sie lügt ---> wird nicht bemerkt ---> Visa (unwahrscheinlich)
- sie lügt nicht ---> kein Visa (unwahrscheinlich)
- sie lügt nicht ---> Visa
Soweit ich weiß haben die die ehrlich geantwortet haben so gut wie immer ein Visum bekommen. Denk dran, es ist der Job der MitarbeiterInnen herauszufinden welche Personen lügen und Geschichten erzählen.... Meines Erachtens ist es in jedem Fall besser zu erzählen wie es wirklich ist!
Re: Fragen der Botschaft bei der Antragstellung
Verfasst: 13 Nov 2007, 16:10
von Paulchen
... und kein Visum kann u.U. heißen, nie wieder ein Visum für den gesamten Schengenraum. Also da würde ich auch eher bei der Wahrheit bleiben und mich vorallem auf die Untermauerung der Rückkehrwilligkeit vorbereiten.
Re: Fragen der Botschaft bei der Antragstellung
Verfasst: 13 Nov 2007, 18:08
von fremantle
Ich weiss nicht, warum alle immer luegen wollen, oder nicht die ganze Wahrheit erzaehlen? Was ist so schlimm daran eine russische Freundin zu haben? Ich habe bisher niemanden kennengelernt, der mit der Wahrheit (Liebe, kennengelernt im Auslandsstudium) nicht durchkam, es sei denn, es lagen irgendwelche anderweitigen Gruende vor. Es ist ein russisches Geruecht, dass man in Aemtern, besonders auslaendischen Konsulaten am besten luegt, um Erfolg zu haben. - Lass Dir gesagt sein, ihr schiesst Euch selbst ins Knie.
Du kannst dass auch ganz genau in allen der vielzaehligen anderen Beitraege zum Thema lesen.
* Um aber den Fragenkatalog noch zu ergaenzen: Wir hatten auch schon die Frage, wie wir miteinander bzw sie mit meinen Eltern komuniziert.
* Eine weitere Frage koennte sein, ob man schon mal dort zu Besuch war.
Halt Dich einfach an die drei Regeln:
1) Reiche den Antrag volstaendig mit allen geforderten und die Glaubwuerdigkeit unterstuetzenden Unterlagen ein.
2) Lege eine persoenliche und ausfuehrlich beschreibende, in Deutsch verfasste Einladung bei, auch wenn die nicht gefordert wird. (Erklaere darin auch, die Fragen, die Auftreten koennen - Fragenkatalog + Rueckkehrwilligkeit und Absicherung)
3) Du sollst nicht luegen!
Re: Fragen der Botschaft bei der Antragstellung
Verfasst: 13 Nov 2007, 18:16
von Paulchen
![genau [genau]](./images/smilies/genau.gif)
Amen!
Re: Fragen der Botschaft bei der Antragstellung
Verfasst: 13 Nov 2007, 23:39
von derdani
nicht die ganze wahrheit sagen: dafür spricht, dass man beim aussenministerium bereits sehr skeptisch reagiert hat, als ich mich mit fragen bezüglich meiner ersten russlandreise an dieses gewandt habe. "was??? eine internetbekanntschaft?"
ich mußte erst mal einige minuten lang den beamten beschwichtigen, dass das korrekt abläuft etc.
was liegt näher, als sich zu überlegen, zb diesen umstand nicht zu erwähnen?
ich danke für die bisherigen antworten,
daniel
Re: Fragen der Botschaft bei der Antragstellung
Verfasst: 14 Nov 2007, 13:01
von Paulchen
ja, klar, dass die da erstmal skeptisch reagieren. Aber Du hast ihn ja offensichtlich trotzdem überzeugt. Die Grenze zwischen euphemistischer Darstellung und glatter Unwahrheit verläuft ja auch nicht scharf. Wenn Sie also sagt, dass Ihr seit langem Brief(e-mail)Freunde seid und Euch bereits auch einmal (oder mehr?) in Russland getroffen habt und Sie nun auch einmal sehen will wo und wie Du lebst und wie es überhaupt so im deutschen Kulturraum aussieht...na da kann ich mir nicht vorstellen, dass die das ablehnen. Und wenn man erwähnt, dass man sich sehr zueinander hingezogen fühlt weil man so viele gemeinsame Interessen teilt aber nichts überstürzen will bla bla bla... dann wäre das ja alles nicht gelogen und damit auch nicht vorwerfbar und trotzdem nicht anrüchig.
Wenn Sie natürlich sagt, ich habe da so einen Typen übers Internet kennengelernt der mich unbedingt sehen will und für mich ists ja ne prima Gelegenheit mich mal in Deutschland umzusehen (jetzt mal überspitzt ;-) ), dann ist klar, dass die Beamten das nicht so toll finden werden...
Aber unwahre Tatsachen zu erzählen (Studentenaustausch, Geschäftsreise etc) könnte dazu führen, dass genau dafür Belege gefordert werden,die dann nicht beibringbar sind und schon ist Sense...
Re: Fragen der Botschaft bei der Antragstellung
Verfasst: 14 Nov 2007, 14:49
von derdani
jaaa danke, das klingt gut. vor allem die idee mit der brieffreundschaft. das klingt um etliches besser als dass wir uns im chat kennengelernt haben

Re: Fragen der Botschaft bei der Antragstellung
Verfasst: 16 Nov 2007, 17:50
von zimdriver
weitere Fragen:
Frühere Reisen nach Deutschland, Schengen- Staaten?
Fragen nach der Arbeitsstelle, Einkommen, Kostenübernahme?
Wen kennt sie noch in Deutschland?
--- Das alles kann natürlich auch leicht hinterlistig erfragt werden. Die US- Botschaft schreibt's auf ihrer Webseite offener. Sinngemäß: Da davon auszugehen ist, daß der Antragsteller das Visum zum illegalen Verbleib nutzen will, muß er das Gegenteil belegen.---
Folglich:
Alles, was an Papieren herhalten kann, die Liebe zu Russland und die Rückkehrwilligkeit zu belegen, ist gut. Der vielzitierte Brief an die Botschaft hilft, eine Liste mit Reisezielen, vielleicht für den Anfang eine Kurzreise und nicht gleich 2 Monate.
Meine Beste wurde jedes Mal gefragt, weshalb sie nur für ein Wochenende dahin will.
Re: Fragen der Botschaft bei der Antragstellung
Verfasst: 17 Nov 2007, 01:14
von Sibirier
Ich meine, man versucht die Antragssteller manchmal auch für dumm zu verkaufen.
Meine Frau wurde auch schon gefragt, ob sie nach Deutschland möchte, um zu heiraten.
Da hat sie geantwortet, wie kann sie in DE heiraten, wenn sie schon mit einem Deutschen verheiratet ist, mit Ehefähigskeitszeugnis ausgestellt vom deutschen Standesamt?