ein bisschen deutsche Politik
Verfasst: 09 Jan 2008, 16:25
Hier habe ich mal einen interessanten Artikel gefunden, der so manches aus dem Dunkel holt:)
Gestern kam die Meldung durch die Medien: Euro nur noch 82 Cent wert!
So schrieb http://www.bild.t-online.de/BILD/news/w ... 18074.html :
"Der Euro hat seit dem Start der Europäischen Währungsunion 18 Prozent an Wert verloren! Im Vergleich zum Januar 1999 hat 1 Euro heute nur noch eine Kaufkraft von 82 Cent.
Das hat die Dresdner Bank für BILD errechnet. Hauptgründe für den Wertverlust: die dramatisch gestiegenen Energiepreise und staatlich verordnete Preiserhöhungen. Dresdner Bank-Chefvolkswirt Michael Heise: „Die Europäer und vor allem die Deutschen sind gut mit dem Euro gefahren. Andere Währungen haben höhere Kaufkraftverluste erlitten.“
Der US-Dollar verlor seit Anfang 1999 sogar 22 Prozent an Wert und hat nur noch eine Kaufkraft von 78 US-Cent."
So wird dem aufmerksamen Leser also erklärt, wenn er heute einen Euro in der Hand habe, dann sei das so, als wenn er Anfang 1999 nur 82 Euro-Cent in der Hand gehabt hätte. Es wird mit den Preissteigerungen der Güter argumentiert.
Eine ganz andere Überlegung zeigt aber, dass der Wertverfall des Euro noch viel höher ist. Ich kann mich zwar dafür interessieren, wie viel ich für einen Euro kaufen kann. Ich kann aber auch ganz anders fragen: Wenn ich Anfang 1999 1 Euro hatte, wie viel hatte ich dann von dem gesamten in Deutschland vorhandenen Geld, und wenn ich heute 1 Euro habe, wie viel habe ich dann heute von dem gesamten in Deutschland vorhandenen Geld.
Anders ausgedrückt: Möglicherweise habe ich heute genauso viele Euro wie Anfang 1999. Vielleicht habe ich auch ein paar Euro mehr, so dass eine Preissteigerung ausgeglichen ist. Dennoch wäre es möglich, dass meine Kaufkraft im Vergleich zu anderen gefallen ist, weil die Glücklichen noch viel mehr Geld dazubekommen haben als ich.
Wie das gehen soll? Ganz einfach: Die Geldmenge in Deutschland wächst - und zwar permanent. Also schauen wir mal genauer hin.
Nach Angaben der Deutschen Bundesbank betrug die Geldmenge M1 (das ist vereinfacht gesagt das umlaufende Bargeld und die Guthaben auf Girokonten) Anfang 1999 in Deutschland 556,8 Mrd. Euro (http://www.bundesbank.de/download/volks ... 0001mb.pdf). Im Oktober 2007 betrug die Geldmenge M1 dagegen 940,0 Mrd. Euro (http://www.bundesbank.de/download/volks ... mb_bbk.pdf).
1 Euro heute vermittelt also noch "absolute" Kaufkraft von 1 € * 556,8 Mrd. / 940,0 Mrd. = 0,59 €!!! Oder anders ausgedrückt:
Wer damals 1 Euro hatte, müsste heute 1 € * 940,0 Mrd. / 556,8 Mrd. = 1,69 € haben, um die gleiche absolute Kaufkraft zu besitzen.
Die Nachricht von BILD und anderen verdummt mal wieder die Menschen!
Gestern kam die Meldung durch die Medien: Euro nur noch 82 Cent wert!
So schrieb http://www.bild.t-online.de/BILD/news/w ... 18074.html :
"Der Euro hat seit dem Start der Europäischen Währungsunion 18 Prozent an Wert verloren! Im Vergleich zum Januar 1999 hat 1 Euro heute nur noch eine Kaufkraft von 82 Cent.
Das hat die Dresdner Bank für BILD errechnet. Hauptgründe für den Wertverlust: die dramatisch gestiegenen Energiepreise und staatlich verordnete Preiserhöhungen. Dresdner Bank-Chefvolkswirt Michael Heise: „Die Europäer und vor allem die Deutschen sind gut mit dem Euro gefahren. Andere Währungen haben höhere Kaufkraftverluste erlitten.“
Der US-Dollar verlor seit Anfang 1999 sogar 22 Prozent an Wert und hat nur noch eine Kaufkraft von 78 US-Cent."
So wird dem aufmerksamen Leser also erklärt, wenn er heute einen Euro in der Hand habe, dann sei das so, als wenn er Anfang 1999 nur 82 Euro-Cent in der Hand gehabt hätte. Es wird mit den Preissteigerungen der Güter argumentiert.
Eine ganz andere Überlegung zeigt aber, dass der Wertverfall des Euro noch viel höher ist. Ich kann mich zwar dafür interessieren, wie viel ich für einen Euro kaufen kann. Ich kann aber auch ganz anders fragen: Wenn ich Anfang 1999 1 Euro hatte, wie viel hatte ich dann von dem gesamten in Deutschland vorhandenen Geld, und wenn ich heute 1 Euro habe, wie viel habe ich dann heute von dem gesamten in Deutschland vorhandenen Geld.
Anders ausgedrückt: Möglicherweise habe ich heute genauso viele Euro wie Anfang 1999. Vielleicht habe ich auch ein paar Euro mehr, so dass eine Preissteigerung ausgeglichen ist. Dennoch wäre es möglich, dass meine Kaufkraft im Vergleich zu anderen gefallen ist, weil die Glücklichen noch viel mehr Geld dazubekommen haben als ich.
Wie das gehen soll? Ganz einfach: Die Geldmenge in Deutschland wächst - und zwar permanent. Also schauen wir mal genauer hin.
Nach Angaben der Deutschen Bundesbank betrug die Geldmenge M1 (das ist vereinfacht gesagt das umlaufende Bargeld und die Guthaben auf Girokonten) Anfang 1999 in Deutschland 556,8 Mrd. Euro (http://www.bundesbank.de/download/volks ... 0001mb.pdf). Im Oktober 2007 betrug die Geldmenge M1 dagegen 940,0 Mrd. Euro (http://www.bundesbank.de/download/volks ... mb_bbk.pdf).
1 Euro heute vermittelt also noch "absolute" Kaufkraft von 1 € * 556,8 Mrd. / 940,0 Mrd. = 0,59 €!!! Oder anders ausgedrückt:
Wer damals 1 Euro hatte, müsste heute 1 € * 940,0 Mrd. / 556,8 Mrd. = 1,69 € haben, um die gleiche absolute Kaufkraft zu besitzen.
Die Nachricht von BILD und anderen verdummt mal wieder die Menschen!