Ausländische Korrespondenten sehen Moskau als finstere Stadt
Verfasst: 29 Jan 2008, 20:12
http://de.rian.ru/analysis/20080126/97832567.html
Ausländische Korrespondenten sehen Moskau als finstere Stadt mit unglücklichen Menschen.
„Nur hier, und nirgendwo sonst, habe ich diese schweigsamen Menschenmengen mit hängenden Köpfen, apathischem Blick, ohne Lächeln gesehen, die ohne sichtbares Ziel in unbekannter Richtung strömen", schrieb der renommierte französische Politologe und Schriftsteller Guy Sorman im Jahr 1990. Seitdem ist eine neue Generation herangewachsen, die soziale Lage, die Lebensbedingungen und Werte sind auch anders geworden. Sind die Russen dieselben geblieben?
Den Artikeln der in Russland lebenden und arbeitenden Journalisten zufolge hat sich die Meinung über die Russen kaum geändert. Zum Beispiel berichtet Megan Stack von der Los Angeles Times über die Moskauer U-Bahn und schreibt ebenfalls über eine „gesichtslose Menschenmenge, gleichgültig, mit steinernen Gesichtern". „Ich habe nirgendwo in der Welt so finstere Menschen gesehen", schreibt sie. „Der Weg zur Arbeit dauert eine Stunde, und in dieser ganzen Zeit habe ich keinen lächelnden Menschen gesehen - keinen einzigen!" Auch Margherita Belgioioso von der italienischen Wochenzeitschrift L'Espresso schlägt denselben Ton an: „Eine ihrem Wesen nach unwirtliche Stadt, die vollendetste Verkörperung der kapitalistischen Aggression."
Sind wir Russen wirklich so? Und warum?
Suchen wir die Antwort in den Umfragen, die die Stimmung der Menschen und das Selbstgefühl der Gesellschaft genauer festhalten als journalistische Beobachtungen, die eine Vorstellung darüber geben, was den Russen Sorgen bereitet, sie bewegt, bedrückt oder Hoffnung schafft. In anderen Worten, welche Gefühle sich heute auf unseren Gesichtern widerspiegeln.
....