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Arbeit und Gehalt in Deutschland
Verfasst: 13 Dez 2007, 15:43
von пага
Нallo,
Wie steht es mit der Arbeit in Deutschland? Kann der Ingenieur-Mechaniker in Deutschland irgendwelche Arbeit finden und wie gross ist Gehalt? Hat jemand solche Erfahrung? Ich bin ein ehemaliger Sportler und ich kann sehr gut Fahrrade reparieren. Vielleicht kann man in irgendwelcher Fahrradwerkstatte angestellt werden und wieviel Geld zahlt man dort?
Re: Arbeit und Gehalt in Deutschland
Verfasst: 13 Dez 2007, 17:36
von manuchka
Hallo nara,
ich finde es schwer, eine allgemeingültige Aussage zu machen, was das Gehalt von Fahrradmechanikern betrifft. Meistens sind diese Werkstätten ja recht klein, also könnte ich mir vorstellen, dass es schwierig ist, eine Stelle zu finden. Eine Chance hat man eher als Zweiradmechaniker, also wenn man Fahrräder und auch Motorräder reparieren kann. Aber es sollte ja möglich sein, die fehlende Qualifikation nachzuholen - Zweiradmechaniker ist ein richtiger Ausbildungsberuf.
Hier kannste ja mal gucken:
http://www.bikejobs.de/JobsList.asp?kat ... enangebote
Re: Arbeit und Gehalt in Deutschland
Verfasst: 13 Dez 2007, 18:34
von Dietrich
Hallo Nara.
Ich versuche mal rauszufinden, wieviel ein (ungelernter) Zweiradmechaniker verdient (Tarif).
Allerdings ist der Winter immer eine schlechte Zeit um sich fort einen Job zu suchen. Viele Laeden stellen erst im Fruehjahr zusaetzliche Leute ein und entlassen sie dann im Herbst wieder.
Wer das nicht tut hat meist eine Stammmannschaft die er auch im Winter durchfuettert...
Re: Arbeit und Gehalt in Deutschland
Verfasst: 13 Dez 2007, 20:19
von Marco
Hallo Nara!
Hast du denn irgendeine EU-Staatsangehörigkeit?
Ansonsten wirst du kaum eine Chance haben in D eine Arbeitserlaubnis zu bekommen
Re: Arbeit und Gehalt in Deutschland
Verfasst: 14 Dez 2007, 10:49
von Dietrich
Ein "Hilfsarbeiter" hat einen Tarif-Stundenlohn von 9 Euro.
Je nachdem ob Uebserstunden bezahlt werden oder nicht ergibt das also ein MonatsBRUTTO von 1500-1800 Euro....
Re: Arbeit und Gehalt in Deutschland
Verfasst: 14 Dez 2007, 16:15
von Saboteur
Dietrich hat geschrieben:Ein "Hilfsarbeiter" hat einen Tarif-Stundenlohn von 9 Euro.
Je nachdem ob Uebserstunden bezahlt werden oder nicht ergibt das also ein MonatsBRUTTO von 1500-1800 Euro....
Ich denke das ist leider unrealistisch und nicht zu bekommen. Ich selber habe schon für 4,- €/h (Arbeitszeitfirma) gearbeitet und neulich mit einer (gelernten) Frisörin gesprochen die 4,50 € bekommt. Ich habe mal Kaufmann im Einzelhandel gelernt und danach als Verkäufer gearbeitet, da gab es für 40/h Woche mit 11h Tagen und alle 6 Wochen nen freien Samstag 2000,- DM im Monat. Also 1000,- €. Brutto war das. Brutto!
In meinem Studium habe ich Bühnenbau und Messebau gemacht wo es Stundenlöhne zwischen 8 und 20 € gab. Sehr verschieden halt.
Ich denke 5 - 8 €/h sind realistischer. Ich kann aber nur die Nordostdeutschen und Berliner Verhältnisse beurteilen und das natürlich auch nur eingeschränkt.
PS: Working poor ist auch bei uns auch Realität und wird nicht weniger daher bin ich ein Befürworter von Mindestlöhnen. Wenn ich einen Herr Westerwelle höre der sagt: "Mindeslöhne sind mir zu viel DDR" und dabei an Leute aus meinem Umfeld denke die sich für nen Hungerlohn den Arsch abarbeiten könnte ich ehrlich gesagt kotzen! Aber das ist ein anderes Thema...
Re: Arbeit und Gehalt in Deutschland
Verfasst: 04 Jan 2008, 16:21
von Atius
Hallo!
Erst mal zu Saboteur:
Ja, es stimmt, es gibt viel zu viele Hungerloehne! Aber, und das sollte sich auch wirklich jeder zu Herzen nehmen, es sind fast nur Arbeiten betroffen, die keiner grossartigen Qualifizierung beduerfen. Leider ist es so, eine Frisoese steht in der Regel rund 9 Stunden im Geschaeft, und bekommt schaebige 4 Euro! Wenn sie mehr bekommt, ist das schon ein Fortschritt, denn der Durchschnittslohn einer Frisoese in Halle/Leipzig liegt bei 3,42 Euro...
Ja, ich befuerworte auch Mindestlohne, zumal Deutschland das einzige Land in der EU ist, welches keinen Mindestlohn hat...oh, nicht gleich alle schreien, ja, Österreich hat auch keinen...weil dort jede Firma in einem Verband (Art Arbeitgeberverband) und in Daenemark gibt es auch keine Mindestloehne, weil die daenischen Arbeiter zu 98,6 % gewerkschaftlich organisiert sind! Und die Quellen meiner Weisheit ist die Hans Boeckler Stiftung, hier wird dieses Thema ausfuehrlich beleuchtet!
Und nun zu nara!
Welcher Ingenieur-Mechaniker bist Du? Ist Dein Ingenieur in Deutschland oder Europa als Ingenieur anerkannt? Wenn ja, hast Du alle Chancen auf dem deutschen oder europaeischen Arbeitsmarkt Arbeit zu bekommen...aber wenn Du wirklich nur Fahrraeder zusammenbauen kannst oder reparieren und Dein Ingenieur nicht anerkannt ist, wird die Suche echt kompliziert...und ob Du von dem Lohn leben kannst, ist die naechste Frage.
Also, definitiv bekommt jeder der Maschinenbau-Ingenieur, Informatik oder IT Ingenieur ist, immer einen Job in Deutschland, oder der EU...die Voraussetzung ist eine gute Ausbildung...
...eh, und seit der PISA Studie wissen wir, das die Deutschen schlecht ausgebildet sind <- Spass????
Zum Beispiel wird an den russischen Universitaeten ca.50 % mehr Wissen vermittelt, als an den Deutschen! Woher mein Wissen stammt: Goethe Institut Moskau
Also, Nara, ich kann Dir nur einen Tipp geben: versuchen:) ...und hinter Dir keine Tuer zu machen, damit ein zurueck immer moeglich ist...quasi Plan B
Gruss!!!
Re: Arbeit und Gehalt in Deutschland
Verfasst: 04 Jan 2008, 16:52
von werner
Mein Neffe hat gerade seinen Job als Fahrradmechaniker in Westberlin hingeschmissen.
Er sagte, dass es Sklavenarbeit ohne Pausenzeiten sei. Also dann, viel Spass.
Noch dazu sagte er aber, dass es sich lohnen würde, Selbstständiger Fahrradmechaniker zu werden.
Dann ist er der Chef usw.
LG. Werner
Re: Arbeit und Gehalt in Deutschland
Verfasst: 04 Jan 2008, 22:37
von пага
Ich habe Baltische staatliche technische Universitet " Военмех " 1989 absolviert. Jetz arbeite ich als Maschineningenieur in Betrieb "Wasser und Abwasser". Habe ich irgendwelche Aussichten in Deutschland Arbeit finden?
Re: Arbeit und Gehalt in Deutschland
Verfasst: 05 Jan 2008, 11:23
von Dietrich
werner hat geschrieben:Noch dazu sagte er aber, dass es sich lohnen würde, Selbstständiger Fahrradmechaniker zu werden.
Dann ist er der Chef usw.
Auch diesen "ich bin mein eigener Chef" wird die Realitaet noch einholen.
Das Problem bei Fahrradreparaturen ist leider, dass die meisten Leute glauben, eine Arbeitstunde duerfte natuerlich laengst nicht so viel kosten wie bei einer Auto-Reparatur. Schliesslich ist es nur ein Fahrrad und das kann man ja im Prinzip auch selber reparieren. Deshalb schreien die Kunden bei einem Stundensatz von 40 Euro schon, waehrend sie die 75 Euro in der Autowerkstatt seufzend akzeptieren.
Aber ich wuensche deinem Neffen trotzdem viel Erfolg!